Montag, 25. Juni 2012

Russlands Bahnreform dauert länger als geplant

Effizienz des Schienentransports soll durch bessere Koordinierung und Investitionen in Lokomotiven und Streckenausbau wachsen / Von Ullrich Umann

Moskau (gtai) - Der Güterverkehr auf der Schiene ist in Russland fast vollständig privatisiert. Dies führte auf der einen Seite zu steigenden Investitionen in den Waggonpark. Andererseits hat sich die Effizienz des Schienentransports nicht unbedingt erhöht. Die staatliche Eisenbahngesellschaft RZD muss sich in ihre neue Rolle als Koordinator des Wettbewerbs auf der Schiene erst noch einarbeiten. Zudem hat es RZD bisher unterlassen, in Lokomotiven und den Streckenausbau zu investieren. 


Für Niederlassungen deutscher Unternehmen, aber auch für den deutsch-russischen Güteraustausch stellt der Schienentransport in der Russischen Föderation ein nicht unerhebliches Problem dar. Lange Wartezeiten oder auch als zu hoch empfundene Transportgebühren sind die oft genannten Stichwörter, wenn Wirtschaftsvertreter aus Deutschland zu diesem Thema befragt werden. Massen- und Schüttgüter lassen sich aber nicht ohne weiteres per Lkw transportieren, schon gar nicht im größten Flächenstaat der Welt.

Die Reform und damit die Öffnung des Schienentransports für unabhängige Anbieter begannen im Vergleich zu anderen Transportsparten erst spät zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts. Im Luftverkehr wurde der Umbruch mehr als zehn Jahre früher eingeleitet. Umso schneller schritt der Umbau des Schienenverkehrs voran: Unabhängige Unternehmen schossen wie die Pilze aus dem Boden und es wurde massiv in rollendes Material investiert. Der Park an Güterwaggons zog von 0,991 Mio. (2009) auf 1,091 Mio. (2011) an. Ein anhaltendes Wachstum wird bis 2013 prognostiziert, erst dann dürfte der Höchststand erreicht sein.


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland