-beschränkungen -verarbeitung -Zubehör (ohne Brennstoffzellen) Abkommen Abwrackgebühr für Fahrzeuge Agrarchemikalien allgemein alternative Energie alternative Energien Ammoniumnitrat Änderungen Anlagenbau Antidumpingmaßnahmen Antidumpingzoll Arbeitsmarkt Architektur Armaturen Arzneimittel ASMAP Ausbildung Ausfuhr in die EU Ausfuhrrecht Ausfuhrzoll Ausländische Fachkräfte ausländische Investitionen Auslandsinvestitionen Ausschreibungsregelungen Ausschreibungswesen Außenhandel Außenhandel / Struktur Außenwirtschaftspolitik Außenwirtschaftsrecht Automatische Datenverarbeitungsmaschinen Automobilindustrie Bahnreform Bau- und Baustoffmaschinen Bau-Consulting Baustoffe Bauüberwachung Bauunternehmen Bauwirtschaft Belarus Bergbaumaschinen Bio- Bio- u. Labortechnik Bioenergie Branchen Brandschutz Brücken- und Tunnelbau Bulgarien Chancen Chemieproduktion chemische Erzeugnisse Chemische Industrie China Computertomographie CT-Geräte Deutschland Diagnostika Edelmetallwaren EDV EDV- EFTA Einfuhrverbote Einfuhrzoll Einzelhandel Eisen- und Stahlerzeugnisse Eisenbahnbau Elektronik- und Autokonzerne elektronische Geräte Elektrotechnik Energie Energieeffizienz Energieeinsparung Energieerzeugung Erdgas erneuerbare Energie Erze EU EU Feinmechanik Europa Export Export-/US-Exportkontrolle Exportmarkt Exportmärkte Fahrzeuge Farben u. Lacke Fertigwaren Filter Finanzierung Finnland Fleischexport Flughafenbau Fossile Energien Freizeitartikel Gas Gas-Tankstellen Gentechnik Geo-Bohrtechnik Geschäftspraxis Geschenke Gesetze in Russland Gesundheit Gesundheitswesen allgemein Getränke Gewerbebau Glas Glaserzeugnisse Goldminen GOST R GOST-R Griechenland Pipelinebau Hafenbau Handelsketten Handelsregisterrecht Heiz Heizkraftwerk Hochbau Holzausfuhr Hotelbau Hygienezertifikat Immobilienmarkt Import Importe Industrie Industrie- und Handelskammer Industriechemikalien Industriepolitik Infothek Internetdienste Internethandel Interview Investition Investitionen Investitionen (Inland) Investitionen aus dem Ausland IT IT-Cloud Kartellrecht Kasachstan Keramik Kernenergie Kernkraft Kfz-Markt Kfz-Teile Kfz-Teile und Zubehör Kfz-Zubehör (ohne Brennstoffzellen) Klima- Kohle Konformitätserklärung Körperpflegemittel und Kosmetika Kraftfahrzeuge Kraftfahrzeugmarkt Kraftwerk Kraftwerksbau Kreditinstitute Kroatien Kühl- u. Kältetechnik Kunststoffe Kunststoffe und Gummi Kurierdienste Labortechnik u. Optik Land- und Forstwirtschaft Landtechnik Landwirtschaft Landwirtschaftsministerium Leasing Lebensmittelketten Lettland Litauen Logistik / Speditionen Logistik/Speditionen Luft- Luftfahrzeuge Märkte Maschinen- und Anlagenbau Maschinenbau Medizin Medizintechnik Metallerzeugung Möbelindustrie Modemarkt Nahrungs- und Genussmittel Nahrungsmittel Neue Regelungen Neuigkeiten Norwegen NTHs Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge (Nfz) Öl Optik Papier und Pappe Papier- Pappe-Erzeugnisse Personenkraftwagen Personenkraftwagen (Pkw) Petrochemie Pflanzenproduktion Pharmaindustrie Pharmazie Pipelinebau Polycarbonat Presse Produktionsanlagen für Eisen und Stahl Publikationen Recht Recht der öffentlichen Aufträge Recycling Regionalstruktur Regionen Registrierung Rohstoffe RTN Russische Föderation Russland Rußland Russland Architektur Russland Bauwirtschaft Russland Produktionsanlagen für Chemie Schiedsgerichtsbarkeit Schienenfahrzeuge Schienentransport Schienenverkehr Schweden Schweiz Solar Solarenergie Sotschi Spezialthemen Sportbereich Straßen- Straßenbau Straßenfahrzeuge Straßenverkehr Strom- Strom-/ Energieerzeugung Strom-Energieerzeugung Stromerzeugung Stromerzeugungs Technicher Regelwerk Technische Reglement technische Regulierung Telekommunikationsdienste Telekommunikationsdienstleistungen Tierproduktion TIR-Verfahren Tourismus TR TR Registrierung Transport und Verkehr Tschechische Republik Türkei Ukraine UkrSEPRO und Kraftwerksbau Unterhaltungselektronik Ventile Verkehrsinfrastrukturbau Verwaltungsprozessgesetzbuch Wasch- und Reinigungsmittel Wasserkraft Wasserkraftwerk Wasserwirtschaft Weißrussland Werbemarkt Werbung Werkzeugindustrie Werkzeugmaschinen Wind Windkraft Wirtschaft Wirtschaftsbeziehungen Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland Wirtschaftsbeziehungen zur EU Wirtschaftsförderung Wirtschaftslage Wirtschaftsverwaltungsrecht Wohnungsbau Wohnungswirtschaft WTO Zertifizierung Zivilgesetzbuch Zivilrecht Zoll Zollabfertigungsgebühren Zollabkommen Zollfahndung Zollkontingente Zollunion

Aktuelle Beiträge

Dienstag, 7. Juni 2011

Baumaterialien sind in Russland wieder stärker gefragt

Aufschwung setzt sich 2011 fort / Markt für Dämmstoffe wächst überdurchschnittlich / Von Gerit Schulze

Moskau (gtai) - Russlands Markt für Baumaterialien und Baustoffe hat 2010 deutlich stärker zugelegt, als es die insgesamt schwache Baukonjunktur erwarten ließ. Bei manchen Produktgruppen wie Kunststoffrohren oder Fensterprofilen stiegen die Absatzzahlen um 20 bis 30% gegenüber dem sehr schwachen Vorjahr an. Für 2011 erwarten die meisten Branchenkenner einen weiteren deutlichen Aufschwung. Bis zum Jahresende dürften wieder die Zahlen des Boom-Jahres 2008 erreicht werden.

Fenster

Der russische Markt für Kunststoff-Fenster ist 2010 nach Berechnungen der Agentur O.K.N.A. Marketing um 25% gewachsen. Das verwundert insofern, als der Wohnungsbau insgesamt stagnierte. Die Impulse kamen vor allem von privaten Wohnungseigentümern, die ihre bestehenden Fenster gegen modernere, energieeffizientere Modelle austauschen ließen. Das wieder gewachsene Verbrauchervertrauen und die steigenden Einkommen haben dabei geholfen. Marktkenner erklären den starken Zuwachs außerdem mit Basiseffekten und einer aufgeschobenen Investitionswelle, nachdem der Absatz von Kunststoff-Fenstern 2009 um ein Drittel eingebrochen war. Insgesamt wurden 2010 in Russland 38,2 Mio. qm beziehungsweise 462.000 t PVC-Fensterprofile verkauft.
Für das Jahr 2011 rechnet O.K.N.A. Marketing mit Zuwächsen zwischen 20 bis 40%. Zum einen sei das Verkaufsvolumen des Jahres 2008 von 46 Mio. qm noch nicht wieder erreicht, zum anderen hätten immer noch mehr als zwei Drittel der russischen Wohnungen keine wärmeisolierten Fenster. Außerdem rechnen die Analysten damit, dass sich der Wohnungsbau 2011 deutlich erholt und damit für extra Nachfrage nach Fensterprofilen sorgt. Das Verkaufsvolumen könnte zwischen 46 Mio. und 54 Mio. qm erreichen.
Kunststoff bleibt das klar dominierende Fensterprofil-Material in Russland. Sein Anteil ist von 77% im Jahr 2008 auf 83% im Jahr 2010 gestiegen.
Russlands Fenstermarkt nach Profilmaterial, 2010
Rahmenmaterial Marktgröße in Mio. qm Marktanteil in % Marktgröße in Mio. Euro
PVC 38,2 83 4.400
Aluminium 3,2 7 400
Holz 4,5 10 660
Quelle: O.K.N.A. Marketing

Kunststoffrohre

Kunststoffrohre sind in Russland weiter gefragt. Durch die laufenden und anstehenden Sanierungsarbeiten an den kommunalen Wasser- und Abwasserleitungen werden in diesem Bereich noch auf Jahre hinaus gute Absatzchancen erwartet. Nach Angaben der Statistikbehörde kletterte die Produktion von Kunststoffrohren, Schläuchen und Fittings 2010 um 29% auf ein Volumen von 344.000 t. Wie die Agentur Market Report berichtete, ist der Verbrauch an PVC-Rohren dabei um 35% gestiegen. Insgesamt wurden 66.000 t nachgefragt und damit sogar 5% mehr als im bisherigen Boomjahr 2008.
Regional gibt es eine Reihe großer Investitionen in die kommunale Infrastruktur, die den Absatz fördern. So sollen im Gebiet Karelien als Pilotprojekt 37 kleinere Ortschaften eine moderne Abwasserklärung bekommen. Das Vorhaben kostet 4 Mrd. Rubel (rund 132 Mio. US$, Jahresdurchschnittskurs 2010: 1 US$ = 30,36 Rubel) und wird vom Sankt Petersburger Unternehmen Petrosojus-Stroj koordiniert.

Kabel

Die Nachfrage nach Kabeln ist im Jahr 2010 wieder stark gestiegen. Russlands größte Hersteller berichten von einem zweistelligen Zuwachs der Produktion und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Die Branchenvereinigung Elektrokabel hat für 2010 einen Produktionszuwachs von 24% ermittelt. Etwa ein Fünftel der Inlandsherstellung entfällt auf Maschinendraht, jeweils ein Zehntel auf Fahrzeugkabel, Leistungskabel bis 1 kV Spannung und Installationsleitungen. Die Importe setzten sich 2010 (Januar bis September) zusammen aus 19% Fahrzeugkabel, 12% Funkfrequenzkabel, 11% Fernmeldekabel und 10% Lichtleitungen. Über ein Drittel der russischen Einfuhren an isolierten Kabeln und Leitungen werden aus der VR China bezogen. Damit ist China mit Abstand das wichtigste Lieferland.
Der Ausbau der Strom-, Mobilfunk- und Datennetze sorgt auch 2011 für gute Umsätze und lässt auf einen erneut zweistelligen Zuwachs hoffen. So will zum Beispiel der Permer Hersteller von optischen Kabeln, Inkab, seine Produktion 2011 um 50% auf 26.400 Kilometer erweitern. Zu den größten Herstellern von Kabeln in Russland gehören Unkomtech, Kamkabel, Sewkabel, UGMK und Elektrokabel.

Glas

Wie die Discovery Research Group in einer aktuellen Studie ermittelte, ist der russische Flachglas-Markt 2010 um 41% auf ein Volumen von 285 Mio. qm gewachsen. Dabei konzentriert sich die Inlandsproduktion immer mehr in der Hand weniger Hersteller. Auf die sechs Unternehmen AGC Borski stekolny sawod, Saratowstroisteklo, Salawatsteklo, Pilkington Glass, AGC Flat Glass Klin und Guardian Steklo Rjasan entfallen 90% des russischen Flachglas-Ausstoßes. Diese Marktführer haben in den letzten Jahren viel in moderne Float-Technologien investiert und modernisieren ihre Produktpalette weiter. Aktuelle Trends sind Sonnenschutz-Gläser und speziell beschichtete Glassorten.
Die Discovery Research Group rechnet damit, dass die Inlandsproduktion an Flachglas 2011 und auch im darauffolgenden Jahr um 13 bis 14% wachsen wird und schon 2012 ein Volumen von 350 Mio. qm erreichen kann. Auf Produktionsstätten mit ausländischen Kapitalbeteiligungen, deren Anteil derzeit bei rund 50% liegt, dürften dann drei Viertel des Gesamtausstoßes entfallen.
Das US-Unternehmen Guardian Industries plant Investitionen von 220 Mio. US$ in ein neues Floatglas-Werk in Krasny Sulin im Gebiet Rostow-am-Don. Dort soll energieeffizientes Flachglas für den Einsatz im Wohnhäusern, Bürogebäuden und Einkaufszentren produziert werden. Die geplante Kapazität liegt bei 900 t pro Tag. Schon Mitte 2012 soll das Werk in Betrieb gehen. Es wird die zweite Guardian-Produktionsanlage in Russland sein. Seit 2008 hat das Unternehmen bereits eine Fabrik in Rjasan.

Dämm- und Isoliermaterialien

Der Markt für Dämmstoffe wird weiter überdurchschnittlich wachsen, weil Moskau die Anforderungen an Bauherren erhöht. Mit der Regierungsanordnung Nr. 18 vom 25.1.11 wurden neue Regeln für Projektierung, Bau und Betrieb von Gebäuden festgelegt. Künftig sollen Immobilien einen Energiepass bekommen, in dem der jährliche Verbrauch an Wärmeenergie und Strom vermerkt ist. Mehrfamilienhäuser müssen ein Audit zur Feststellung der Energieeffizienz-Klasse durchlaufen. Nachdem der Basisverbrauch der Gebäude ermittelt ist, müssen die Hauseigentümer den Energiebedarf schrittweise senken: bis 2015 um 15%, bis 2020 um 40%. Das wird dem Absatz von Dämm- und Isoliermaterialien Aufschwung verleihen und für neue Investitionen in Fertigungsstätten sorgen.
Rockwool hatte sein Engagement in der tatarischen Sonderwirtschaftszone Alabuga zwar um zwei Jahre verschoben. Statt 2010 rechnet der dänische Dämmstoffhersteller nun für 2012 mit dem Produktionsbeginn. Dafür wurde die Produktionskapazität gegenüber der ursprünglichen Planung um 10% auf 110 Mio. t Baumaterial pro Jahr erhöht. In dem Werk sollen Mineralwolle zur Dämmung von Dächern, Fassaden und Fußböden sowie feuerbeständige und schalldichte Platten hergestellt werden. Rockwool hat bereits vier Werke in Russland. Im Sommer 2010 waren die Dänen beim Mineralwatte-Werk Troizki sawod mineralnych plit im Gebiet Tscheljabinsk eingestiegen. Dort sollen in den kommenden Jahren rund 14 Mio. US$ investiert werden, um die Jahreskapazität von 300.000 auf 450.000 cbm Steinwolle zu erhöhen.
In der Sonderwirtschaftszone "Alabuga" (Elabuga, Tatarstan) ist schon seit knapp einem Jahr eine Glaswolle-Produktion in Betrieb. Investoren des über 100 Mio. US$ teuren Projekts waren die russische Tatneft und die deutsche Preiss-Daimler-Gruppe. Die Jahreskapazität liegt bei 21.000 t pro Jahr.
Der russische Hersteller Termosteps-MTL hat Ende 2010 in Samara eine neue Linie zur Produktion von Dämmstoffen auf Basis von Basaltfasern in Betrieb genommen. Die Investitionen beliefen sich auf rund 30 Mio. US$.

Heizungstechnik

Hersteller von Heizungstechnik blickten Anfang 2011 wieder deutlich optimistischer auf den russischen Markt. Zwar nimmt die Konkurrenz aus China, Südkorea und anderen asiatischen Ländern zu. Doch weil das Thema Energieeffizienz eine immer wichtigere Rolle spielt, machen deutsche Anbieter gute Geschäfte.
Dabei wird es immer wichtiger, zumindest Teile der Produktion nach Russland zu verlagern oder mit russischen Partnern zu kooperieren. Der deutsche Heiztechnik-Hersteller Wolf GmbH zum Beispiel gehört zu den Mitbegründern eines Ingenieur-Zentrums für Energieeffizienz und Ökologie, das Anfang 2011 in Jaroslawl eröffnet wurde. Zusammen mit dem Jaroslawler Dieselmotorenwerk ( http://avtodizel.gaz.ru) hat die Wolf GmbH Kraftwerksanlagen auf Basis von Gasmotoren entwickelt, die nun in dem Ingenieur-Zentrum verfeinert werden sollen. Das Gebiet Jaroslawl hat als eine der ersten russischen Regionen durchgesetzt, dass überschüssiger Strom, der in solchen Anlagen erzeugt wird, ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.
In der Ural-Region Tscheljabinsk will die westfälische Wesemann International eine Tochtergesellschaft zur Installation und Modernisierung von Heizungsanlagen eröffnen. Im Gebiet Tscheljabinsk sollen allein 2011 rund 100 Objekte zur Wärmeversorgung modernisiert werden.
Dominierender Brennstoff für Heizungsanlagen in Russland bleibt Gas. Alternative und erneuerbare Energiequellen sind nach wie vor eine Ausnahme. Das gilt auch für Wärmepumpen, die eine absolute Nische sind und nur mit viel Aufklärung und Information Abnehmer finden. Dennoch berichten deutsche Hersteller, dass die Nachfrage nach Wärmepumpen steigt und erste Anlagen verkauft und in Betrieb genommen wurden.

Kühl- und Klimatechnik

Deutsche Anbieter von Kühl- und Klimatechnik berichteten Anfang 2011 von einem deutlich verbesserten Geschäftsumfeld in Russland. Allerdings betrifft das vor allem den Industriebau. Neue Aufträge kommen vor allem aus der Nahrungsmittelindustrie, der chemischen und der Pharmaindustrie sowie aus dem Lager- und Logistiksektor. Die deutschen Exporte von Kältetechnik nach Russland sind 2010 um 21% gestiegen. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ermittelte, lag das Liefervolumen bei 111 Mio. US$.
Impulse gibt es durch die Umstellung der Anlagen, die mit klimaschädlichen Kältemitteln betrieben werden. Der Einsatz von weniger schädlichen Kältemitteln wie Ammoniak oder Kohlendioxid erfordert einen höheren Betriebsdruck, was die Anlagen technisch aufwändiger werden lässt.

Fußböden

Die Produktion von Fußbodenbelägen leidet noch unter dem schwachen Wohnungsbau. So ging die Herstellung von Linoleum in den ersten neun Monaten 2010 gegenüber dem Jahr zuvor um ein Viertel auf 40 Mio. qm zurück. Allerdings betrifft die Negativentwicklung nicht alle Hersteller. Das neue Linoleum-Werk der slowenischen Juteks-DD in Wladimir etwa ist so gut angelaufen, dass das Unternehmen bereits den Bau einer zweiten Linie vorbereitet. Dafür sollen über 40 Mio. US$ investiert und die Jahreskapazitäten auf 20 Mio. qm Linoleum verdoppelt werden. Im Jahr 2010, dem ersten Produktionsjahr der neuen Fabrik, hat Juteks in Russland 7,5 Mio. Quadratmeter Linoleum produziert. Das war ein Viertel mehr als ursprünglich geplant.
Den Trend weg von Linoleum hin zu Laminat sehen Marktexperten bestätigt. Die Mitgliedsunternehmen der europäischen Branchenvereinigung EPLF konnten ihren Laminat-Absatz 2010 in Russland um über 40% auf 24 Mio. qm steigern. Damit ist das Land hinter Polen der zweitwichtigste Markt in Mittel- und Osteuropa. Die jährlichen Wachstumsraten könnten auch in den Folgejahren deutlich über 10% liegen. Derzeit kommen erst ein Drittel der russischen Laminat-Verkäufe aus der Inlandsproduktion. Die Parkettproduktion lag 2010 bei 2,16 Mio. qm und damit um 2% über dem Vorjahreswert.
Produktion von Baumaterialien in Russland
Baumaterial 2008 2009 2010
Bodenfliesen aus Keramik, in Mio. qm 73,8 63,9 70,0
Fensterglas, in Mio. qm 32,8 79,0 k.A.
Ziegelsteine, in Mrd. Stück 13,4 8,5 5,0
Zement, in Mio. t 53,6 44,3 50,4
Stahlbeton-Konstruktionen, in Mio. cbm 28,4 17,5 20,3
Wand- und Dachpaneele aus Stahl, in Mio. qm 16,9 14,6 k.A.
Kunststoffrohre, -schläuche, -fittings und Teile, in 1.000 t 266 224 344
Radiatoren und Heizkonvektoren, in 1.000 kW 4.038 3.516 k.A.
Stahlrohre, in Mio. t 7,8 6,7 9,1
Linoleum, in Mio. qm 89,1 73,3 k.A.
Quelle: Föderaler Statistikdienst, für 2010 zum Teil vorläufige Angaben



Kontakt: