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Donnerstag, 26. Januar 2012

Chemiekonzerne ziehen russische Stadt Perm aus der Krise

Bauwirtschaft schwächelt weiterhin / Einzelhandel profitiert von steigenden Einkommen / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Erdöl, Kunststoffe und Düngemittel - die wirtschaftliche Entwicklung der Region Perm steht und fällt mit der chemischen Industrie. Die Industrieproduktion in diesem Sektor zieht stark an und befand sich bereits 2010 wieder auf Vorkrisenniveau. Tendenz: weiter steigend. Die Einkommen legen zu und damit auch die Umsätze im Einzelhandel. Dagegen präsentiert sich die Bauwirtschaft nach wie vor schwach. In Sachen Infrastrukturbau gibt es in der Stadt und Umland von Perm noch viel zu tun.

Die Wirtschaft in der Region Perm (Permski krai) hat sich im Jahr 2010 nur langsam vom Schock der Krise erholt. Erst seit 2011 befinden sich die meisten Branchen wieder auf Wachstumskurs. Die Industrieproduktion stieg in den ersten zehn Monaten 2010 um 7,3%. Der Wert der umgesetzten Waren und Dienstleistungen im Verarbeitenden Gewerbe belief sich auf 524 Mrd. Rubel (13 Mrd. Euro; Jahreswechselkurs 2010 laut Deutsche Bundesbank: 1 Euro = 40,26 Rubel), davon entfielen über 300 Mrd. Rbl auf chemische Produkte, Erdöl und Kokskohle.
Klar ist: Die Wirtschaft der Region Perm steht und fällt mir der Entwicklung im Chemiesektor. Eine führende Rolle spielen die Konzerne Mineralnye Udobrenie, Sibur und Lukoil. Alle drei Firmenkomplexe liegen auf dem Stadtgebiet Perms - entlang einer einzigen Straße, der Uliza Promyschlennaja. Die Konzerne entlang dieser Straße haben zwei erfolgreiche Jahre hinter sich. Bereits 2010 ist die Chemieproduktion der Region um ein Drittel gestiegen, die Erzeugung von Kunststoffen legte sogar um 40% zu.
Und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Das zeigt sich am Bespiel eines der größten Unternehmen der Region Perm: OAO Mineralnye Udobrenija. Der Düngemittel-Hersteller hat 2010 einen Umsatz von 6,25 Mrd. Rubel (knapp 150 Mio. Euro; EZB-Wechselkurs vom 7.12.2011: 1 Euro = 41,82 Rubel) erzielt; in den ersten drei Quartalen 2011 waren es bereits 6,4 Mrd. Rbl - knapp 30% mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Ein Großteil der Produktion von Karbamid und Ammoniak wird exportiert - nach Europa oder Lateinamerika. Auch deutsche Unternehmen kaufen Ammoniak aus Perm.
Das zeigt: 2011 ist ein gutes Jahr für die Chemiebranche. Und nicht nur in dieser Branche. Die Agrarbetriebe verzeichneten von Januar bis Oktober 2011 ein Produktionswachstum um 15,3%. Im gleichen Zeitraum stiegen die Einzelhandelsumsätze stiegen um 5,1% im Vergleich zu den ersten zehn Monaten 2010. Kein Wunder: Schließlich lag das Durchschnittseinkommen in der Region Perm im Oktober 2011 bei 19.600 Rubel und damit gut 2.000 Rubel über dem Niveau vor einem Jahr. Die Menschen haben mehr Geld für Konsum in der Tasche und geben es aus. Restaurants, Kinos, Freizeitzentren und Kaufhäuser sind selbst an oder nach Werktagen gut besucht.
Der Regionalhaushalt des Permski krai in Zahlen (in Mrd. Rubel)

Jan bis Okt. 2010 Jan. bis Okt. 2011
Einnahmen 70,6 78,2
Ausgaben 69,5 70,3
Haushaltsüberschuss 1,1 7,9
Quellen: Investment Assistance Agency Perm region, Statistikamt
Doch der Aufwärtstrend ist noch nicht in allen Sektoren angekommen: Die Bauwirtschaft ist und bleibt das Sorgenkind in der Region westlich des Uralgebirges. Die Bauleistungen sanken von Januar bis Oktober 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,1%, wie das Statistikamt Permstat ermittelt hat. In den ersten zehn Monaten 2011 wurden gerade einmal 460.000 qm Wohnfläche fertig gestellt - um 20.000 qm weniger als vor einem Jahr.
Region Perm - wirtschaftliche Kennziffern

2008 2009 2010
Bruttoinlandsprodukt(Veränderung in % zum Vorjahr) 4,9 -8,4 k.A.
Industrieproduktion (Veränderung in % zum Vorjahr) 0,3 -14,5 18,2
Einzelhandelsumsatz (Veränderung in % zum Vorjahr) 7,9 -6,2 1,6
Bruttoanlageinvestitionen (Veränderung in % zum Vorjahr) 1,1 -16,3 -4,8
Zufluss von Investitionen (in Mio. US$) 475 346 486
.davon Direktinvestitionen (in Mio. US$) 131 43 68
Bevölkerung (Mio. Einwohner) 2,7 2,7 2,6
Durchschnittslöhne (in Rubel) 14.774 15.227 17.437
Quellen: Investment Assistance Agency Perm region, Statistikamt
Die Bruttoanlageinvestitionen sind im Jahr 2010 um 4,8% gesunken und beliefen sich auf 130 Mrd. Rubel (circa 3 Mrd. Euro). Dafür haben sich die ausländischen Investitionen in der Region Perm gut entwickelt. Die Zuflüsse von 486 Mio. US$ lagen um 41% über denen des Vorjahres. Die ausländischen Direktinvestitionen stiegen sogar um den Faktor 1,6 auf 68 Mio. $.
In Perm sind bereits einige deutsche Unternehmen mit Produktionsstätten vertreten. Dazu zählt auch Siemens. Zusammen mit dem russischen Partner SAO Iskra-Avigaz gründete der deutsche Konzern die Maschinenbaufirma OOO RusTurboMasch. Die Investitionen beliefen sich auf 60 Mio. Euro. Im Chemiesektor ist Degussa als Aktionär und Investor an dem Unternehmen Moskau-Stockhausen-Perm beteiligt. Seit zehn Jahren besitzt der deutsche Haushaltschemikalien-, Körperpflege- und Kleberhersteller Henkel den Waschmittelhersteller OAO Pemos in Perm. Der deutsche Gipsplattenproduzent Knauf stellt in der Region Baumaterialien für den russischen Markt her. Desweiteren sind vor Ort Transport- und Logistikfirmen sowie die Metro Cash and Carry Group vertreten.
Auch in den Bereichen Hightech und Nanotechnologie will die Region Perm Gas geben. Doch da mangelt es - wie in ganz Russland - oft an den rechtlichen Rahmenbedingungen. Wie etwa beim geistigen Eigentum und Patenten. "Unsere Wissenschaftler sind kluge Köpfe, doch ihre Erfindungen liegen oft jahrelang ungenutzt in der Schublade - aus Angst sie könnten geklaut werden", so Darja Terentewa im Interview mit Germany Trade & Invest. Frau Terentewa ist Geschäftsführerin der Gesellschaft International Exchange for Commercialization of Innovation (IECI). Das Unternehmen wurde erst im September 2011 auf Betreiben der Industrie- und Handelskammer Perm gegründet und hat als Ziel: Es soll Unternehmern und Forschern helfen beim Schutz geistigen Eigentums, beim Anmelden von Patenten und bei der Kommerzialisierung von wissenschaftlichen Ergebnissen.

Kontaktanschriften

Investment Assistance Agency Perm Region
uliza Oronikidze 12a, ofis 305, 614000 Perm
Tel.: 007 342/237 57 60, Fax: -235 00 40
Ansprechpartner: Oleg Schatow (Tel.: 007 902/804 13 05, E-Mail: shatov@investperm.ru)
OOO Lukoil-Perm
ul. Lenina 62, 614990 Perm
Tel.: 007 342/235 66 48, Fax: -235 68 07
OAO Mineralnyje udobrenija
ul. Promyschlennaja 96, 614055 Perm
Tel.: 007 342/220 73 11, -220 73 99
SAO Sibur-Chimprom
ul. Promyschlennaja 98, 614055 Perm
Tel.: 007 342/290 82 16, Fax: -290 86 60
International Exchange for Commercialization of Innovation (IECI)
ul. Petropawlowskaja 41, Büro 216, 614000 Perm
Tel.: 007 342/259 44 15, Fax: -259 44 18
(H.B.)

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