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Montag, 13. Mai 2013

Ukraine belohnt Schaffung neuer Arbeitsplätze mit 50% Discount auf Sozialversicherung

Neue Verordnung verabschiedet / Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung erneut verschoben
Von Igor Dykunskyy und Christian Overhoff

Kiew/Bonn (gtai) - Die Hälfte des Sozialversicherungsbeitrages wird Arbeitgebern in der Ukraine, die neue Stellen schaffen, künftig erstattet. Eine entsprechende Verordnung hat das Ministerkabinett der Ukraine Mitte März 2013 verabschiedet. Die Initiative ist auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze und auf die Legalisierung der Gehaltsauszahlung ausgerichtet. Experten erwarten eine deutliche Reduzierung der Kosten, die mit der Gründung einer neuen Gesellschaft verbunden sind.

Gemäß der neuen Verordnung des Ministerkabinetts der Ukraine Nr. 153, die am 13.3.13 verabschiedet wurde, werden den Arbeitgebern, die neue Arbeitsplätze schaffen 50% des Sozialversicherungsbeitrags für jede angestellte Person erstattet. Damit ein Arbeitgeber in den Genuss dieser Begünstigungen durch die neue Verordnung kommen kann, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden.

Die Bestimmungen der Verordnung gelten für Arbeitgeber, die ab 2013 neue Arbeitsplätze schaffen und mit den neuen Mitarbeitern Arbeitsverträge abschließen, wobei die Höhe des Gehalts innerhalb der letzten 12 Kalendermonate ab dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses mindestens drei Mindestlöhne (rund 335 Euro) betragen soll (Der Mindestlohn beträgt zurzeit 1.147 UAH und steigt ab 1.12.13 auf 1.218 UAH). Sind diese Voraussetzungen durch den Arbeitgeber erfüllt, ist dieser zu einer Rückerstattung des eingezahlten Sozialversicherungsbeitrags innerhalb der nächsten 12 Kalendermonate berechtigt, falls die Höhe des Gehalts beibehalten wird.

Werden die Arbeitsplätze reduziert, erlischt auch das Recht des Arbeitgebers auf die Rückerstattung. Um die Rückerstattung des Sozialversicherungsbeitrags zu beantragen, muss der Arbeitnehmer innerhalb von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses mit dem Arbeitnehmer eine Bescheinigung an den Pensionsfonds einreichen, in der bestätigt wird, dass die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Nach einer entsprechenden Überprüfung durch die Beamten des Pensionsfonds wird ein Beschluss bezüglich der Auszahlung der Rückerstattung erlassen. Die Auszahlung erfolgt monatlich.

Für den konkreten Fall, dass die Neueinstellung zum 1.1.2013 erfolgte, bedeutet dies: Die Sozialversicherungsbeiträge, die im Jahr 2013 vom Arbeitgeber bezahlt wurden, werden noch nicht erstattet. Die Rückerstattung beginnt erst nach dem Ablauf der zwölfmonatigen Fristen seit dem Abschluss eines Arbeitsvertrags mit dem neuen Mitarbeiter, also frühestens im Jahr 2014. Ferner hat der Arbeitgeber nur die Möglichkeit innerhalb eines Jahres eine 50% Rückerstattung des Sozialversicherungsbeitrages zu erhalten.

Die Verordnung des Ministerkabinetts der Ukraine ist auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze und auf die Legalisierung der Gehaltsauszahlungen gerichtet und wird in Zukunft zur Reduzierung der Kosten, die mit der Gründung einer neuen Gesellschaft verbunden sind, führen, erwartet Igor Dykunskyy, Rechtsanwalt in der Kanzlei bnt attorneys-at-law, Kiew. Zwischen 2 und 5 Mio. Bürger arbeiten in der Ukraine nicht legal, sagte die ukrainische Parlamentsabgeordnete Oksana Prodan (von der Oppositionspartei UDAR) Mitte März 2013.

Voraussetzung dafür, dass Arbeitnehmer unter die gesetzliche Sozialversicherung fallen, ist, dass der Arbeitslohn beziehungsweise das Gehalt von einem ukrainischen Unternehmen (einer Behörde, Organisation, Einrichtung usw.) gezahlt wird. Darunter fallen auch Niederlassungen und Repräsentanzen ausländischer Unternehmen.
Sozialbeiträge 2013 (in % der Bemessungsgrundlage; jeweils Arbeitgeberanteil)
Einheitsbetrag für die allgemeinverbindliche staatliche Sozialversicherung 36,76 bis 49,70 1)
Krankenversicherung Es gibt keine staatliche Krankenversicherung
Erläuterungen zu Beitragsbemessungsgrenzen derzeit das 17-Fache des Existenzminimums 2)
1) der Rentenversicherungsfonds administriert den Einheitsbetrag und führt aus dem Gesamtaufkommen anteilig Gelder an die drei anderen Sozialversicherungsfonds ab: an den Fonds für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, an den Arbeitslosenversicherungsfonds sowie an den Unfall-/Invalidenversicherungsfonds. Die Höhe des Einheitsbetrags ist gestaffelt je nach der Klasse des Betriebsrisikos (insgesamt 67 Risikoklassen) in der Unfall-/Invalidenversicherung ausgehend von der Tätigkeitsart;
2) seit dem 1.1.13 beträgt die Beitragsbemessungsgrenze 18.836 UAH. Im weiteren Jahresverlauf wird sie sich wegen fällig werdenden Anhebungen des Existenzminimums ab 1.12.13: 19.992 UAH betragen (offizieller durchschnittlicher Umrechnungskurs 2012: 1 Euro = 10,271 UAH).
Quellen: Ministerium für Sozialpolitik, bnt attorneys-at-law

Eine gesetzliche Krankenversicherung gibt es bisher nicht. Laut Aussagen des Gesundheitsministeriums von Anfang April 2013 wird zurzeit auch keine Einführung einer solchen geplant. Die Einführung einer obligatorischen Krankenversicherung (OMS) in der Ukraine ist damit erneut verschoben worden. Die Gesundheitsministerin Raisa Bogatirewa kündigte laut Zeitung Kommersant an, dass das entsprechende Gesetz erst 2015 wegen des Mangels an Ressourcen für eine komplette Gesundheitsreform angenommen werde. Ihr zufolge sei für die Einrichtung einer gesetzlichen Krankenversicherung zuvor eine vollständige Reform des Gesundheitssystems nötig.

Bis heute ist die Einführung der obligatorischen Krankenversicherung in der Ukraine für das Jahr 2014 geplant. Im Februar 2013 hatte Präsident Viktor Janukowitsch noch seine Bereitschaft zur Schaffung dieser Krankenversicherung unterstrichen. Es seien alle rechtlichen Dokumente bereit. Das Konzept liege der Versicherungswirtschaft vor. Eine solche Reform würde zur Schaffung eines gesonderten staatlichen Fonds führen, in den ein gewisser Lohnanteil der Arbeitnehmer einfließen werde. Laut dem parlamentarischen Ausschuss für Gesundheit würde dies 3% der Lohnsumme betragen.

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Ansprechpartner: Igor Dykunskyy, LL.M. (Augsburg)
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