Sotschi-2014 gilt als eine der beliebtesten Marken / Seit Monaten sind die Media-Werte top Von Bernd Hones
Moskau
(gtai) - Das Logo der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi ist
beliebt wie kaum ein anderes. Die offiziellen Sponsoren nutzen das bei
ihren Werbekampagnen. Fünf Monate vor den Spielen versehen sie ihre
Produkte verstärkt dem Olympia-Emblem. Das gilt für den
Sportartikelhändler Sportmaster wie auch für Volkswagen. Dem
Erdölgiganten Rosneft und der Brauerei Baltika hat der russische
Gesetzgeber allerdings einen Strich durch die Reklame-Rechnung gemacht.
Die Marke Sotschi 2014 ist beliebt wie kaum eine andere in
Russland. Die Olympiasymbole werden bevorzugt in Fernsehclips gezeigt.
Nach Angaben der Agentur Initiative hat die Sportgroßveranstaltung im 2.
Halbjahr 2012 einen Gross Rating Point-Wert von über 20.000 erreicht.
Damit war sie die meistgesehene Marke für ein definiertes Publikum
überhaupt. Im 1. Halbjahr 2013 schnitt nur die Marke Schwarzkopf noch
prominenter ab als das sportliche Großereignis. Im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Sotschi-2014-Präsenz
von Januar bis Juni 2013 um das Dreifache.
Eine ganze Reihe
Werbetreibender hat die Erlaubnis mit dem Sportgroßereignis um
Konsumenten zu werben und das eigene Image zu pflegen. Zum einen sind
das die offiziellen Sponsoren, die im Herbst 2011 entsprechende Verträge
mit dem Organisationskomitee unterzeichnet hatten. Dabei handelt es
sich um mehrere dutzend Firmen, die insgesamt über 1,2 Mrd. US$ an
Sponsorengeldern aufbringen. Die einzelnen Summen weichen jedoch stark
voneinander ab, schreibt das Wirtschaftsblatt Wedomosti. So hätten die
acht größten Sponsoren gemeinsam fast 1 Mrd. US$ ausgegeben. Der
großzügigste Sponsor war Rosneft mit 180 Mio. US$, gefolgt von
Rostelekom und Megafon mit je 130 Mio. US$.
In diesem Jahr werben
lediglich vier Konzerne für sich: Volkswagen, Sberbank,
Procter&Gamble und Coca-Cola. P&G und Coca-Cola zählen zu den
langfristigen IOK-Sponsoren mit einem Vertrag für mehrere Olympiaden. Im
Vorjahr versuchten auch die Brauerei Baltika, der Mobilfunkanbieter
Megafon, Panasonic, die Sporthandelskette Sportmaster und der Ölkonzern
Rosneft medialen Nutzen aus dem Event zu ziehen. Doch seit 2013 ist
Alkoholwerbung in Russland verboten und die Staatsholding Rosneft hat es
wegen einer Gesetzesänderung für staatliche Einkäufe nicht geschafft,
rechtzeitig einen entsprechenden Tender auszuschreiben. Sportmaster will
ab Mitte Oktober, wenn es wieder Eishockeyausrüstung, Skier und
Schlitten im Sortiment gibt, massiv in die TV-Werbung einsteigen und
zwar noch intensiver als im Winter 2012/2013.
Außerdem hat
Sportmaster die Erlaubnis, die Olympiasymbole auf seinen Waren zu
verwenden. Es gibt Bälle, Eishockey-Pucks und -Schläger sowie Taschen
mit dem Ringe-Emblem oder dem offiziellen Sotschi 2014-Logo. Dasselbe
gilt für Volkswagen. Alle Autos, die bei Händlern in den Schaufenstern
stehen, sind mit dem Olympia-Symbol versehen. Kunden, die das Symbol
haben wollen, können es auch auf dem gekauften Modell erhalten, schreibt
die Wirtschaftszeitung Wedomosti.
Olympia-Dauersponsor Coca-Cola
ist dem Blatt zufolge äußerst zufrieden mit der Sportwerbung. Die
Olympischen Spiele sprechen vor allem ein junges Publikum an, sagt der
Russland-Chef des Getränkeherstellers, Wladimir Krawzow. Als Ergebnis
der Spiele in Peking sei der Bekanntheitsgrad der Marke von 19 auf 37%
gestiegen, so der Manager.
(H.B.)
(H.B.)
Zertifizierung
GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,
Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland