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Mittwoch, 25. Januar 2012

Gute Geschäfte mit Cremes und Düften in Russland

Markt für Kosmetika und Parfüms steigt zweistellig / Ausländische Konzerne dominieren auf der Anbieterseite / Von Gerit Schulze

Moskau (gtai) - Russlands Markt für Kosmetik- und Parfümerieartikel wächst deutlich schneller als die Gesamtwirtschaft. Für 2011 wird das Umsatzplus auf 13% geschätzt. Dabei legen Produkte im Premium-Segment überdurchschnittlich zu. Russische Anbieter verlieren immer mehr Marktanteile an westliche Hersteller. Dafür suchen die ausländischen Kosmetikriesen Übernahmekandidaten im Land oder bauen eine eigene Produktion auf. Der Direktvertrieb verliert gegenüber Einzelhandelsketten an Bedeutung.

Russlands Markt für Kosmetika war selbst in der Krise nicht zu bremsen. Jetzt, da die Wirtschaft wieder wächst, legen die Umsätze mit Cremes, Parfüms und Deos sogar zweistellig zu. Für 2011 schätzt die Consultingagentur Step by Step das Wachstum auf 13% und die Marktgröße auf knapp 12 Mrd. US$. Euromonitor erwartet ein Volumen von über 13,5 Mrd. US$. Für die kommenden Jahre werden Wachstumsraten zwischen 7 und 8% prognostiziert.
Während in der Rezession 2009 vor allem Massenware gefragt war, geht der Trend nun eindeutig zu Premium-Artikeln. Dabei sind Kosmetikartikel für Kinder und Männer gefragt, Anti-Aging- und Spa-Produkte sowie Sonnenschutz-Cremes.
Das deutsche Institut WPA expertis (http://www.wpa-expertis.com) hat im August 2011 eine repräsentative Studie zum Kaufverhalten der russischen Frauen in den vier größten Städten durchgeführt. Dabei gab jede dritte Befragte an, dass sie im kommenden Jahr mehr für dekorative Kosmetik (Lippenstifte, Lidschatten, Rouge etc.) ausgeben wolle. Für 78% der russischen Frauen ist Qualität laut der Umfrage das wichtigste Kaufkriterium. Es folgen der Ruf der Marke (74%) und Empfehlungen von Freunden (71%). Der Preis der Kosmetikartikel dagegen spielte nur für jede zweite Frau, die an der Umfrage teilnahm, eine entscheidende Rolle. Nur 12% der Russinnen vertrauen auf Testberichte.
Entwicklung des russischen Parfümerie- und Kosmetikmarktes
Jahr Umsatz in Mrd. US$ Wachstum in %
2009 9,7 bis 9,8 3 bis 5
2010 10,2 bis 10,4 5 bis 7
2011 11,7 13
Anmerkung: Das Marktforschungsinstitut Infoline bezifferte die Marktgröße für 2010 auf 9,2 Mrd. US$ (+14%). Euromonitor gab ein Volumen von 12,5 Mrd. US$ an (+9%).
Quelle: Marktforschungsunternehmen Step by Step
Der Kosmetikvertrieb ist in den letzten Jahren in Russland deutlich professioneller geworden. Der Anteil des "grauen" Marktes (Verkauf durch nichtlizenzierte Händler) ist von 80 auf 30% gesunken. Während die wilden Ramschmärkte unter freiem Himmel verschwinden, entstehen immer mehr Spezialgeschäfte für Kosmetikartikel. Ihr Anteil an den Gesamtumsätzen der Branche ist von 27% (2009) auf 35% im Jahr 2010 gestiegen. Ein zunehmend wichtiger Vertriebskanal sind außerdem die Apotheken, die auf diese Weise eine zusätzliche Einnahmequelle zum margenschwachen Arzneisortiment suchen. Besonders Hautpflegemittel und Hygieneartikel lassen sich in den Apotheken gut verkaufen. Drogerie-Ketten, wie in West- und Mittelosteuropa weit verbreitet, gibt es in Russland noch nicht.
Während der Internethandel immer mehr an Bedeutung gewinnt, gerät der Direktvertrieb ins Stocken. Nach Informationen der Wirtschaftszeitung "Ekonomika i schisn" ist der Anteil der Katalogversender am russischen Kosmetikmarkt von 24,2% (2009) auf 23% (2010) gesunken. Die drei größten Anbieter in Russland sind Oriflame, Avon und Amway. Deren Umsätze waren zuletzt langsamer gestiegen als der Gesamtmarkt.
Avon und Oriflame legten 2010 um etwa 6% zu, bleiben aber die beiden größten Kosmetikhändler in Russland. Erst dahinter folgt die Parfümeriekette L'Étoile, zu der inzwischen 650 Geschäfte in 180 Städten des Landes gehören.
Russlands größte Parfümerie- und Kosmetikhändler
Unternehmen (Vertriebsart) Umsatz 2009 in Mrd. Rbl Umsatz 2010 in Mrd. Rbl Veränderung in %
Avon (Direktvertrieb) 22,91 24,29 6
Oriflame (Direktvertrieb) 18,82 19,99 6
OOO Alkor i Ko (Ladenketten L'Étoile und Bon Joli) 15,38 17,23 12
Amway 14,23 14,70 3
OOO Aroma Ljuks (Ladenkette Rive Gauche) 10,20 13,26 30
OAO Jedinaja Jewropa-S.B (Ladenketten Ile de Beaute, Sephora) 8,83 10,18 15
Mary Kay (Direktvertrieb) 7,62 7,89 4
Gruppa Faberlic (Direktvertrieb) 3,22 4,44 38
Quelle: Infoline (zitiert nach Tageszeitung "Kommersant")
Die gute Marktentwicklung lockt internationale Konzerne nach Russland. Im Juni 2011 hat die deutsche LR Health & Beauty Systems ihr Geschäft gestartet. Über die Millionenstädte soll das Land erschlossen werden. In Sankt Petersburg plant das Direktvertriebsunternehmen ein Distributionszentrum. Außerdem will der deutsche Henkel-Konzern in der Ural-Metropole Perm ein neues Logistikzentrum für Reinigungsmittel errichten.
Andere ausländische Anbieter bauen eigene Produktionsstätten oder kaufen einheimische Wettbewerber. Größter Deal war 2011 die Übernahme des Kosmetikriesen Kalina aus Jekaterinburg durch Unilever. Der niederländisch-britische Konzern hat 17,4 Mrd. Rubel (416 Mio. Euro; Wechselkurs am 8.12.2011: 1 Euro = 41,87 Rubel) für 82% der Kalina-Aktien bezahlt. Anfang 2012 sollen die restlichen Anteile erworben werden. Außerdem stellt Unilever dem russischen Hersteller einen Kredit über 4 Mrd. Rubel zur Verfügung.
Kalina ist mit einem Marktanteil von rund 3% der größte einheimische Hersteller von Parfümerie- und Kosmetikartikeln. Er erzielte 2010 einen Umsatz von 300 Mio. Euro (Unilever: 44 Mrd. Euro). Zu Kalina gehört auch der deutsche Hersteller DSN Cosmetics GmbH. Für Unilever bedeutet die Übernahme eine deutliche Verbesserung seiner Marktposition in Russland. Im Jahr 2010 erreichte der Konzern nur einen Marktanteil von 2,2% und damit deutlich weniger als die internationalen Wettbewerber Procter & Gamble und L'Oreal.
Marktanteile der größten Kosmetikhersteller in Russland
Jahr Marktanteil in %
Ausländische Hersteller
Procter & Gamble 12,0
L'Oreal 8,1
Avon Products 7,4
Oriflame Cosmetics 6,8
Henkel 4,6
Colgate-Palmolive 3,6
Beiersdorf 2,9
Amway 2,5
Unilever 2,2
Russische Hersteller
Kalina 3,1
Newskaja Kosmetika 1,2
PKK Wesna 0,7
Swoboda 0,5
KF Krasnaja Linija 0,5
Quelle: Euromonitor (zitiert nach Tageszeitung "Kommersant")
Russische Hersteller haben insgesamt gegenüber ausländischen Kosmetikmarken längst das Rennen verloren. Ihr Marktanteil wird auf höchstens 7 bis 8% geschätzt. Das liegt auch daran, dass die meisten westlichen Konzerne inzwischen eigene Produktionsstätten in Russland aufgebaut haben.
Die stark wachsende Nachfrage führt dazu, dass weiterhin neue Fabriken für Kosmetika entstehen. Im Moskauer Gebiet plant - nach Angaben der Verwaltung - ein polnischer Kosmetika-Herstellers aus dem Großraum Warschau den Bau einer Fertigungsstätte.
Oriflame errichtet derzeit in Krasnogorsk bei Moskau seine zweite russische Fabrik. Die Investitionen liegen nach Firmenangaben bei bis zu 175 Mio. Euro. Nach der Inbetriebnahme im Jahr 2013 soll es das weltweit größte Werk des Unternehmens (Hauptsitz Luxemburg) werden.
Der staatliche Nanotechnologiekonzern Rusnano beteiligt sich an einem Projekt von Nanoderm-profi (http://nanoderm.ru). Das Unternehmen will in Baschkortostan entwickelte Anti-Aging-Mittel, Hautreiniger und andere Produkte für Kosmetiksalons herstellen. Dabei soll die Technologie einer "doppelten Verkapselung" der Wirkstoffe angewandt werden.
Ein anderer russischer Hersteller für innovative Kosmetika, Nanosintes (http://hyamatrix.ru), hat mit Abnehmern in der Europäischen Union im Sommer 2011 Liefervereinbarungen über 30 Mio. Euro geschlossen. Das Unternehmen aus Orenburg im Südural investiert stark in Forschung und Entwicklung und ist auf Mittel zur Hautregeneration spezialisiert.
Wichtigste Fachmesse für Kosmetik und Parfümerie in Russland ist die "InterCHARM" (Oktober 2012, Krokus Expo Moskau). Einen Monat später findet auf dem gleichen Messegelände die "PharmTech/CosmoTech" statt, deren Schwerpunkt auf pharmazeutischen und kosmetischen Produkten liegt (26. bis 29.11.2012, http://www.pharmtech-expo.ru).

Kontaktanschrift

Rossijskaja Parfjumerno-kosmetitscheskaja Assoziazija
(Russischer Parfümerie- und Kosmetikverband)
119991 Moskau, uliza Lwa Tolstogo 5/1, Gebäude 1, office B-506
Tel.: 007 495 / 980 82 40, Fax: -980 82 42
E-Mail: info@pcar.ru, Internet: http://www.pcar.ru
(S.Z.)

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