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Donnerstag, 20. Februar 2014

Russen lieben innovative und hochwertige Sanitärarmaturen

Hotelbau treibt Nachfrage nach Duschköpfen und Wasserhähnen / Experten prognostizieren Wachstum bis 2018
Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Der russische Markt für Sanitärarmaturen wird dominiert von europäischen Herstellern. Besonders beliebt bei den Kunden im größten Land der Welt sind die deutschen Marken Grohe und Hansgrohe. Die Geschäftsaussichten für die kommenden Jahre sind gut. Zur Fußball-WM 2018 müssen neue Hotels gebaut werden. Da sind deutsche Sanitärarmaturen hoch gefragt. Außerdem spielen die Wohnbaustrukturen in Russland Qualitätsanbietern in die Hände.

Allein die russische Hauptstadt Moskau ist ein gewaltiger Absatzmarkt für deutsche Hersteller von Sanitärarmaturen. In den kommenden Jahren sollen in Russlands Metropole 150 neue Hotels gebaut werden. In den anderen zehn Städten, in denen 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, entstehen ebenfalls hunderte Hotels. Neue Bürokomplexe, Einkaufszentren, Krankenhäuser, Yachten, Flughäfen und Bahnhöfe - Russland ist ein riesiger Markt für Sanitärarmaturen: von Toilettenspülungen über Duschköpfe bis hin zu Wasserhähnen.

Das Marktvolumen in diesem Segment ist 2013 um 16,5% auf knapp 407 Mio. Euro gewachsen, schätzen die Marktexperten von BRG & Euroconstruct. Der Marktführer in Russland, Grohe, hält diese Einschätzung allerdings für übertrieben. Alexandra Kudrjawzowa, Grohe-Marketingdirektorin Osteuropa, geht für Sanitärarmaturen von einem Wachstum von 5 bis 7% aus. Auch 2014 dürfte die Nachfrage zwischen 5 und 8% steigen. Wobei: "Acht Prozent ist schon sehr optimistisch", sagt Marktexpertin Kudrjawzowa. In den Folgejahren bis 2017 erwartet sie keinen Boom, sondern eher verhaltenes Wachstum.
Marktvolumen für Sanitärarmaturen in Russland (in Mio. Euro; Wachstum in %)

2010 2011 2012 2013 *) 2014 *) 2015 *) 2016 *)
Marktvolumen, in Mio. Euro 305,6 327,1 349,1 406,9 446,0 482,6 509,1
Marktwachstum im Vergleich zum Vorjahr, in % 3,9% 7,0 6,7 16,5 9,6 8,2 5,5
*) Prognose
Quelle: BRG & Euroconstruct
Marktanteile der führenden Anbieter von Sanitärarmaturen in Russland (in %)
MS 2012 2013
GROHE 13,6 13,5
Hansgrohe 12,9 13,4
Geberit 4,5 4,5
Damixa/ AM:PM 3,3 4,1
Vidima/ Ideal Standard 3,0 3,3
Hansa 2,4 2,8
Roca 2,3 2,7
Kludi 1,4 2,7
Oras 2,0 1,9
Andere Europäische Branchenfirmen 14,7 12,1
Chinesische Firmen 27,0 29,0
Russische Firmen 13,0 10,0
Quelle: BRG & Euroconstruct

Der Grohe-Konzern, der seit kurzem zur japanischen Lixil Group gehört, hat seinen Umsatz in Russland 2013 um 18% erhöht - und damit wesentlich besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Im Jahr 2014 ist sogar ein Plus von 20% anvisiert. Treiber sollen die neue Vertriebsschiene E-Commerce und der Projektkanal sein. Abteilungsleiter Oliver Ries sieht vor allem im Bereich Hotelbau gute Absatzchancen für deutsche Hersteller. "Überall fehlen 3-Sterne-Hotels", sagt der Russlandkenner. Zurzeit seien etliche Projekte in der Planung. In vielen Fällen werden Wohngebäude in Hotels umgewandelt. Dagegen seien die Erwartungen auf einen Auftragsboom im Zuge der Südwest-Erweiterung der Hauptstadt Moskau bislang noch nicht eingetroffen. In den neuen Stadtgebieten sei noch kein nennenswerter Nachfrageanstieg zu verzeichnen, sagt Ries.

Hohe Erwartungen setzt Grohe in die Vorbereitung zur Fußball-WM 2018 in Russland. "Da müssen in Moskau und zehn weiteren Städten Hotels, Bahnhöfe, Flughäfen und Sportstätten gebaut werden", sagt Ries und verspricht sich davon starke Wachstumsimpulse bis 2018. Kein Wunder. Denn schon das größte Projekt Russlands seit Zusammenbruch der Sowjetunion, die Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, waren eine Goldgrube für den Konzern. Dort hat Grohe nicht nur Dutzende Hotels beliefert, sondern auch das Olympiastadion "Fischt". Das nagelneue Zentralstadion ist komplett mit Sanitärtechnik von Grohe ausgestattet. Dieselben Impulse erwartet Ries jetzt auch von der Vorbereitung auf die Fußball-WM.

Die starke Stellung deutscher Hersteller im Premiumsegment spiegelt jedoch nicht die Gesamtentwicklung wider. Der "Do it yourself"-Bereich wächst und damit auch die Nachfrage nach Produkten im einfachen, billigeren Segment. Da sind insbesondere chinesische Firmen erfolgreich. Denn die Kaufkraft in Russland steigt längst nicht mehr so schnell wie in den Jahren 2000 bis 2008; viele private Haushalte sind überschuldet. Die Verbraucher investieren eher in eine neue Lampe, Vorhänge oder eine neue Tischdecke, um ihrer Wohnung neuen Flair einzuhauchen. Für neue, hochwertige Wasserhähne oder Accessoires fürs Bad reicht es tendenziell immer seltener. Russischen Herstellern hilft dieser Trend dennoch nicht auf die Beine. Im Jahr 2013 haben sie sogar Marktanteile verloren. Nur noch jeder zehnte in Russland verkaufte Wasserhahn kam aus russischer Produktion.

Dem Trend zu Billigarmaturen entgegen wirken die Eigenheiten des russischen Wohnungsmarktes. Sie erhöhen die Marktchancen für hochwertige Armaturen. Mit Ausnahme von Sankt Petersburg, wo zunehmend schlüsselfertige Wohnungen und Häuser gekauft werden, erstehen die Kunden im Rest des riesigen Landes die meisten Wohnungen im Rohzustand. Also ohne Innenausbau. Damit entscheiden sie selbst, wie das Badezimmer und die Küche aussehen sollen. Die Immobilienpreise sind in der Regel auf deutschem Niveau, im Falle von Moskau sogar darüber. Wer sich also für den Kauf einer neuen Wohnung entschließt, der zahlt im Moskau nicht selten 5.000 bis 7.000 Euro für den Quadratmeter. Und knausert dann in der Regel auch nicht bei der Ausstattung der eigenen vier Wände.

Kein Wunder also, dass der Markt innovative und neue Produkte aufsaugt wie kaum ein anderer. "Ob teure Design-Duschköpfe, neue Trinkwasserfilter oder Wasserhähne mit Touchfunktion - bei solche Neuheiten liegt Russland als Absatzmarkt immer unter den drei bis fünf besten Regionen weltweit", sagt Oliver Ries. Allerdings ist Russland nicht gleich Russland. Es gibt gewaltige regionale Unterschiede innerhalb des riesigen Landes. Während die Metropolregionen Moskau, Sankt Petersburg und Tatarstan regelrecht boomen, läuft das Geschäft in Sibirien und im Fernen Osten verhalten. Dort haben chinesische Anbieter hohe Marktanteile.
Russischer Import von Armaturen (in Mio. US$)
HS-Pos. Bezeichnung 2011 2012 Darunter aus Deutschland
848110 Druckminderventile 68,8 79,6 21,7
848120 Ventile für ölhydraulische oder pneumatische Energieübertragung 111,5 104,0 31,3
848130 Rückschlagklappen und -ventile 82,3 94,1 11,2
848140 Überdruckventile und Sicherheitsventile 72,2 79,4 15,3
848180 Andere Armaturen und ähnliche Apparate (darunter auch Sanitärarmaturen) 1.612,6 2.512,8 328,5
848190 Teile 86,9 116,7 17,0
Quelle: UN Comtrade
Russischer Export von Armaturen (in Mio. US$)
HS-Pos. Bezeichnung 2011 2012
848110 Druckminderventile 9,99 18,1
848120 Ventile für ölhydraulische oder pneumatische Energieübertragung 7,58 13,0
848130 Rückschlagklappen- und ventile 10,52 10,4
848140 Überdruckventile und Sicherheitsventile 8,39 15,3
848180 Andere Armaturen und ähnliche Apparate, (Sanitärarmaturen und Ventile) 161,3 297,4
848190 Teile 15,9 25,8
Quelle: UN Comtrade

Kontaktanschriften:

Grohe
ul. Rusakowskaja 13, stroenije 1, 107140 Moskau
Tel.: 007 495/909 90 91, Fax: -909 90 92
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(Internetportal für Baumärkte)
(H.B.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland