Chinesische Hersteller drängen ins Land / Kamaz und Ford investieren
in Lkw-Produktion / Ersatzteilmarkt wächst
Von Bernd Hones
Moskau
(gtai) - Der russische Automobilmarkt wird 2015 um mindestens ein
Viertel auf 1,89 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge schrumpfen.
Autokredite sind zurzeit schier unerschwinglich. Dadurch geht die
Talfahrt beim Neuwagenverkauf weiter. Das kann auch die Verlängerung der
staatlichen Abwrackprämie nicht verhindern. Dagegen steigt der Absatz
von Gebrauchtwagen und von Ersatzteilen. Die Krise sehen chinesische
Hersteller als ihre Chance, den russischen Markt endlich zu erobern.
Der russische Automobilmarkt wird 2015 um mindestens ein Viertel
auf 1,89 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge schrumpfen. Das
prognostiziert das Automobil Manufacturers Committee bei der Association
of European Businesses (AEB) in Moskau. Diesem Komitee gehören alle
namhaften Kfz-Hersteller an, die in Russland Automobile produzieren und
verkaufen. Damit rückt für Russland nicht nur der erste Platz unter
Europas Top-Automobilmärkten in weite Ferne. Fest steht auch, dass viele
Produzenten in Russland ihre Kapazitäten aktuell nicht mehr auslasten
können.
Die AEB geht nicht als einzige Quelle von einem sehr
schwachen Jahr 2015 aus. Da Ministerium für Industrie und Handel sowie
der Branchenexperte Wladimir Bespalow von VTB-Kapital schätzten das
Minus Ende Dezember 2014 auf mindestens 10%. Der Chef der
Onlinehandelsplattform auto-dealer.ru, Oleg Dazkiw, rechnet mit einem
Einbruch um 15%. Pessimisten malen mit -40% ein Schreckensszenario an
die Wand.
Die Abwrackprämie, für die der russische Staat 2015
Mittel in Höhe von 10 Mrd. Rubel bereitstellt, wird den Negativtrend nur
abmildern, aber nicht stoppen. Die Automobilhersteller erhalten 60%
dieser Mittel, die Hersteller von Nutzfahrzeugen 40%.
Neue
Projekte stehen mehr denn in Frage, Neuansiedlungen von
Kfz-Teileherstellern ebenso. Dabei klagen Komponentenhersteller seit
jeher, dass die in Russland produzierten Stückzahlen einzelner Modelle
mit maximal 75.000 Stück - in den meisten Fällen aber noch viel weniger -
zu niedrig und damit für sie kaum rentabel sind. Der neuerliche
Einbruch am Absatzmarkt wird dieses Problem verstärken.
Neuerlicher
Einbruch deshalb, weil der Absatz von Pkw und leichten Nfz bereits im
Jahr 2014 um 10% auf knapp 2,5 Mio. Euro zurückgegangen ist. Dies,
obwohl Russland im 2. Halbjahr 2014 rund 12,9 Mrd. Rubel für ein
Abwrackprogramm für in Russland produzierte Pkw bereitstellte - und es
kürzlich bis Ende 2015 verlängerte. Und obwohl der dramatische
Kursverfall des Rubels die Käufer in den letzten Dezemberwochen in die
Autohäuser trieb.
Ein Grund für die geringe Nachfrage nach Kfz:
Die realen Geldeinkommen der Privathaushalte beginnen aufgrund der
Stagnation der Reallöhne und der hohen Inflation zu sinken. Unsicherheit
prägt die aktuelle Situation. Wie geht es weiter im Ukrainekonflikt?
Was macht der Erdölpreis? Welche Strategie schlägt die russische
Regierung ein? Was ist mit den Arbeitsplätzen? All das beunruhigt die
Bürger in den Großstädten zutiefst. Dasselbe gilt für Unternehmen. Sie
sparen zurzeit an allen Ecken und Enden - auch an den
Firmenwagenflotten.
Zu allem Überfluss knausert auch der russische
Staat bei der Erneuerung seines Fuhrparks. In den ersten elf Monaten
2014 bestellten russische Behörden um 28% weniger Automobile als im
selben Vorjahreszeitraum. Insgesamt orderten staatliche Stellen 2014
Kraftfahrzeuge im Wert von 29 Mrd. Rubel. Das waren 9% weniger als 2013,
als die Ausgaben für Transportmittel noch 31,6 Mrd. Rubel betrugen,
berichtet die Assoziation der elektronischen Handelsplattformen (AETP).
In Anbetracht des drastischen Rubelverfalls ergibt sich auf Eurobasis
ein noch fataleres Bild. Demnach sanken die Staatsaufträge von 747 Mio.
Euro auf 569 Mio. Euro. Das entspricht einem Rückgang um 24%.
Entwicklung des russischen Pkw-Marktes (Neuwagen, in 1.000 Stück) *)
| Kfz-Typ | 2013 | 2014 | Veränderung 2014/2013 in % |
| Pkw | 2.527 | 2.340 | -8 |
| Leichte Nutzfahrzeuge | 161 | 140 | -15 |
| Lkw | 106 | 88 | -21 |
| Busse | 14 | 11 | -25 |
*) vorläufige Zahlen 2014
Quelle: Autostat
Verkauf neuer Pkw und leichter Nutzfahrzeuge in Russland nach Marken (1.000 Stück)
| Marke | 2013 | 2014 | Veränderung 2014/2013 in % | |
| 1 | Lada | 456,3 | 387,3 | -15 |
| 2 | Kia | 198,0 | 195,7 | -1 |
| 3 | Nissan | 146,3 | 162,0 | 11 |
| 4 | Renault | 210,1 | 194,5 | -7 |
| 5 | Toyota | 154,8 | 162,0 | 5 |
| 6 | Hyundai | 181,2 | 179,6 | -1 |
| 7 | VW | 156,2 | 128,1 | -18 |
| 8 | Chevrolet | 174,6 | 123,2 | -29 |
| 9 | Mitsubishi | 78,7 | 80,1 | 2 |
| 10 | Ford | 106,7 | 66,0 | -38 |
Quelle: Association of European Businesses
Gleichzeitig
stiegen in Russland die Verkäufe von Gebrauchtwagen. Im Jahr 2014
wurden 6,1 Mio. Pkw umgemeldet. Das entspricht einem Plus von 6% im
Vergleich zum Vorjahr. Die Verkäufe von gebrauchten kleinen
Nutzfahrzeugen stiegen um 4% auf 469.000 Stück, die von gebrauchten Lkw
um 5% auf 319.000 Fahrzeuge. Der Absatz von gebrauchten Bussen lag mit
26.000 Stück nur knapp unter dem Vorjahresniveau.
Produktion von Kraftfahrzeugen in Russland sinkt
Produktion von Kraftfahrzeugen in Russland (in 1.000 Stück)
| 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | Januar bis November 2014 | Veränderung Jan.-Nov. 2014 / Jan.-Nov. 2013 (in %) | |
| Leichte Automobile (Pkw und leichte Nfz) | 1.210 | 1.740 | 1.971 | 1.916 | 1.600* | -10,3 |
| Autobusse | 40,9 | 44,2 | 57,1 | 52,9 | 38,3 | -20,6 |
| Lkw (inklusive Chassis, außer Muldenkipper) | 156 | 207 | 210 | 209 | 139,0 | -25,8 |
*) vorläufige Angabe; Quelle: Föderaler Statistikdienst
Wegen
der schlechten Auftragslage hat das AwtoWAZ-Management seinen
Mitarbeitern zusätzlichen Weihnachtsurlaub verordnet. Von 31.12.2014 bis
11.1.2015 hatten die Menschen in Russland gesetzliche Feiertage.
AwtoWAZ jedoch startete die Produktion erst wieder am 19.1.2015 - die
Mitarbeiter mussten eine Woche Betriebsurlaub nehmen. Betriebsferien und
Kurzarbeit führten auch andere OEMs ein.
Chinesische Hersteller investieren in Russland
Ganz
neue Projekte für Pkw, Lkw und Spezialfahrzeuge kündigen seit einigen
Monaten fast ausschließlich Unternehmen aus der VR China an. Great Wall
Motor will in der Region Tula ein Montagewerk für 250 Mio. Euro
errichten. Die geplante Kapazität beträgt 150.000 Fahrzeuge pro Jahr.
Zurzeit lässt Great Wall bei Awtotor in Kaliningrad und im Autowerk IMS
im Gebiet Moskau montieren.
Lifan plant ein Montagewerk mit
Schweißerei und Lackiererei in der Sonderwirtschaftszone Lipezk. Der Bau
des Werks soll im Januar 2015 beginnen und bis Frühjahr/Sommer 2017
abgeschlossen werden. Die Kapazität wird in der ersten Ausbaustufe
(Kosten: 150 Mio. $) jährlich 60.000 Pkw betragen. Später plant Lifan
noch einmal 150 Mio. $ zu investieren, um die Kapazität auf 100.000
Fahrzeuge pro Jahr zu erhöhen und ein Motorenwerk zu bauen.
Der
Hersteller Ford-Otosan (Türkei) traf Ende 2014 mit der Avtotor Holding
eine Vereinbarung für die Produktion von Lkw und Sattelschleppern der
Marke "Ford Trucks" in Russland. Die Fertigung der von Ford-Otosan
entwickelten Lkw und Sattelschlepper soll im Avtotor-Werk bei
Kaliningrad in Kürze aufgenommen werden.
Neue Projekte in der Automobilindustrie in Russland
| Unternehmen | Projekt | Anmerkung |
| Mazda | Motorenwerk in Wladiwostok im Fernen Osten | Kapazität: 50.000 Stück, Baubeginn: 2015, http://www.mazda.ru |
| Great Wall | Montagewerk für 250 Mio. US$ in der Region Tula | Kapazität: 150.000 Pkw, http://www.great-wall.com |
| Lifan | Montagewerk für 150 Mio. US$ in der Region Lipezk | Kapazität: 60.000 Pkw, http://www.lifan.com |
| GAC Motor (Guangzhou Auto) | prüft Möglichkeit der Eröffnung eines Montagewerks in Russland, Entscheidung soll 2015 gefällt werden | Kapazität: 50.000 Pkw |
| Hubei Yunyin Industrial | Joint Venture mit Oleonafta zur Produktion von Lkw in der Stadt Engels | Kapazität: 2.000 Lkw, http://www.cnyunyin.com |
| Ford-Otosan (Türkei) | Produktion von Lkw und Sattelschleppern der Marke "Ford Trucks" bei Avtotor in Kaliningrad | http://www.fordotosan.com.tr |
| Kamaz | Entwicklung neuer Lkw-Modelle, neuer Fahrerkabinen, Motoren nach Euro-6-Norm und neuer Elektrobusse (Nefaz) bis 2017; komplettes Re-Engineering der Motorenproduktion bis Ende 2016; neues Werk für Fahrerkabinen bis 2020 | Investitionsprogramm bis 2020: 60 Mrd. bis 80 Mrd. Rubel, http://www.kamaz.ru |
| UAZ (Sollers) | Reorganisation des Werksgeländes des Uljanowsker Automobilwerks - Einteilung in sechs Zonen: Werksgelände (Verkleinerung von 312 auf 50,2 ha), Zone Metallurgie, Zone "Wostok" - Industriepark, Zone "Sapad" - Wohnbebauung, Verwaltungs- und Geschäftszone, Zone für Hilfstätigkeiten | http://www.uaz.ru |
| Gruppe GAZ | Wartung und Reparatur der Produktionslinien in den Neujahrsferien vom 12.-25. Januar 2015; Vorbereitung der Produktion neuer Modelle im Laufe des Jahres 2015; Produktion des Ganzmetall-Kleintransporters GAZel next: Installation neuer Schweißlinien, Einbau neuer und Modernisierung vorhandener Hebearme und Transportsysteme für die Karosserien | http://www.gaz.ru |
Quellen: Russische Wirtschaftszeitungen, Recherchen von Germany Trade and Invest
Kfz-Teile-Primärmarkt leidet unter Absatzeinbruch am Neuwagenmarkt
Die
Automobilzulieferindustrie leidet unter der schlechten Konjunktur.
Außerdem ist zurzeit noch völlig unklar, wie es nach dem Auslaufen der
Vereinbarungen zur industriellen Montage ab 2018 beziehungsweise 2020
mit der russischen Automobilindustrie weitergehen wird. Denn nach der
jetzigen Lage fallen für OEMs dann alle Anreize weg, weiter zu
lokalisieren. Der 5%ige Zollsatz auf den Import von Kfz-Komponenten wird
als Argument nicht mehr ausreichen, um auf russische Strukturen bei der
Teilezulieferung zu setzen. Andererseits: Der schwache Rubel drückt die
Kosten für den Aufbau einer Produktion. Wer jetzt antizyklisch
investiert, spart viel Geld und kann durchstarten, wenn sich der Markt
in zwei, drei Jahren wieder erholt.
Das ist womöglich auch die
Strategie der Firma Mubea. Das deutsche Unternehmen will in der
Sonderwirtschaftszone Togliatti eine Produktion für Kfz-Federn eröffnen.
Das meldet das russische Onlineportal Hubprom.ru. Die Investitionen
betragen 717 Mio. Rubel. Der Produktionsstart soll 2016 erfolgen.
Künftig könnte Mubea auch Federbandschellen und weitere Komponenten
herstellen, heißt es weiter. Über das Engagement von Mubea hatte Germany
Trade & Invest schon Anfang 2013 berichtet. Schon damals galt das
Unternehmen als Resident der Sonderwirtschaftszone.
Der türkische
Sitzproduzent Martur will in der Region Uljanowsk eine Produktion für
Autositze aufbauen. Die Investitionen allein in die Ausrüstung sollen
bei 5 Mio. Euro liegen, berichtet die Wirtschaftszeitung Wedomosti. An
dem neuen Standort an der Wolga will Martur jährlich 150.000 Autositze
fertigen und an Renault in Moskau sowie an AwtoWAZ in Togliatti liefern.
Neue Projekte in der Kfz-Zulieferindustrie
| Unternehmen | Projekt | Anmerkung |
| Mubea | Kfz-Feder-Produktion in Togliatti bis 2016 | Investition: 717 Mio. Rubel, http://www.mubea.com |
| Martur (Türkei) | Einrichtung einer Produktion von Auto-sitzen im Gebiet Uljanowsk für 5 Mio. Euro | Kapazität: 150.000 Autositze pro Jahr, http://www.martur.com.tr |
| Palfinger | zwei Joint Venture mit Kamaz zur Herstellung, zum Einbau, zum Vertrieb und zur Wartung von Lkw-Aufbauten (Lade- und Handlinggeräte) | Produktion von 80.000 Zylindern für Lkw, Krane und Baumaschinen bis 2019, http://www.palfinger.com |
| Unipres | Werk für Karosserieelemente in Sankt Petersburg (Investition: 42 Mio. Euro) | Fertigstellung: Ende 2015, http://www.unipres.co.jp |
| KSPG Automotive (Pierburg Pump Technology, Neuss) | Werk für Kfz-Kühlmittelpumpen in Pskow, auf dem Gelände des Kfz-Teile-Herstellers OAO Avtoelektroarmatura (AVAR), Investition: 20 Mio. bis 30 Mio. Euro | Kapazität: 150.000 Einheiten, geplanter Produktionsbeginn: 2015, http://www.kspg.com, http://www.zavodavar.ru |
Quellen: Russische Wirtschaftszeitungen, Recherchen von Germany Trade and Invest
Markt für Ersatzteile wuchs 2014 um 7,3%
Im
Gegensatz zum Primärmarkt für Komponenten, also dem Direktverkauf an
Automobilunternehmen, hat der Ersatzteilemarkt 2014 um 7,3% auf etwa
24,14 Mrd. US$ zugelegt. Im Vorjahr hatte das Marktvolumen 22,5 Mrd. $
betragen; dies entsprach einem Plus von 10,1% gegenüber 2012 (laut
Autostat). Das liegt auch daran, dass der Fuhrpark trotz sinkender
Absatzzahlen insgesamt größer wird. Während 2013 rund 39,3 Mio.
Automobile über Russlands Straßen rollten, so waren es Ende 2014 schon
41 Mio. Autos. Ungeachtet der schwachen Konjunktur wird der Fuhrpark
jährlich um 3,5 bis 4,5% größer. Das ist eine ordentliche Grundlage für
weiterhin stabile Wachstumsraten am Sekundärmarkt für Kfz-Teile.
Lastkraftwagen: Kamaz investiert 60 Mrd. bis 80 Mrd. Rubel bis 2020
Der
russische Lkw-Markt ist 2014 um 21% auf 88.000 Stück eingebrochen. Das
geht aus einem Report der Marktforschungsagentur Autostat hervor. Dem
konnte sich auch Russlands größter Hersteller schwerer Lkw nicht
entziehen: Kamas dürfte 2014 knapp 23.700 Lkw verkauft haben. Das sind
15% weniger als im Vorjahr. Angesichts des Abwärtstrends definiert der
Konzern seine Ziele bis 2020 neu. So rechnet Kamas in sechs Jahren nur
noch mit einer Produktion von 60.000 bis 70.000 Lkw, bisher waren 80.000
Stück geplant. Der Umsatz dürfte auch nicht 350 Mrd. Rubel betragen,
sondern nur 230 Mrd. bis 270 Mrd. Rubel. Das EBITDA ist von 14% auf 8
bis 10% geschrumpft. Die Investitionen werden sich bis 2020 auf 60 Mrd.
bis 80 Mrd. Rubel belaufen. Über diesen Betrag hat Kamas kürzlich
Staatsgarantien erhalten.
Kurzfristig geht es am Lkw-Markt weiter
bergab. Autostat-Geschäftsführer Sergei Udalow prognostiziert einen
weiteren Einbruch des Absatzes um 20 bis 30%. Die Marktexperten von
Scania halten diese Prognose für durchaus realistisch. Auch Kamas
rechnet mit einem Rückgang der Lkw-Verkäufe im Jahr 2015.
Die
russische Regierung will den Lkw-Absatz stützen. Die Abwrackprämie gilt
auch für Lkw. Ferner will das Industrie- und Handelsministerium ab
1.7.2015 über 28 Jahre alte Lkw von russischen Straßen verbannen. Ein
entsprechender Gesetzentwurf sieht zudem vor, das zulässige Höchstalter
von Nutzfahrzeugen künftig weiter zu beschränken.
Russische Regierung startet Programm zum Kauf von Bussen
Auch
Busse aus Sowjetzeiten könnten schon bald aus den russischen Städten
verschwinden. Das Industrie- und Handelsministerium plant ein Fahrverbot
für über 25 Jahre alte Busse.
Außerdem startet die russische
Regierung ein Programm zum Kauf von 1.497 Bussen und 1.000 Fahrzeugen
für die Kommunalwirtschaft in den russischen Regionen. Gewährt werden
die Zuschüsse aber nur für den Erwerb von Gas-betriebenen Kfz, die
innerhalb der Zollunion gebaut wurden. Für einen Bus gibt es aus dem
föderalen Budget zwischen 130.000 bis 3 Mio. Rubel, bei Spezialtechnik
100.000 bis 3 Mio. Rubel.
Die Stadt Nischni Nowgorod will 144
Busse leasen. Dabei wird es sich ausschließlich um Busse handeln, die
mit komprimiertem Gas betrieben werden. Davon sollen 100 Stück je 110
Passagiere transportieren können. Der Rest sollen Niederflurbusse sein.
Die Busse sollen bereits im März 2015 an die Stadt übergeben werden. Der
Leasing-Vertrag soll bis 23. Dezember 2022 laufen.
Stand: Januar 2015
(H.B.)
Zertifizierung
GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,
Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland