Fahrzeugbau, Luftfahrtindustrie und Waggonbauer ordern neue Anlagen / Hilfe für einheimische Hersteller / Von Gerit Schulze und Edda Wolf
Moskau (gtai) - Deutschlands Werkzeugmaschinenbauer blicken wieder deutlich optimistischer auf den russischen Markt. Nach zwei Jahren Absatzrückgang dürfte 2011 ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) rechnet mit einem Exportplus von 8% in Richtung Russland.
Auf der wichtigen Fachmesse "Metalloobrabotka" in Moskau zeigten sich die deutschen Aussteller entsprechend zuversichtlich. (Kontaktanschrift)
Russland rückt nach zwei Krisenjahren wieder ins Blickfeld der deutschen Werkzeugmaschinenbauer. Die boomenden Kfz-Montagewerke und die Kfz-Zulieferbranche, die Luft- und Raumfahrtindustrie, der Energieanlagenbau, der Waggon- und Eisenbahnbau sowie der russische Maschinenbau selbst sorgen für neuen Schwung beim Absatz von Dreh- und Fräsmaschinen, Stanz- und Biegemaschinen und Bearbeitungszentren.
Russland ist der drittwichtigste Auslandsmarkt für die deutschen Hersteller. Nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) hat das Land seit 1999 seinen Werkzeugmaschinenverbrauch verachtfacht auf einen Wert von 1,4 Mrd. Euro. Die russische Regierung rechnet damit, dass der heimische Markt für Werkzeugmaschinen in den nächsten fünf Jahren ein Volumen von über 3 Mrd. Euro erreicht. Der Modernisierungsbedarf der russischen Industrie ist nach Einschätzung des VDW immens und damit auch das Geschäftspotenzial für Produktionsausrüster.
"Nachdem die Einnahmen aus dem Rohstoff- und Energiegeschäft wieder sprudeln, ist der Weg für Investitionen in die Industrieausrüstung frei", erklärte VDW-Vorsitzender Martin Kapp. Er erwartet für 2011 ein Wachstum von 8% im Vergleich zum Vorjahr und damit deutlich mehr als auf den westeuropäischen Märkten.
Diese optimistische Stimmung teilten auch die über 60 deutschen Aussteller auf der Moskauer Fachmesse "Metalloobrabotka" im Mai 2011 (Messezentrum ExpoCenter). "Alle deutschen Firmen, die in Russland Geschäfte machen, waren vertreten. Das Interesse der Fachbesucher war deutlich besser als im Jahr zuvor, und die Aussteller waren sehr zufrieden", sagt Klaus-Peter Kuhnmünch, der den Verband Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken vor Ort vertrat.
Trotz der wieder anziehenden Aufträge ist es für die deutschen Werkzeugmaschinen-Hersteller immer wichtiger, ihr Engagement in Russland zu verstärken. "Eine reine Bearbeitung des Marktes von Deutschland aus ist schwierig", erklärt VDW-Experte Kuhnmünch. "Das Land ist zu groß und hat sehr viele starke Industrieregionen. Deshalb bauen immer mehr Unternehmen eigene Gesellschaften für Vertrieb und Service in Russland auf. Damit sind sie dann deutlich erfolgreicher."
Die Gildemeister AG geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Bielefelder Unternehmen plant in der Region Uljanowsk den Aufbau einer eigenen Fabrik. Wie russische Medien berichteten, wurde Ende Mai 2011 eine Absichtserklärung zwischen Gildemeister und der Gebietsverwaltung unterzeichnet. Demnach sollen ab Jahresende für 20 Mio. Euro eine Fertigungsstätte für Werkzeugmaschinen und ein Ausstellungssaal entstehen. Gildemeister will rund 200 Arbeitskräfte an dem Standort beschäftigen.
Solche Projekte sind der russischen Staatsführung natürlich willkommen. Sie will dem eigenen Maschinenbau und vor allem den Werkzeugmaschinenfabriken wieder auf die Sprünge helfen. Zu Sowjetzeiten war das Land weltweit der drittwichtigste Hersteller von Metallbearbeitungsmaschinen. Heute liegt Russland nur noch auf Platz 22. Die Inlandsproduktion an Werkzeugmaschinen hat sich zwischen 2007 und 2009 von 19.700 auf 9.500 halbiert. Im Jahr 2010 gab es wieder einen leichten Anstieg auf 11.200 Maschinen, davon 9.100 Metallbearbeitungsmaschinen. Ein Drittel der Produktion entfällt auf Zerspanungsmaschinen.
Laut russischer Regierung ist die Zahl der Metallbearbeitungsmaschinen, die in der Industrie eingesetzt werden, seit 1990 um eine Million Stück gesunken. Die verbliebenen 1,5 Mio. Maschinen sind im Durchschnitt bereits 20 Jahre in Betrieb. Pro Jahr benötigt die russische Industrie etwa 50.000 neue Metallbearbeitungsmaschinen. Diesen Bedarf kann die einheimische Industrie, wie beschrieben, derzeit nicht decken. Untersuchungen haben ergeben, dass bis 2015 etwa 700.000 neue Maschinen und Anlagen im Wert von rund 20 Mrd. Euro angeschafft werden müssten. Beispielsweise soll das "Tscheljabinsker Traktorenwerk - Uraltrak" ( http://chtz.ru 11.000 Beschäftigte; Tochtergesellschaft der OAO NPK Uralwagonsawod, www.uvz.ru) umfassend modernisiert und eine Serienproduktion leistungsfähiger Dieselmotoren eingerichtet (Investition: 13 Mrd. Rubel, rund 325 Mio. Euro) werden. Das Re-Engineering russischer Betriebe eröffnet deutschen Herstellern enorme Absatzchancen.
Allerdings könnten sie künftig mehr Konkurrenz durch russische Werkzeugmaschinen-Hersteller bekommen. Das Regierungsprogramm "Entwicklung des einheimischen Werkzeugmaschinenbaus und der Werkzeugindustrie (2011 bis 2016)" sieht vor, dass der Inlandsausstoß auf 75.000 Werkzeugmaschinen steigt. Jährlich sind dafür 250 Mio. Euro Investitionen in die Branche vorgesehen.
Die Uraler Maschinenbau-Korporation "Pumori-SIZ" ( www.pumori.ru) plant in Jekaterinburg den Bau von zwei Werken für die Herstellung von Zerspanungswerkzeugen und Werkzeugmaschinen. Sie sollen auf dem Gelände des Technoparks "Averon" entstehen, wo Modelle für medizinische und Industrieausrüstungen entwickelt werden. Verhandlungen über eine finanzielle Beteiligung an diesem Projekt werden mit der japanischen Firma OKUMA (OKUMA Europe GmbH, Präsident: Karl-Heinz Dreyer, www.okuma.de) geführt. Die Ausgangsmaterialien für die Zerspanungswerkzeuge will Pumori-SIZ vom Kirovgrader Werk für Hartmetalle (es ist das einzige Unternehmen in Russland, das verschiedene Sorten von Hartmetallen und fortschrittliche Formen von Hartmetallerzeugnissen - darunter Sinterhartmetalle - herstellt, www.kzts.ru) kaufen. Diese Partnerschaft soll eine hohe Qualität der russischen Instrumente und die Konkurrenzfähigkeit mit ausländischen Firmen gewährleisten.
An der Modernisierung der Branche ist auch der Staatskonzern Rosnano ( www.rusnano.com) beteiligt, der Nanotechnologie-Projekte unterstützt. In Rybinsk bei Jaroslawl entsteht derzeit eine Produktion von Zerspanungswerkzeugen mit nanostrukturierter Oberfläche. Bereits Mitte Dezember 2010 nahm in der Stadt Ufa das Werk "Titan ECM" ( www.titanecm.ru) zur Produktion von elektrochemischen Werkzeugmaschinen für die Herstellung von Teilen aus nanostrukturierten Materialien seinen Betrieb auf. Es gehört der Gesellschaft ECM (ElectroChemical Machining, gegründet 2009, www.indec-ecm.com), deren Hauptanteilseigner RVT-Invest ( http://rvtinvest.ru Kontrollaktienpaket) und Rosnano (39%) sind.
1) seit 2010 in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten (stand vor dem Konkurs), aber Teilnahme an der Messe "Metalloobrabotka 2011";
2) Im November 2010 hat ein Gläubiger den Konkurs beantragt, aber Teilnahme an der Messe "Metalloobrabotka 2011".
Hinweis: Liste von russischen Unternehmen des Werkzeugmaschinenbaus: www.stankoinstrument.ru/alfavitnyy_ukazatel_pr Teilnehmerliste der Messe "Metalloobrabotka": www.metobr-expo.ru/en/participants_list/
Quelle: Recherchen von Germany Trade and Invest
Deutschland ist vor Italien und der VR China das wichtigste Lieferland bei Werkzeugmaschinen für Russland. Nach zwei Jahren Umsatzrückgängen in Folge können die deutschen Hersteller 2011 in Russland wieder mit einem Plus rechnen. Im 1. Quartal 2011 sind die Lieferungen nach Angaben des VDW um 4% gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen. Dabei waren Teile und Zubehör das stärkste Liefersegment. Offenbar modernisieren die russischen Kunden zunächst ihre bestehenden Anlagen, bevor sie neue Maschinen anschaffen.
Russland ist aber nicht nur Importeur von Werkzeugmaschinen. Laut VDW kaufen deutsche Unternehmen pro Jahr auch zwischen 150 und 200 Maschinen in Russland ein (2010: 61 Maschinen, Einfuhrwert: 2,8 Mio. Euro).
Quelle: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW)
Quelle: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW)
SAO Objedinenije "Universalnyje wystavki", Tel./Fax: 007 343 / 355 00 49, -355 01 49, E-Mail: mail@unexpo.ru, Internet: www.unexpo.ru
Ansprechpartner: Klaus-Peter Kuhnmünch (organisiert das EMO-Russland-Seminar)
Corneliusstraße 4, 60325 Frankfurt/Main
Tel.: 069 / 756 081 37, Fax: -756 081 11
E-Mail: kp.kuhnmuench@vdw.de, Internet: www.vdw.de
(S.Z./E.W.)
Auf der wichtigen Fachmesse "Metalloobrabotka" in Moskau zeigten sich die deutschen Aussteller entsprechend zuversichtlich. (Kontaktanschrift)
Russland rückt nach zwei Krisenjahren wieder ins Blickfeld der deutschen Werkzeugmaschinenbauer. Die boomenden Kfz-Montagewerke und die Kfz-Zulieferbranche, die Luft- und Raumfahrtindustrie, der Energieanlagenbau, der Waggon- und Eisenbahnbau sowie der russische Maschinenbau selbst sorgen für neuen Schwung beim Absatz von Dreh- und Fräsmaschinen, Stanz- und Biegemaschinen und Bearbeitungszentren.
Russland ist der drittwichtigste Auslandsmarkt für die deutschen Hersteller. Nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) hat das Land seit 1999 seinen Werkzeugmaschinenverbrauch verachtfacht auf einen Wert von 1,4 Mrd. Euro. Die russische Regierung rechnet damit, dass der heimische Markt für Werkzeugmaschinen in den nächsten fünf Jahren ein Volumen von über 3 Mrd. Euro erreicht. Der Modernisierungsbedarf der russischen Industrie ist nach Einschätzung des VDW immens und damit auch das Geschäftspotenzial für Produktionsausrüster.
"Nachdem die Einnahmen aus dem Rohstoff- und Energiegeschäft wieder sprudeln, ist der Weg für Investitionen in die Industrieausrüstung frei", erklärte VDW-Vorsitzender Martin Kapp. Er erwartet für 2011 ein Wachstum von 8% im Vergleich zum Vorjahr und damit deutlich mehr als auf den westeuropäischen Märkten.
Diese optimistische Stimmung teilten auch die über 60 deutschen Aussteller auf der Moskauer Fachmesse "Metalloobrabotka" im Mai 2011 (Messezentrum ExpoCenter). "Alle deutschen Firmen, die in Russland Geschäfte machen, waren vertreten. Das Interesse der Fachbesucher war deutlich besser als im Jahr zuvor, und die Aussteller waren sehr zufrieden", sagt Klaus-Peter Kuhnmünch, der den Verband Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken vor Ort vertrat.
Trotz der wieder anziehenden Aufträge ist es für die deutschen Werkzeugmaschinen-Hersteller immer wichtiger, ihr Engagement in Russland zu verstärken. "Eine reine Bearbeitung des Marktes von Deutschland aus ist schwierig", erklärt VDW-Experte Kuhnmünch. "Das Land ist zu groß und hat sehr viele starke Industrieregionen. Deshalb bauen immer mehr Unternehmen eigene Gesellschaften für Vertrieb und Service in Russland auf. Damit sind sie dann deutlich erfolgreicher."
Die Gildemeister AG geht sogar noch einen Schritt weiter. Das Bielefelder Unternehmen plant in der Region Uljanowsk den Aufbau einer eigenen Fabrik. Wie russische Medien berichteten, wurde Ende Mai 2011 eine Absichtserklärung zwischen Gildemeister und der Gebietsverwaltung unterzeichnet. Demnach sollen ab Jahresende für 20 Mio. Euro eine Fertigungsstätte für Werkzeugmaschinen und ein Ausstellungssaal entstehen. Gildemeister will rund 200 Arbeitskräfte an dem Standort beschäftigen.
Solche Projekte sind der russischen Staatsführung natürlich willkommen. Sie will dem eigenen Maschinenbau und vor allem den Werkzeugmaschinenfabriken wieder auf die Sprünge helfen. Zu Sowjetzeiten war das Land weltweit der drittwichtigste Hersteller von Metallbearbeitungsmaschinen. Heute liegt Russland nur noch auf Platz 22. Die Inlandsproduktion an Werkzeugmaschinen hat sich zwischen 2007 und 2009 von 19.700 auf 9.500 halbiert. Im Jahr 2010 gab es wieder einen leichten Anstieg auf 11.200 Maschinen, davon 9.100 Metallbearbeitungsmaschinen. Ein Drittel der Produktion entfällt auf Zerspanungsmaschinen.
Laut russischer Regierung ist die Zahl der Metallbearbeitungsmaschinen, die in der Industrie eingesetzt werden, seit 1990 um eine Million Stück gesunken. Die verbliebenen 1,5 Mio. Maschinen sind im Durchschnitt bereits 20 Jahre in Betrieb. Pro Jahr benötigt die russische Industrie etwa 50.000 neue Metallbearbeitungsmaschinen. Diesen Bedarf kann die einheimische Industrie, wie beschrieben, derzeit nicht decken. Untersuchungen haben ergeben, dass bis 2015 etwa 700.000 neue Maschinen und Anlagen im Wert von rund 20 Mrd. Euro angeschafft werden müssten. Beispielsweise soll das "Tscheljabinsker Traktorenwerk - Uraltrak" ( http://chtz.ru 11.000 Beschäftigte; Tochtergesellschaft der OAO NPK Uralwagonsawod, www.uvz.ru) umfassend modernisiert und eine Serienproduktion leistungsfähiger Dieselmotoren eingerichtet (Investition: 13 Mrd. Rubel, rund 325 Mio. Euro) werden. Das Re-Engineering russischer Betriebe eröffnet deutschen Herstellern enorme Absatzchancen.
Allerdings könnten sie künftig mehr Konkurrenz durch russische Werkzeugmaschinen-Hersteller bekommen. Das Regierungsprogramm "Entwicklung des einheimischen Werkzeugmaschinenbaus und der Werkzeugindustrie (2011 bis 2016)" sieht vor, dass der Inlandsausstoß auf 75.000 Werkzeugmaschinen steigt. Jährlich sind dafür 250 Mio. Euro Investitionen in die Branche vorgesehen.
Die Uraler Maschinenbau-Korporation "Pumori-SIZ" ( www.pumori.ru) plant in Jekaterinburg den Bau von zwei Werken für die Herstellung von Zerspanungswerkzeugen und Werkzeugmaschinen. Sie sollen auf dem Gelände des Technoparks "Averon" entstehen, wo Modelle für medizinische und Industrieausrüstungen entwickelt werden. Verhandlungen über eine finanzielle Beteiligung an diesem Projekt werden mit der japanischen Firma OKUMA (OKUMA Europe GmbH, Präsident: Karl-Heinz Dreyer, www.okuma.de) geführt. Die Ausgangsmaterialien für die Zerspanungswerkzeuge will Pumori-SIZ vom Kirovgrader Werk für Hartmetalle (es ist das einzige Unternehmen in Russland, das verschiedene Sorten von Hartmetallen und fortschrittliche Formen von Hartmetallerzeugnissen - darunter Sinterhartmetalle - herstellt, www.kzts.ru) kaufen. Diese Partnerschaft soll eine hohe Qualität der russischen Instrumente und die Konkurrenzfähigkeit mit ausländischen Firmen gewährleisten.
An der Modernisierung der Branche ist auch der Staatskonzern Rosnano ( www.rusnano.com) beteiligt, der Nanotechnologie-Projekte unterstützt. In Rybinsk bei Jaroslawl entsteht derzeit eine Produktion von Zerspanungswerkzeugen mit nanostrukturierter Oberfläche. Bereits Mitte Dezember 2010 nahm in der Stadt Ufa das Werk "Titan ECM" ( www.titanecm.ru) zur Produktion von elektrochemischen Werkzeugmaschinen für die Herstellung von Teilen aus nanostrukturierten Materialien seinen Betrieb auf. Es gehört der Gesellschaft ECM (ElectroChemical Machining, gegründet 2009, www.indec-ecm.com), deren Hauptanteilseigner RVT-Invest ( http://rvtinvest.ru Kontrollaktienpaket) und Rosnano (39%) sind.
| Unternehmen (Region) | Produkte | Internet |
| Iwanowsker Werk für schweren Werkzeugmaschinenbau (Iwanowo) | Spezial- und Groß-Werkzeugmaschinen | www.izts.ru |
| Dimitrowskij sawod fresernych stankow (Dimitrow, Moskauer Gebiet) | Horizontal- und Vertikalfräsmaschinen | www.dzfs.ru |
| Kirow-Stankomasch, OOO (Sankt Petersburg) | Dreh- und Bohrmaschinen, Horizontalbohrwerke | www.k-sm.ru |
| KP, OAO (Moskau) | Drehmaschinen | www.aokp.ru |
| Krasnodarskij stankostroitelnyj sawod "Sedin" (Krasnodar) 1) | Vertikaldrehmaschinen | www.stankozavodsedin.ru |
| MSZ-Saljut - Moskowskij stankostroitelnyj sawod (Moskau) | Schleifmaschinen | www.msz-salut.ru |
| Rjasanski stankostroitelnyj sawod (Rjasan) | Universal-, Dreh- und Fräsmaschinen | www.rsz.ru |
| Sankt-Petersburger Werk für Präszisionsmaschinenbau | Dreh-, Schleif- und Elektroerosionsmaschinen | www.zps.ru |
| Sasta (Rjasan) | Dreh- und Schneidmaschinen | www.sasta.ru |
| Sawelowskij maschinostroitelnyj sawod (Unternehmensgruppe Borodino) 2) | Dreh- und Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren | www.gkborodino.ru |
| Sawod Selmasch (Kirow) | Fräs- und Bohrmaschinen | www.zavodselmash.ru |
| Srednewolshskij stankosawod (Samara) | Drehmaschinen, Horizontal-Bearbeitungszentren | www.svsz.ru |
| Stan-Samara (Samara) | Schleifmaschinen, Halbautomaten | www.stan-samara.ru |
| Sterlitamaker stankostroitelnyj sawod (Sterlitamak, Republik Baschkortostan) | Fräs- und Drehmaschinen | www.stanok-mte.ru |
| AltajPress - Barnauler Werk für mechanische Pressen | Schmiede-Pressen, Ersatzteile | www.bzmp.ru |
| Kuwandyksker Werk für Schmiede-Press-Ausrüstung "Dolina" (Gebiet Orenburg) | Press- und Schneidmaschinen | www.ao-dolina.ru |
| Tjashmechpress (Woronesh) | schwere mechanische Pressen | www.tmp-press.ru |
| Tjashpressmasch (Rjasan) | Schmiedepressen, Ausrüstungen für die Öl- und Gaswirtschaft | www.tkpo.ryazan.ru |
| Sawod Amurlitmasch (Komsomolsk-am-Amur, Region Chabarowsk) | Maschinen zum Schleuderputzstrahlen und Nassputzen von Guss-, Schmiede-, Stanz- und anderen Metallteilen | www.amurlitmash.ru |
| Moskowskij instrumentalnyj sawod (Moskau) | Maschinenwerkzeuge | www.miz.ru |
| Tomskij instrumentalnyj sawod (Tomsk) | Maschinenwerkzeuge | www.tiz.ru |
2) Im November 2010 hat ein Gläubiger den Konkurs beantragt, aber Teilnahme an der Messe "Metalloobrabotka 2011".
Hinweis: Liste von russischen Unternehmen des Werkzeugmaschinenbaus: www.stankoinstrument.ru/alfavitnyy_ukazatel_pr Teilnehmerliste der Messe "Metalloobrabotka": www.metobr-expo.ru/en/participants_list/
Quelle: Recherchen von Germany Trade and Invest
Deutschland ist vor Italien und der VR China das wichtigste Lieferland bei Werkzeugmaschinen für Russland. Nach zwei Jahren Umsatzrückgängen in Folge können die deutschen Hersteller 2011 in Russland wieder mit einem Plus rechnen. Im 1. Quartal 2011 sind die Lieferungen nach Angaben des VDW um 4% gegenüber der Vorjahresperiode gestiegen. Dabei waren Teile und Zubehör das stärkste Liefersegment. Offenbar modernisieren die russischen Kunden zunächst ihre bestehenden Anlagen, bevor sie neue Maschinen anschaffen.
Russland ist aber nicht nur Importeur von Werkzeugmaschinen. Laut VDW kaufen deutsche Unternehmen pro Jahr auch zwischen 150 und 200 Maschinen in Russland ein (2010: 61 Maschinen, Einfuhrwert: 2,8 Mio. Euro).
| Kennziffer | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 1. Quartal 2011 |
| Exportvolumen in Mio. Euro | 425,3 | 524,0 | 367,5 | 340,1 | 70,7 |
| Veränderung gegenüber der Vorjahresperiode in % | 34 | 23 | -30 | -7 | 4 |
| Anteil am Gesamtexport der deutschen Werkzeugmaschinen-Hersteller, in % | 5,5 | 6,4 | 6,1 | 5,6 | 4,5 |
| Ranking Russlands unter Auslandsmärkten | 4 | 3 | 3 | 3 | 6 |
| Warengruppe | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 1. Quartal 2011 |
| Exportvolumen insgesamt, in Mio. Euro | 425,3 | 524,0 | 367,5 | 340,1 | 70,7 |
| ..Drehmaschinen | 47,7 | 66,6 | 58,4 | 54,5 | 10,3 |
| ..Teile und Zubehör für Werkzeugmaschinen | 39,3 | 47,3 | 50,7 | 41,9 | 14,8 |
| ..Bearbeitungszentren | 77,7 | 92,2 | 52,0 | 35,7 | 9,1 |
| ..Schleif-, Hon-, Läpp- und Poliermaschinen | 34,1 | 39,2 | 23,5 | 34,1 | 4,0 |
| ..Schmiedemaschinen und Hämmer | 11,8 | 22,2 | 16,2 | 32,7 | 0,1 |
| ..Fräsmaschinen | 21,9 | 38,2 | 27,7 | 22,7 | 7,1 |
| ..Pressen | 12,5 | 13,5 | 8,0 | 16,0 | 2,4 |
Messen
"EMO", 19.-24.09.2011, Hannover
Russland wird im Fokus der weltweiten Leitmesse der Metallbearbeitung "EMO" in Hannover stehen. Am 21.09.2011 findet dort ein Seminar "EMO-Fokus Russland: Lockruf der Rohstoffdevisen, Produktionsausrüster gefordert" statt, bei dem Praktiker aus der Werkzeugmaschinenindustrie ihre Strategien für das Russlandgeschäft vorstellen. ( www.emo-hannover.de)INNOPROM - 2011”, 14.-17.07.2011 International Ural Exhibition and Forum of Industry and Innovations Jekaterinburg (www.innoprom.org)
Wissenschaftlich-Industrielles Forum "Technisches Re-Engineering der Maschinenbau-Unternehmen Russlands. Spezielle Laser-, Optik- und Nanotechnologien"
Fachausstellung "Werkzeugmaschinenbau. Laser-, Optik- und Nanotechnologien - 2011", 18.-20.10.2011
Jekaterinburg (Gebiet Swerdlowsk), Ausstellungskomplex, uliza Gromova 145SAO Objedinenije "Universalnyje wystavki", Tel./Fax: 007 343 / 355 00 49, -355 01 49, E-Mail: mail@unexpo.ru, Internet: www.unexpo.ru
"Metalloobrabotka", 28.05.-1.06.2012
Expocentre Moskau ( www.metobr-expo.ru/en/)Kontaktanschrift
Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW)Ansprechpartner: Klaus-Peter Kuhnmünch (organisiert das EMO-Russland-Seminar)
Corneliusstraße 4, 60325 Frankfurt/Main
Tel.: 069 / 756 081 37, Fax: -756 081 11
E-Mail: kp.kuhnmuench@vdw.de, Internet: www.vdw.de
(S.Z./E.W.)