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Freitag, 30. September 2011

Russische Börse bietet deutschen Investoren neue Finanzierungsmöglichkeit

Fremdkapital durch Platzierung von Obligationen / Wechselkursrisiken werden minimiert / Von Stephanie Adam und Bernd Hones

Moskau (gtai) - Obligationen ausländischer Tochterfirmen in Russland an der Moskauer Börse platzieren - das ist eine völlig neue Möglichkeit, um im größten Flächenstaat der Welt Fremdkapital zu beschaffen. Der Charme an dieser Finanzierungsform: sie minimiert Devisen- und Wechselkursrisiken. Doch klar ist auch: Weil das Geschäft mit Börsenobligationen noch sehr jung ist, gibt es einige Anlaufschwierigkeiten.

Wie finanzieren ausländische Unternehmen Investitionen in Russland? In den vergangenen Jahren gab es dafür zwei Möglichkeiten. Erstens: Das Mutterunternehmen springt ein als Geldgeber und schickt Finanzmittel aus der Heimat. Dies war und ist gerade zur und direkt nach der Firmengründung eine beliebte Finanzierungsquelle. Alternativ leihen deutsche Unternehmen Geld bei einer Bank in Russland - bisher ebenfalls eine gängige Form der Finanzierung von Investitionsprojekten. Eine neue Option, die bislang noch kein einziges der 6.000 in Russland aktiven deutschen Unternehmen ins Auge gefasst hat - das ist der Gang zur russischen Börse. Genauer gesagt: Die Ausgabe von Börsenobligationen.
Die größte Börse Russlands und des gesamten GUS-Raums ist die Moskowskaja Meschbankowskaja Valjutnaja Birscha (Moskauer Interbanken Valuta Börse). Sie gehört zu den 20 größten Handelsplätzen weltweit. Seit die russische Volkswirtschaft sich erholt, wächst auch der Finanzmarkt wieder kräftig. Börsenobligationen stellen auf diesem Markt ein relativ neues Instrument dar, dessen Popularität jedoch rapide zunimmt, sagte Sergei Sinkewitsch auf einer Fachkonferenz der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer. Der Vizepräsident des Kundenzentrums der Moskauer Börse glaubt, dass das Volumen der platzierten Papiere im Jahr 2011 auf 420 Mrd. Rubel (über 10 Mrd. Euro, EZB-Wechselkurs vom 1 Euro = 39,86 Rubel) steigen wird. Das entspricht einem Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts.
Ausländische Unternehmen sind jedoch noch schwach vertreten. Dabei sei das Interesse - insbesondere an deutschen Emittenten - gewaltig, sagte Sinkewitsch. Außerdem sei das Liquiditätsfenster mindestens noch zwei Quartale offen und der Zeitpunkt für eine Emission somit ideal.
Platzierung von Obligationen an der MMVB (in Stück, in Mrd. Rubel)
Obligationen Menge 2008 2009 2010 Januar-Mai 2011
zugelassen, in Stück Emittenten 15 30 57 41

Zahl der Ausgaben 57 145 202 113
platziert, in Stück Emittenten 3 16 46 29

Zahl der Ausgaben 15 29 79 32
platziert, in Mrd. Rubel
17 144 320 144
Quelle: Moskowskaja Meschbankowskaja Valjutnaja Birscha
Für deutsche Unternehmen kann die Ausgabe von Börsenobligationen eine einfache Fremdkapitalquelle sein. Auch dem Mittelstand steht diese Option offen: Nach Aussagen von Sergei Sinkewitsch lohnt sich die Emission von Börsenobligationen schon ab einem Volumen von 50 Mio. Rubel (1,25 Mio. Euro). Voraussetzung: Der Marktteilnehmer muss schon mindestens drei Jahre in Russland aktiv sein. Die Emission läuft ähnlich der Ausgabe von Unternehmensanleihen ab. Nur doppelt so schnell. Etwa 30 bis 60 Tage braucht der Vorgang. Ist der Entschluss zum Börsengang einmal getroffen, muss das Unternehmen Bilanzen, Produktionskennzahlen, Businesspläne und Kreditratings vorlegen und prüfen lassen sowie einen Emissionsprospekt auflegen. Beim Listing helfen Market-Maker, die Spread und Liquidität der Papiere garantieren.
Vermittlungstarife der Moskowskaja Meschbankowskaja Valjutnaja Birscha

Summe Börsenobligationen Unternehmensanleihen
bis 120 Mio. Rubel 0,05% des Ausgabevolumens 0,01% des Ausgabevolumens
120 Mio. Rubel bis 1 Mrd. Rubel 60.000 Rubel + 0,05% des Anteils am Ausgabevolumen über 120 Mio. Rubel 120.000 Rubel + 0,01% des Anteils am Ausgabevolumen über 120 Mio. Rubel
über 1 Mrd. Rubel 104.000 Rubel + 0,0025% des Anteils am Ausgabevolumen über 1 Mrd. Rubel, aber nicht mehr als 150.000 Rubel 208.000 Rubel + 0,005% des Anteils am Ausgabevolumen über 1 Mrd. Rubel, aber nicht mehr als 300.000 Rubel
Quelle: Moskowskaja Meschbankowskaja Valjutnaja Birscha
Die Moskauer Börse ist im Vergleich zu anderen Finanzzentren relativ jung. Es gibt noch einige Probleme: Die Investorenstrukturen sind nicht sicher, genauso wenig wie der juristische Rahmen. Selbst bei der MMVB spricht man von einer gewissen "Unzivilisiertheit". Auch die Inflation sei bedenktlich. Darüber hinaus sprechen deutsche Unternehmen von einem hohen administrativen Aufwand. Vor allem wenn Bürgschaften der Muttergesellschaft für die russische Tochterfirma im Spiel sind. "Dann sind die Informationspflichten der deutschen Gesellschaft sogar höher als in Westeuropa oder den USA", kritisierten Teilnehmer des Komitees für Finanzdienstleistungen bei der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer.
Was anfänglich wie ein Nachteil aussieht, kann aber auch eine Chance sein: Dass die juristischen Rahmenbedingungen noch nicht festgezurrt sind, bedeutet beispielsweise, dass ausländische Unternehmen Gesetze, Auflagen und Richtlinien noch mitgestalten und aktiv formen können. Learning-by-doing - so entwickelt sich hier das Geschäft, sagte Andrei Gontscharow, Komitee-Leiter und Repräsentant der DZ-Bank in Moskau.

Kontaktanschriften

SAO Moskowskaja Meschbankowskaja Valjutnaja Birscha (MMVB)
B. Kislowski pereulok 13, Moskau
Vize-Präsident Kundencenter: Sergei Sinkewitsch (007 495/234 24 77-12 91, E-Mail: ),
Leiter Verkauf Kundencenter: Nikolaj Orlow (007 495/234 23 77 30 61, E-Mail: )
Internet: www.micex.com
DZ Bank - Repräsentanz Moskau
Podkopajevski pereulok 4, 109028 Moskau
Tel: 007 495/721 31 60, Fax: -721 31 61
Repräsentant: Andrei Gontscharow (E-Mail: )
(Andrei Gontscharow ist Vorsitzender des Komitees für Finanzdienstleistungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer)
(H.B.)