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Mittwoch, 2. November 2011

Russische Farbenhersteller kämpfen gegen Produktfälscher

Branche profitiert von starker Nachfrage aus der Bauwirtschaft / Neues Werk geplant / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Die russische Bauwirtschaft ist wieder im Aufwind und damit auch der Markt für Lacke und Farben. Die Nachfrage nach derartigen Erzeugnissen ist im 1. Halbjahr 2011 um 7% gestiegen. Während ausländische Marken bei russischen Verbrauchern sehr beliebt sind, kämpfen heimische Hersteller mit gefälschter Billigware und teuren Rohstoffen. Der norwegische Konzern Jotun plant ein neues Werk im Leningrader Gebiet.

Russland hat eine Menge aufzuholen. Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Lacken und Farben im größten Land der Welt ist nur halb so hoch wie in Deutschland. Dabei entwickelt sich die Nachfrage seit Ende der Wirtschaftskrise mit satten Steigerungsraten. Laut der Fachzeitschrift LKM lag das Marktvolumen mit knapp 1,26 Mio. t sogar über dem Wert von 2008. Und die Rallye geht weiter. Der Markt für Lacke und Farben hat in den ersten sechs Monaten 2011 erneut stark zugelegt. Die Verkäufe stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7% auf 667.000 t. Hauptgrund für die starke Nachfrage ist die wiederbelebte Bauindustrie. Aber auch in den Bereichen Auto-, Industrie- und Speziallacke weist die Nachfrage deutlich nach oben.
Russlands Markt für Farben und Lacke im 1. Halbjahr 2011 (in 1.000 t)

1. Hj. 2010 1. Hj. 2011 Veränderung 1. Hj. 2011/1. Hj. 2010
Produktion 525 568 8
Import 109 116 7
Export 11 17 58
Marktvolumen 623 667 7
Anteil Import am Verbrauch (in %) 17 17 -
Anteil Export am Verbrauch (in %) 2 3 -
Quelle: Chim-Ekspert Lkm
Ausländische Farbenhersteller haben in Russland einen exzellenten Ruf. Das wird einerseits am Importanteil deutlich. Andererseits betreiben viele Konzerne wie etwa die deutsche Firma Caparol seit Jahren eigene Produktionsstätten und sind mit großem Erfolg in Russland vertreten. Ihren russischen Konkurrenten sind sie vor allem in der Erschließung der Absatzmärkte überlegen. Die meisten Hersteller mit lokalem Hintergrund konzentrieren sich auf einige wenige Regionen. Überregional und russlandweit aktiv sind hauptsächlich Akteure aus dem Ausland. Und wegen ihrer Produktion in Russland, genießen sie auch die entsprechenden Vorteile einer lokalen Fertigung.
Diesen Schritt plant jetzt auch das norwegische Unternehmen Jotun. Für 50 Mio. Euro soll ein Werk für Farben und pulverbeschichtete Oberflächen gebaut werden. Die Fabrik soll im Leningrader Gebiet entstehen. Noch im Herbst 2011 sollen die Projektierungsarbeiten starten, der Bau bereits im Frühjahr 2012. Die Kapazitäten dürften sich auf 15 Mio. t flüssiger Farbe und 3.000 t verschiedener Materialien zur Oberflächenbeschichtung.
Hobbyhandwerker, aber auch Profi-Baufirmen aus Russland müssen sich vorsehen: Es heißt, dass jeder fünfte Farbeimer illegal in Hinterhöfen angerührt werde. Um später als Markenware vertrieben zu werden. Die Qualität ist primitiv. Die Folgen sind allgegenwärtig: Selbst von neuen Industrierohren bröckelt nach wenigen Monaten schon die Emaille-Beschichtung, Regen spült die Farbe von Häuserfassaden, Zäunen und Brücken nach kurzer Zeit wieder ab. Wenn im Frühjahr die Moskauer Parkzäune grün nachgestrichen werden, dann ist die Farbe auch Wochen später noch nicht getrocknet.
Auf die Originalhersteller prasseln Reklamationen herein - auch wenn sie die mangelhafte Farbqualität nicht zu verantworten haben. Denn in der Regel haben die verärgerten Kunden die gefälschte Markenware nicht bei einem offiziellen Händler gekauft, sondern stattdessen auf wilden Baumärkten zu Billigpreisen. Doch klar ist auch: Diese Situation kratzt am Image russischer Produzenten. Ein Beispiel für die Folgen: Selbst russische Schiffsbauer verwenden lieber teure Importwaren als auf heimische Produzenten zurückzugreifen.
Für offizielle Hersteller von Farben und Lacken made in Russia ist das ein Riesenproblem. Auf der Konferenz Lacke und Farben der Chemieberaterfirma Creon Anfang September 2011 in Moskau, riet Sergei Jermilow, Geschäftsführer beim Branchenverband Zentrlak, russischen Branchenplayern juristisch gegen Plagiatoren vorzugehen, wenn deren Markenrechte verletzt werden. Einige Unternehmen verfolgten mit Erfolg diese Strategie. Doch noch schmerzt das die Hinterhoffirmen wenig: Rund 200.000 t gefälschte Farben und Lacke werden Jahr für Jahr in Russland in Umlauf gebracht. Das ist rund ein Sechstel des Gesamtmarktes.
Auch die immer teurer werdenden Rohstoffe machen russischen Anbietern stark zu schaffen, sagt Swetlana Poljakowa vom St. Petersburger Farben- und Lackehersteller OOO Ekor-Newa. In den vergangenen zehn Jahren hätten sich die Preise für Lösungsmittel und Talk verdreifacht, so die für Forschung und Entwicklung zuständige stellvertretende Direktorin. Die Kritik der russischen Hersteller betrifft in erster Linie die Zölle, die auf manche Additive höher als selbst die Zölle auf fertige Farben und Lacke seien. Darum fordert die lokale Branche ein Anheben der Importzölle von 5 auf 10 oder gar 15%. Russische Hersteller verfügen vor allem im mittel- und niedrigpreisigen Segment über hohe Marktanteile und sind tendenziell schlechter in der Lage, die steigenden Einkaufspreise an die Kunden weiterzureichen.
Und dennoch profitieren die größeren Branchenplayer Russlands von der günstigen Konjunktur: Eines der größten Unternehmen, Empils, hat im 1. Halbjahr 2011 mit 37.419 t Farben und Lacke verkauft. Das waren 10% mehr als in den ersten sechs Monaten 2010, meldet das Branchenjournal Lakokrasotschnaja Promyschlennost. Erst im Frühjahr 2011 hat der Konzern eine neue Fertigungsstätte für Wasser-Dispensionsfarben in Betrieb genommen. Die Tochter Empils-Zink, größter Produzent von Zinkoxid in Russland und der gesamten GUS, hat den Absatz im 1. Halbjahr 2011 um 13% auf 6.265 t gesteigert.
Auch das Unternehmen Russkije Kraski blickt auf einen erfolgreichen Start ins Jahr 2011 zurück: Zwischen Januar und Juni stiegen die Verkäufe um 11% auf 19.131 t; unter Hinzurechnung der Halbfabrikate wurden sogar knapp 24.000 t Farben und Lacke abgesetzt. Die Verkäufe von Dekorfarben legten um 13% zu, die von Industrielacken und -farben sowie von Autolacken um 7% und von Farbpulver um 47%.
Russlands Markt für Farben und Lacke (in 1.000 t)

2008 2009 2010
Produktion 1.065,3 909,4 1.109,8
Import 400,7 313,5 206,0
Export 104,5 94,4 57,0
Marktvolumen 1.237,6 1.128,5 1.258,8
Quelle: Fachzeitschrift LKM (Russian Coatings Journal)

Kontaktanschriften

SAO Empils
1-i Maschinostroitelny per. 21, 344016 Rostow-na-Donu
Tel./Fax: 007 863/278 65 81
E-Mail: , Internet: www.empils.ru
Russkije kraski
ul. Fjodorowskaja 96, 150002 Jaroslawl
Tel.: 007 4852/49 27 08, Fax: -45 19 92
E-Mail: , Internet: www.ruskraski.ru
Branchenverband Zentrlak
Tel./Fax: 007 4852/25 49 38
E-Mail: , Internet: www.centrlak.ru
Creon
Uniwersitetski prosp. 9, 119296 Moskau
Tel.: 007 495/797 49 07, Fax: -938 00 08
Internet: www.creon-online.ru
Ansprechpartner für deutsche Firmen: Fares Kilzie (Präsident, E-Mail: )
(H.B.)



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