Moskau (gtai) - Die geplante Anlage zur Klärschlammverbrennung in
Sotschi (siehe Sotschi-Newsletter Nr. 18 vom 14.5.2011) gehört nicht
mehr zum offiziellen Olympia-Bauprogramm. Damit reagiert die russische
Regierung auf die Kritik von Umweltschützern an dem Projekt. Der in der
Region anfallende Klärschlamm soll nun stattdessen in Spezialanlagen
getrocknet und zur Abdeckung von Tagebau-Restlöchern verwendet werden.
Abgeordnete der Staatsduma, Vertreter der Präsidialadministration
und des russischen Rechnungshofes haben im Oktober 2011 eine
Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der Wiederaufbereitung von
Abfällen (Recycling) im Großraum Sotschi befassen will. Bis Ende dieses
Jahres sollen Lösungsvorschläge unterbreitet werden.
Die
Umweltorganisation WWF begrüßt die Entscheidung gegen die Anlage zur
Klärschlammverbrennung, weist aber darauf hin, dass es rund um Sotschi
noch viele andere ungelöste Müllprobleme gibt. So würden sich im
Nationalpark bereits Unmengen von Bauabfällen auftürmen. Außerdem stoßen
viele Müllhalden an ihre Kapazitätsgrenzen. (S.Z.)
Tipps
Weitere Informationen zum Bereich Abfallentsorgung in Russland bietet der GTAI-Artikel:
"Müllverwertung wird zum großen Geschäft in Russland"
(Neue
Projekte zum Sammeln und Verarbeiten von Haushaltsabfällen / Chancen
für deutsche Entsorger und Techniklieferanten) vom 13.9.2011
Die
aktuelle Ausgabe des Sotschi-Newsletters und weitere Informationen zu
den Vorbereitungsarbeiten auf die Olympischen Winterspiele 2014 unter:
Zertifizierung, Registrierung. Zulassung und Deklarierung für Russland