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Freitag, 17. Februar 2012

Russlands Einzelhändler fiebern Weihnachtsgeschäft entgegen

Premiumsegment wächst besonders kräftig / Regionen entwickeln sich sehr dynamisch / Von Lukas Jakob und Bernd Hones

Moskau (gtai) - Neujahr und Weihnachten sind in Russland ein Milliardengeschäft. Die Umsätze dürften sich auf über 12 Mrd. Euro belaufen. Damit geben die Russen vergleichsweise mehr für Weihnachtsgeschenke aus als die Deutschen. Für 2011 erwarten die meisten Einzelhandelsbranchen Rekordumsätze - den Risiken auf den Weltmärkten zum Trotz. Hochkonjunktur haben insbesondere frische Lebensmittel, Haushaltswaren, elektronische Geräte und Spielzeug. 

Das Weihnachtsgeschäft 2011/12 in Russland ist in vollem Gange. Korrekter müsste es allerdings heißen: Neujahrsgeschäft. Denn die Woche mit dem stärksten Umsatz im Einzelhandel ist die letzte Dezemberwoche. Die Weihnachtsfeiertage schließen sich erst danach an und finden nach orthodoxem Ritus am 6. Januar ihren Höhepunkt.
Diese Verschiebung auf der Zeitachse schmälert die Bedeutung der Neujahrseinkäufe für den Einzelhandel aber keineswegs. Im Gegenteil, im Verhältnis seien die Umsätze im Dezember sogar wichtiger als in Deutschland, erläutert Johannes Tholey, Generaldirektor der OOO Hyperglobus im GTAI-Interview. In diesem Jahr erwarte das Unternehmen in seinen Hypermärkten ein ausgezeichnetes Neujahrsgeschäft. Es werde sein zweistelliges Wachstumsziel sogar um 5 bis 6 Prozentpunkte übertreffen und damit über der durchschnittlichen Marktentwicklung liegen.
Den größten Anteil am Umsatz des Neujahrsgeschäfts haben in Russland traditionell Lebensmittel und insbesondere Frischwaren. Frischer Fisch, Obst und Gemüse fallen auch bei Hyperglobus stark ins Gewicht. Verkaufsschlager sind darüber hinaus Weihnachts- und Neujahrsdekorationen sowie Süßwaren. In den Tagen vor Neujahr steigt auch der Absatz von Champagner und stärkeren alkoholischen Getränken rapide. Das russische Neujahrsfest und die darauf folgenden Feiertage seien im flächengrößten Land der Welt noch mehr ein Familienfest als in Deutschland, erklärt Johannes Tholey dieses Konsumverhalten. Das gemeinsame Versammeln und Feiern im Familienkreis stehe nach wie vor im Mittelpunkt der Festtage. Zwar würden in Russland auch Elektronik, Parfüm, Schmuck und ähnliches verschenkt, die Geschenkkultur sei aber weniger ausgeprägt als in Deutschland und oft auch nur auf das direkte Familienumfeld beschränkt.
Auffällig ist, dass russische Konsumenten zunehmend Wert auf Produkte hoher Qualität legen. Bei Hyperglobus haben gesunde Lebensmittel, Diätwaren und hochwertige Pflegeprodukte in den vergangenen Jahren besonders zugelegt. Auch Andrei Jakowlew vom russischen Premium-Retailer Globus Gourmet rechnet mit einem Umsatzplus von 10 bis 15% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend ist nicht nur in Moskau oder Sankt Petersburg sichtbar. Das Premiumsegment steigt in den Regionen sogar überproportional - allerdings von einer geringeren Basis ausgehend. Deutschen Herstellern von hochwertigen Produkten bieten sich dort gute Absatzchancen.
Mit ihrer optimistischen Einstellung stehen Hyperglobus und Globus Gourmet nicht allein. Wie das Wirtschaftsblatt Rbk Daily berichtet, hofft der russische Einzelhandel auf eine durchschnittlich Absatzsteigerung von 50% im Vergleich zu den Herbstmonaten. Michael Susow, Direktor für Unternehmensbeziehungen der X5 Retail Group, hofft in Abhängigkeit von der Warengruppe auf ein Wachstum von 20 bis 40% im Vergleich zum November. X5 ist die größte Einzelhandelsgruppe Russlands mit mehreren Super- und Hypermarktketten.
Noch optimistischer gehen Elektronikhändler in die absatzstärkste Zeit des Jahres. Laut Anton Pantelejew von M.Video könnte das Wachstum in dieser Branche zwischen 50 und 100% im Vergleich zum üblichen Jahresgeschäft liegen. Die drei wichtigsten Artikelgruppen in diesem Segment sind Smartphones, Computer und Fernseher.
Wachstumsprognose wichtiger Produktgruppen, Dezember 2011
Produkt Absatzsteigerung im Vergleich zum Durchschnitt Jan. bis Nov. 2011 (in %)
Alkohol 123
Spielzeug 93
Haushaltsgeräte 70
Computer 58
Haushaltswaren, nicht elektronische 45
Quelle: Citibank
Laut einer Studie der Citibank gibt der mittlere Kreditkartenbesitzer im Dezember 2011 etwa 16.890 Rubel (circa 400 Euro, EZB am 21.12.2011: 1 Euro= 41,96 Rubel) aus. Das sind 28% mehr als üblich. Damit wird das im ganzen Jahr schon hohe Konsumniveau aufrecht erhalten. Im Jahr 2010 waren das für Neujahrseinkäufe noch durchschnittlich 13.100 Rubel (umgerechnet 312,2 Euro) ausgegeben. Für die Studie wurden Daten von 500.000 Kunden ab 22 Jahren und mit einem Einkommen von mindestens 9.000 Rubel ausgewertet. Die gesamten Ausgaben russischer Konsumenten im Dezember 2011 werden von Citibank auf 2,6 Trillionen Rubel (61,963 Mrd. Euro) geschätzt. Davon entfallen 520 Mrd. Rubel (12,4 Mrd. Euro), also etwa ein Fünftel, direkt auf die Einkäufe für Neujahr und Weihnachten.
Auch einige vorsichtige Stimmen trüben das grundlegend positive Bild des Neujahrsgeschäfts 2011/12 kaum. Ein Mitarbeiter der Einzelhandelskette Hoff äußerte sich Mitte Dezember der russischen Zeitung Wedomosti gegenüber verhalten. Es gebe noch nicht den erwarteten Einkaufshype. Hersteller von Fischdelikatessen beklagten in dem Bericht dürftige Umsätze. Das milde Wetter senke die Neujahrsstimmung. Auch Citibank räumte ein, dass im Jahr 2010 die eigene optimistische Prognose nicht zutreffend war. Statt der vorhergesagten 42% Wachstum im Dezember wurden nur 16% erreicht. Johannes Tholey ist dennoch zuversichtlich: Die makroökonomische Instabilität auf den Weltmärkten spielt seiner Ansicht nach keine Rolle. Sie hat bisher das Käuferverhalten nicht beeinflusst.
Die in Deutschland allgegenwärtige Werbeoffensive zur Weihnachtszeit ist in Russland noch weniger ausgeprägt. Hyperglobus informiert seine Kunden durch Broschüren zwar gezielt über Weihnachts-Kassenschlager. Aber Bedarf an gezielten, auf das Neujahrsgeschäft abgestimmten Werbeaktionen bestehe bei den großen Handelsketten nicht. Der Fokus liegt klar auf Imagewerbung. Wichtig sei, dass die eigene Handelsmarke bekannt ist bei den Russinnen und Russen. Eine Aufgabe, der sich Einzelhändler das ganze Jahr über widmen sollten und nicht erst zur Weihnachtszeit. "Russische Kunden sind anspruchsvoll und kaufen dort wo es das beste Preisleistungsverhältnis gibt", so Tholey gegenüber Germany Trade and Invest.
Andere wiederum gehen sehr wohl in die Weihnachtsoffensive. Detski Mir, Russlands größte Kette für Spielwaren und Kindertextilien, startete Mitte November bereits ein Rabattprogramm. Zahlreiche Waren verkaufte das Unternehmen zum halben Preis. Die Strategie dabei: Möglichst viele Eltern unmittelbar vor Neujahr an sich binden.

Kontaktanschriften

OOO Hyperglobus
ul. Smolnaja Dom 14, 5./6./7. Etage, Moskau
Tel.: 007 495/223 75-00; Fax: -02
Internet: http://www.globus.ru; E-Mail: Einkaufsleiter je nach Produktkategorie unter http://www.globus.ru/partners/suppliers/
OOO Stolitschnaja Torgowaja Kompanija (Globus Gourmet)
Kutusowski Prospekt Dom 48, 121165 Moskau
Tel.: 007 495/221 66 71
(H.B.)

Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland