Automobilkonzerne investieren in neue Kapazitäten / WTO-Beitritt führt zu Zollsenkungen auf Lkw / Von Bernd Hones
Moskau
(gtai) - Der russische Kfz-Markt dürfte 2012 wieder an das
Vorkrisenniveau von 2008 anknüpfen. Prognostiziert wird ein Absatz von
2,8 Mio. neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Diese Schätzung gab
David Thomas ab, Geschäftsführer von Volvo-Cars und Leiter des Komitees
der Automobilhersteller bei der Association of European Businesses (AEB)
in Russland. Im Gesamtjahr 2011 wurden 2,65 Mio. Fahrzeuge verkauft,
das sind 39% mehr als im Vorjahr.
Die Gründe für diese optimistische Einschätzung: In Russland
besitzen prozentual viel weniger Menschen ein Auto als beispielsweise in
Westeuropa. Außerdem sind die gemeldeten Autos durchschnittlich
wesentlich älter. Seit Jahren zeichnen sich zudem verstärkt
Investitionen in den Regionen ab. Andere Experten sind vorsichtiger: Bei
der russischen Marktforschungsagentur Awtostat rechnet man 2012 mit
einer Stagnation und erst ab 2013 wieder - sofern es 2012 zu keiner
globalen Krise kommt - mit einem verhaltenen Wachstum.
Entwicklung des russischen Pkw-Marktes (in 1.000 Stück)
| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | Veränderung 2011/2010 in % | |
| Absatzzahlen | 2.771 | 1.466 | 1.911 | 2.650 | 39 |
Quelle: Association of European Businesses
Importiert
wurden in den ersten elf Monaten 2011 rund 902.000 Autos, 45,6% mehr
als im Vorjahreszeitraum. Den Importwert dieser Automobile bezifferte
der russische Zoll mit über 17 Mrd. US$. Während der Gesamtmarkt noch
hinter dem besten Jahr für die Automobilindustrie in Russland - dem Jahr
2008 - hinterherhinkt, haben einige Hersteller 2011 ihre Ergebnisse von
2008 klar übertroffen. Dazu zählen alle deutschen Automobilschmieden,
aber auch Renault und Kia.
Besonders dynamisch entwickelte sich
der Markt für SUV und Crossover. Jedes vierte in Russland verkaufte Auto
gehörte 2011 zur Kategorie der Geländelimousinen. Der Boom dieser
Fahrzeuge begann mit der Wirtschaftskrise 2008. Damals gehörten 18%
aller in Russland verkaufter Pkw zu dieser Klasse, 2009 waren es bereits
21%.
Russlands meistverkaufte Automarken 2011 (in 1.000 Stück)
| Marke | 2010 | 2011 | Veränderung 2011/2010 (in %) |
| Lada | 522.924 | 578.387 | 11 |
| Chevrolet | 116.223 | 173.484 | 49 |
| Hyundai | 87.081 | 163.447 | 88 |
| Renault | 96.466 | 154.734 | 60 |
| Kia | 104.235 | 152.873 | 47 |
| Nissan | 79.614 | 138.827 | 74 |
| Toyota | 79.315 | 119.505 | 51 |
| Ford | 90.166 | 118.031 | 31 |
| VW | 58.989 | 118.003 | 100 |
| Daewoo | 74.419 | 92.778 | 25 |
Quelle: Association of European Businesses (AEB)
Im
Jahresverlauf 2011 verlangsamte sich die Wachstumsdynamik am Pkw-Markt
auf zuletzt 23% im Dezember. Schuld daran war die nachlassende Nachfrage
vor allem im Billigsegment. Die Verkäufe des Lada Priora etwa sanken im
Dezember um ein Fünftel im Vergleich zum letzten Monat des Jahres 2010,
die des Lada Klaina um 3% und von den Klassikern 2104, 2105 und 2107
wurden nicht einmal halb so viele Autos verkauft wie im Dezember des
Vorjahres. Ein Grund dafür ist das Auslaufen der Abwrackprämie, die bis
vor kurzem noch als Kaufanreiz im Low-Budget-Segment diente. Auch die
ausländischen Hersteller von Kleinwagen mussten sich mit negativem oder
stark zurückgegangenem Wachstum zufrieden geben.
Russlands
Autohändler sprechen mittlerweile von einer Nachfrageverschiebung
zugunsten von Pkw und leichten Nfz bis zu 3,5 t ab einem Preis von
600.000 Rubel (circa 15.000 Euro; EZB-Wechselkurs vom 16.1.12: 1 Euro =
40,50 Rubel). Hiervon dürften in erster Linie ausländische Hersteller
profitieren. Dagegen dürfte der Rückgang im Billigsegment bis weit
hinein ins Jahr 2012 reichen.
Der Absatz des russischen Autoriesen
AwtoWAS ist 2011 nur unterdurchschnittlich stark gewachsen. Es wurden
11% mehr Lada´s verkauft als im Vorjahr. Zum Jahr 2015 möchte der
Konzern, der eine Allianz mit Renault und Nissan eingegangen ist, wieder
844.000 Pkw absetzen. Dazu investiert AwtoWAS bis 2020 rund 4 Mrd.
Euro; davon nimmt der Konzern 1,5 Mrd. Euro Fremdmittel auf. Zum Jahr
2017 sollen bereits 1,5 Mio. Lada, Nissan und Renault in Russland vom
Band laufen. Außerdem will AwtoWAS 500.000 moderne Motoren pro Jahr nach
Lizenzen von Renault-Nissan produzieren.
Der US-amerikanische
Automobilkonzern General Motors (GM) will in den kommenden fünf Jahren
rund 1 Mrd. US$ in Russland investieren. Die Produktion soll von 232.000
Kfz im Jahr 2010 auf über 520.000 Pkw im Jahr 2015 ausgebaut werden.
Dabei sollen die Kapazitäten in Sankt Petersburg von heute 98.000 auf
230.000 Einheiten und bei GM-AwtoWAS in Togliatti von 98.000 auf 120.000
Einheiten aufgestockt werden.
Ende Dezember 2011 hat der
italienische Fiat-Konzern eine Investition in Sankt Petersburg
angekündigt. Das Unternehmen will auf einer Fläche von 100 Hektar
Kapazitäten für zunächst 100.000 Pkw schaffen, berichtete die
Wirtschaftszeitung "Wedomosti". Standort wird wohl das Industriegebiet
Juschnyi werden. Das russische Wirtschaftsministerium rechnet mit
Investitionen von 1,1 Mrd. US$.
Der deutsche Volkswagen-Konzern
will weitere 900 Mio. US$ in Russland investieren, um seine Kapazitäten
auf 300.000 bis 310.000 Fahrzeuge zu steigern. Die Joint-Venture-Partner
Ford und Sollers wollen für 1,2 Mio. US$ ihre Kapazitäten auf 300.000
Stück anheben.
Der französische Renault-Konzern plant, 100.000
Euro zu investieren und damit die Kapazitäten des Werkes Awtoframos
aufzustocken. Künftig sollen jährlich 175.000 Kfz pro Jahr gebaut
werden. Das sind 15.000 Pkw mehr als momentan.
Ende November 2011
unterzeichnete der japanische Autobauer Mazda mit Sollers einen Vertrag
zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. In Wladiwostok im Fernen
Osten Russlands werden danach zukünftig nicht nur Automobile der Marken
Toyota und SsangYong montiert, sondern auch Mazda. Die Investitionen
belaufen sich nach Informationen der Wirtschaftszeitung "Wedomosti" auf
80 Mio. US$.
Das japanische Unternehmen Fuji Heavy Industries
(Marke: Subaru) will in Russland eine eigene Produktion starten. Die
Rede ist von mindestens 30.000 Kfz pro Jahr. Eine abschließende
Entscheidung wolle die Unternehmensspitze allerdings erst in zwei oder
drei Jahren treffen, schreibt das Wirtschaftsblatt Rbk daily.
Ist- und Soll-Kapazitäten in Russland (in 1.000 Stück)
| Cluster | Unternehmen | Ist-Kapazitäten Ende 2011 | Soll-Kapazitäten Ende 2015 |
| Insgesamt | 2.085 | 3.130 | |
| davon: | |||
| Togliatti, Nabereschnye Tschelny, Nischni Nowgorod | AwtoWAS, GM-AwtoWAS, Sollers, Ford, GAZ Group, Kia | 950 | 1.300 |
| Sankt Petersburg | Hyundai, Nissan, GM, Ford, Toyota, Fiat | 410 | 800 |
| Kaluga | Volvo/Renault, Volkswagen, PSA Peugeot-Citroen, Mitsubishi | 410 | 620 |
| Kaliningrad | Awtotor: GM, BMW, Kia | 170 | 270 |
| Wladiwostok | Sollers: Toyota, SsangYoung, Mazda | 25 | 120 |
| Taganrog | TagAS, BYD, Hyundai, Kia | 120 | 120 |
Quellen: DÜRR, Germany Trade and Invest
Die
russische Zulieferindustrie ist nicht in der Lage, den Ansprüchen der
ausländischen Automobilbauer zu genügen. Deswegen nimmt es nicht Wunder,
dass 2010 Kfz-Teile im Wert von 8,25 Mrd. US$ nach Russland geliefert
wurden. Außerdem kamen Motoren für 896,1 Mio. US$ ins Land. Derzeit
produzieren nur 50 internationale Teilehersteller auf russischem Boden.
Um den Importanteil zu minimieren, will die Russische Föderation 2012 an
die 190 Verträge zur industriellen Montage von Autokomponenten
unterzeichnen. Dazu stellt die russische Seite bis 2018
Einfuhrvergünstigungen für jene Betriebe in Aussicht, die sich in
Russland niederlassen. Danach entfallen wegen des WTO-Beitritts die
Lokalisierungsvorschriften und die Importzölle für Komponenten sinken
von 12 auf 7%. Ausländische Automobilexperten sind deswegen skeptisch,
ob tatsächlich viele Zulieferer eine Produktion in Russland gründen.
Auch
wenn der Automobilmarkt zwischen 2015 und 2020 einmal die Marke von 3,5
Mio. verkauften Autos durchbrechen wird, so richtet sich der Fokus der
Zulieferer zunächst auf das Produktionsvolumen der beliebtesten Modelle.
Und da haben bis dato nur wenige ausländische Hersteller das Potenzial,
jährlich mehr als 100.000 Fahrzeuge eines Fahrzeugmodells abzusetzen.
Selbst die bestverkauften Modelle - Renault Logan und Ford Focus - sind
davon noch entfernt. Die genannte Stückzahl gilt aber als kritische
Marke für den Aufbau eines Zulieferbetriebes.
Gleichwohl ist die
spanische Firma Zanini auto grup S.A. ein Joint Venture mit der
Awtokomponent-Gruppe in Nischni Nowgorod eingegangen. Bei dem
Gemeinschaftsprojekt sollen in der ersten Ausbaustufe jährlich 300.000
Nabenkappen produziert werden. Die beiden Firmen wollen in Russland
einen Marktanteil von 70% erreichen.
Johnson Controls plant eine
Produktion von Autositzen (500 Beschäftigte) im Gebiet Nischni Nowgorod
in der Nähe des Stammwerks der GAZ Group einzurichten. Eine Entscheidung
über den genauen Standort war aber im Januar 2012 noch nicht gefallen.
Die
drei Staatsholdings Rosatom, Rostechnologi und Rosnano bilden eine
Gemeinschaftsfirma zur Produktion von Katalysatoren. Diese sollen den
Normen Euro 4, 5 und 6 entsprechen. Der Betrieb soll 2013 anlaufen.
Der
russische Hersteller Kamaz aus Nabereschnye Tschelny hat die Produktion
von Lastkraftwagen (Lkw) im Jahr 2011 um 40% auf knapp 48.000 Stück
erhöht. Davon verkaufte Kamaz 45.000 Fahrzeuge, darunter 39.000 im
Inland und über 6.000 im Ausland. Damit stieg der Absatz um rund 39%.
Für das Jahr 2012 erwartet der russische Marktführer ein deutlich
geringeres Wachstum um etwa 9% auf 48.500 Fahrzeuge. Bis 2020 will Kamaz
die 60.000 Lkw-Marke erreichen. Für das verhaltene Wachstum des eigenen
Geschäfts macht das Kamaz-Management den anstehenden WTO-Beitritt
mitverantwortlich.
Mit dem WTO-Beitritt sinken die Zölle auf neue
Lkw umgehend von 25 auf 10% und drei Jahre später weiter auf 5%. Noch
stärker auf das Geschäft auswirken dürften sich die Zölle auf
Gebrauchtfahrzeuge. Mit Beitritt sinken die Zollsätze für drei bis
sieben Jahre alte Lkw auf 15% und drei Jahre später sogar auf 10%.
Bisher galten für diese Lkw hubraumabhängige Zollsätze (zwischen 30 und
105% des Wertes). Für über sieben Jahre alte Fahrzeuge wird der Zollsatz
von 4,40 Euro auf 1 Euro pro Kubikzentimeter Hubraum gesenkt.
Das
dürfte den Import von gebrauchten Nutzfahrzeugen massiv befördern. Bei
Kamaz erwartet man, dass 2012 bereits 14.000 gebrauchte Fahrzeuge nach
Russland verkauft werden; 2011 waren es noch 2.000 Lkw zwischen 14 und
40 Tonnen. Bis 2015 könnte der Anteil von gebrauchten Lkw bereits auf
38.000 Stück steigen. Dies entspräche etwa 26% des gesamten Marktes.
Kamaz rechnet mit einem Marktvolumen von knapp 150.000 schweren Lkw zum
Jahr 2015. Ausländische Hersteller dürften dagegen in der kommenden
Dekade zwischen 38.000 bis 45.000 Neufahrzeuge verkaufen. Kamaz rechnet
damit, dass sich ihr Marktanteil von rund einem Drittel nicht wesentlich
erhöhen dürfte.
Der Import von Lkw lag in den ersten elf Monaten
2011 bei 89.500 Einheiten. Das waren 89,6% mehr als im
Vorjahreszeitraum, heißt es beim Zolldienst der Russischen Föderation.
Der Importwert belief sich auf 2,25 Mrd. US$.
Anfang Dezember 2011
haben die Gruppe GAZ und der deutsche Daimler-Konzern einen Vertrag
unterzeichnet, wonach ab 2013 auf den Fließbändern des Gorkowski
Awtosawod Mercedes-Benz Sprinter hergestellt werden. Im Jahr 2013 werden
9.000 dieser leichten Nutzfahrzeuge produziert, 2020 sollen es 29.000
sein. Die Investitionen von Daimler in das Projekt belaufen sich auf 100
Mio. Euro.
GAZ arbeitet aber nicht nur mit deutschen Partnern
zusammen. Für die chinesische Firma First Automobile Works (FAW) wird
GAZ auf seinen Plattformen im Werk "Ural" in Miass (Gebiet
Tscheljabinsk) bereits ab 2012 etwa 10.000 Lkw montieren. Außerdem ist
die Modernisierung der Anlagen, auf denen die schweren Lkw der Marke
"Ural" gebaut werden, geplant. Das Investitionsprogramm von GAZ sieht
für 2012 Ausgaben in Höhe von 250 Mio. Euro und für 2013 von bis zu 175
Mio. Euro vor.
Die westeuropäische Konkurrenz ist vor allem in
Sankt Petersburg aktiv. Scania hat zum Jahresende 2011 die Kapazitäten
auf 8.000 Einheiten erhöht. In der Nachbarschaft will auch der
bayerische MAN-Konzern ein Werk eröffnen, in dem jährlich bis zu 6.000
Lkw montiert werden können. Der holländische Konkurrent DAF plant
ebenfalls ein Werk in Russland für 5.000 bis 6.000 Lkw. Aber eine
abschließende Investitionsentscheidung ist noch nicht gefällt.
Der Markt für leichte Nutzfahrzeuge nach Marken (in Stück)
| Marke | Verkäufe 2009 | Verkäufe 2010 | Veränderung 2010/2009 |
| GAZ | 51.983 | 71.145 | 37 |
| UAZ | 17.720 | 24.322 | 37 |
| Fiat | 9.141 | 13.310 | 46 |
| Peugeot | 3.109 | 6.743 | 117 |
| Volkswagen | 4.733 | 5.244 | 11 |
Quelle: Awtostat
Im Krisenjahr 2009
waren die Importe leichter Nutzfahrzeuge mit Dieselmotor (bis 3 Liter)
und einem Gewicht zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen noch zurückgegangen. Im
Jahr 2010 stiegen die Importe bereits wieder um den Faktor 4,2 auf 6.800
Stück. Im 1. Halbjahr 2011 legten sie erneut zu - auf rund 6.000
Fahrzeuge. Nach Angaben der GAZ Group kamen 94% dieser Importautos aus
Deutschland, Italien, Polen und der Türkei. Laut Informationen der
Marktforschungsagentur Awtostat importierte Russland 2010 über 33.200
leichte Nutzfahrzeuge aus aller Welt. Dazu zählt Awtostat alle
Nutzfahrzeuge - von Mikrobussen bis hin zu kleinen Lastkraftwagen.
Zu
Beginn des Jahres 2011 waren in Russland rund 3,4 Mio. Lastkraftwagen
(inklusive kleine Lkw) registriert. Rund 90% davon entfielen auf
russische Marken, der Rest auf ausländische Marken wie Volvo 1,6%, MAN
1,3%, Mercedes 1,2% und Scania 1,1%.
Der Markt für Autobusse ist
im 1. Halbjahr 2011 um 23% auf 23.300 Einheiten gestiegen. Zu diesem
Ergebnis kommt Sergei Danilow, Geschäftsführer der Firma FG BKS. Die
Chancen auf weitere Steigerungsraten sind gut. Daher nimmt es nicht
Wunder, dass Russlands Lkw-Riese Kamaz zusammen mit dem brasilianischen
Konzern Marcopolo ein Gemeinschaftsunternehmen gründet. Ab 2016 sollen
jährlich 3.000 Busse hergestellt werden.
Drei Viertel des
russischen Busfuhrparks von 373.800 Fahrzeugen (Stichtag: 1.01.2011)
bestehen aus russischen Marken. Am weitesten verbreitet sind Modelle des
Pawlowski Awtobusnyi Sawod (PAZ). Auch im 1. Halbjahr 2011 hatte PAZ in
Russland die Nase vorne: in den ersten sechs Monaten wurden 3.900
PAZ-Busse angemeldet. Unter den Mini-Bussen ist das Gorkowski
Awtomobilnyi Sawod ein wichtiger Marktplayer. GAZ dürfte Firmenangaben
zufolge 2011 rund 14.000 Kleinbusse verkauft haben.
Sonderaufträge
(neben der gewöhnlichen Modernisierung der Stadtbusflotten in den
russischen Groß- und Kleinstädten) versprechen sich die Marktplayer von
der Universiade 2013 in Kasan, den Olympischen Winterspielen 2014 in
Sotschi und der Fußball-WM 2018. Auch die Moskauer Stadtbetriebe,
Mosgortrans, stocken ihre Busflotte mächtig auf. Dabei werden erstmals
Sonderausrüstungen wie etwa Klimaanlagen in die Busse eingebaut. Hyundai
liefert für die Universiade in Kasan 340 Busse für 40 Mio. US$.
Busfuhrpark in Russland (zum 1.01.2011)
| Marke | Anzahl in 1.000 Stück | Marktanteil in % |
| Fuhrpark insgesamt | 373,8 | 100 |
| davon: | ||
| PAZ | 157,4 | 42,1 |
| KAVZ | 72,1 | 19,3 |
| LIAZ | 31,4 | 8,4 |
| LAZ | 20,6 | 5,5 |
| Ikarus | 16,4 | 4,4 |
| Hyundai | 9,7 | 2,6 |
| Mercedes | 8,6 | 2,3 |
| Nefaz | 6,7 | 1,8 |
| Daewoo | 4,1 | 1,1 |
| MAZ | 3,7 | 1,0 |
| Asia | 3,4 | 0,9 |
| SARZ | 3,0 | 0,8 |
| SETRA | 3,0 | 0,8 |
| MAN | 2,6 | 0,7 |
| Andere Marken | 31,1 | 8,3 |
Quelle: Awtostat
(H.B.)
Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der
Messmitteln, Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für
Russland