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Donnerstag, 8. März 2012

Russland treibt drei große PET-Projekte voran

Stabiles Nachfragewachstum bis 2016 erwartet / Abfüllung von Bier in Plastikflaschen könnte verboten werden / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Die Nachfrage nach Polyethylenterephthalat (PET) in Russland wächst langsamer als die geplanten Kapazitätssteigerungen. Bereits 2015 könnte das größte Land der Welt Nettoexporteur sein, wenn alle Investitionsprojekte fristgerecht umgesetzt werden. Aber einigen PET-Verarbeitern droht Ungemach: Zurzeit wird ein Gesetz über das Verbot von PET-Flaschen für alkoholische Getränke diskutiert. Sollte es tatsächlich umgesetzt werden, droht einer Reihe von Plastikflaschen-Herstellern das Aus.

Zwischen 2013 und 2015 will Russland die Kapazitäten zur Produktion von PET von derzeit 510.000 t auf über 1 Mio. t pro Jahr steigern. Das Unternehmen Sibur, größter Chemiekonzern des Landes, plant seine PET-Kapazitäten zum 4.Quartal 2013 um 20.000 t auf 90.000 t zu erweitern. Polyef baut seine Kapazitäten um 80.000 t auf 200.000 t aus. Doch das größte Projekt entsteht in Kabardino-Balkarien. Zum Jahr 2015 sollen dort Kapazitäten von 486.000 t PET geschaffen werden.
Das Projekt des Unternehmens Etana ist ein Schlüsselelement im Entwicklungsprogramm der russischen Chemieindustrie. "Deshalb steht fest, dass wir 2015 an den Start gehen", sagte Generaldirektor Sergei Aschinow, auf der 8. Internationalen PET-Konferenz des Chemieberaterunternehmens Creon. Als Technikpartner sei die Auswahl auf die deutsche Firma Uhde Inventa-Fischer gefallen, Generalauftragnehmer soll der Bühler-Konzern werden.
Mit diesem Megaprojekt dürfte Russland auf einen Schlag Nettoexporteur von PET werden. Im Jahr 2011 hat das größte Land der Welt seine Ausfuhren bereits verneunfacht. Grund: Alco-Nafta nahm in Kaliningrad eine Anlage für 220.000 PET pro Jahr in Betrieb. Ein beträchtlicher Teil der dortigen Produktion wird in den Nachbarstaaten verkauft; langfristig sollen 70% im Ausland verkauft werden. Auch dieses Werk in Kaliningrad hat Uhde Inventa-Fischer gebaut.
Russlands Markt für Polyethylenterephtalat (PET) auf einen Blick (in 1.000 Tonnen)
Kennzahl 2009 2010 2011 Veränderung 2011/2010 in %
Kapazitäten 290 290 510 76
Produktion 310 310 396 28
Import 210 272 263 -3
Export 10 9 81 um das Neunfache
Nachfrage 463 573 577 1
*) Prognose
Marktexperten sorgen sich jedoch um die Nachfrageentwicklung. Ein Hemmschuh könnte das derzeit diskutierte Verbot des Abfüllens und Verkaufens von Bier in PET-Flaschen sein. Derzeit streiten Lobbygruppen, Parlamentarier und Konsumenten über ein PET-Verbot für Alkohol. Würden sich Russlands Abgeordnete tatsächlich auf dieses Verbot einigen, käme es wohl zu einer Änderung im technischen Reglement der Zollunion Russland - Kasachstan - Belarus. Und danach sieht es derzeit aus.
Der russische Brauereiverband indes spricht sich dafür aus, Bier von der umstrittenen technischen Regulierung auszunehmen. Andernfalls droht vor allem einigen kleineren Brauereien sowie einer Reihe von Herstellern von Plastikflaschen das Aus. Derzeit werden 47% des russischen Bieres in Plastikflaschen abgefüllt. Die Hersteller von PET-Flaschen sind wichtige Abnehmer der großen Granulat-Hersteller Sibur, Senege, Polyef und Alco-Nafta beziehungsweise der entsprechenden Händler.
Doch es gibt auch Indizien dafür, dass der Markt weiter wachsen wird. So liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von PET in Russland bei gerade einmal 4,1 kg pro Einwohner. Zum Vergleich: In den USA sind es 9,5 kg und in Westeuropa immerhin 6,5 kg.
Im Jahr 2011 stieg die Nachfrage nach PET lediglich um 1%. Von 2012 bis 2016 dürften es circa 3% pro Jahr sein, glaubt das Management des Branchenriesen Sibur. Dabei stellt der ungewisse Ausgang über die Debatte um die Bierabfüllung die größte Bedrohung dar.
Die wichtigsten Unternehmen am russischen Markt für Polyethylenterephtalat (in 1.000 Tonnen)
Unternehmen / Herkunft Kapazitäten 2011 Produktion 2011
Gesamt, davon 510 396
.Sibur-PET 70 75
.Polyef 120 137
.SNP Senesch 100 84
.Alco-Nafta 220 99
Quelle: Creon
Die PET-Importquote lag 2011 noch bei 47%, wird aber weiter fallen. Bereits 2012 dürfte sich der Importanteil auf nur etwa ein Drittel belaufen. Denn man rechnet damit, dass die Importe aus China von 100.000 t auf 80.000 t und die aus Südkorea von 100.000 t auf 40.000 bis 50.000 t sinken werden. Doch solange Russland seine Binnennachfrage nicht decken kann, ist es weiterhin auf Importe angewiesen. Die Preise für PET liegen in der Volksrepublik China derzeit um 180 US$ pro Tonne unter denen in Russland. Diese Preise als Ausgangsgrundlage plus Zölle plus Transportkosten ergeben den Preis in Russland. Denn russische Anbieter orientieren sich bei ihrer Preispolitik einheitlich an den Preisen für Importwaren.
Das Sammeln und Recyceln von Plastikflaschen ist in Russland kaum verbreitet. Es gibt zwar einige Leuchtturmprojekte, wie ein modernes Recyclingwerk von Plarus oder die Sammelaktion in der Stadt Solnetschnogorsk im Gebiet Moskau. Doch es fehlen russlandweite Strategien. Jahr für Jahr fallen in Russland 40 Mio. t feste Abfälle an. Weder gibt es gesetzliche noch infrastrukturelle Voraussetzungen für private lokale oder privat-staatliche Initiativen auf diesem Sektor. Außerdem fehlt in Russland das Bewusstsein für Mülltrennung - dafür, dass es sich bei Müll um wertvolle, wiederverwertbare Materialien handeln kann.

Kontaktanschrift:

Creon
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Tel.: 007 495/797 49 07, Fax: -938 00 08
Ansprechpartner für deutsche Firmen:
Fares Kilzie (Präsident, E-Mail: fk@creon-online.ru)
OAO Polyef
ul. Sozialistitscheskaja 71, 453434 Blagoweschensk, Republik Baschkortostan
Tel: 007347/292 35 41, Fax: -279 75 23
OAO Sibur-PET
pl. Gagarina 1, 170018 Twer
Tel.: 0074822/33 67 00, Fax: -33 67 57
Alco-Nafta
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Tel.: 007 4012/71 60 22, Fax: -71 60 20
OOO Sawod nowych polimerow Senesch
Promyschlennaja sona "Rekinzo", 141500 Solnetschnogorsk, Moskowskaja oblast
Tel./Fax: 007 495/253 45 34
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