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Freitag, 11. Mai 2012

Russische Firma Baschneft investiert in Polycarbonat-Linie

Marktvolumen stieg zuletzt um über ein Drittel und wird weiter wachsen / Russische Exporte drastisch geschrumpft / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Der Markt für Polycarbonat in Russland wächst und wächst. Der Grund: Es werden immer mehr Transportmittel und Elektronikteile mit einem hohen Anteil von Polycarbonat hergestellt. Einziger russischer Hersteller dieses Kunststoffes ist Kasanorgsintes seit 2008. Das könnte sich ab 2016 oder 2017 ändern. Bis dahin sollen bei der Aktiengesellschaft Baschneft Kapazitäten für 60.000 t entstehen. An der Importabhängigkeit des Landes wird sich dadurch nichts ändern. Bis 2020 dürfte die Nachfrage auf etwa 200.000 t Polycarbonat jährlich steigen.

 In Russland wurden 2011 mehr als 1,7 Millionen Automobile gebaut, zum Jahr 2020 sollen es sogar 3 Millionen sein. Auch bei Baumaterialien, Elektrotechnik, Elektronik und optischen Geräten steigen die Produktionszahlen. Je mehr davon erzeugt wird, desto rasanter entwickle sich auch die Nachfrage nach Polycarbonat im größten Flächenland der Erde, sagte Marktforscher Alexander Schkurin Mitte April 2012 auf der "6. Internationalen Polycarbonat-Konferenz" der Firma Creon in Moskau. Im Jahr 2011 legte der Markt um über 35% auf knapp 92.000 t zu.

Dieser Trend dürfte weiter anhalten. Ob in Autos oder Flugzeugen, in optischen Geräten, Linsen oder CD-Rohlingen - Polycarbonat ist als Material in diesen Erzeugnissen nicht wegzudenken. Von 2012 bis 2014 dürfte die Produktion von optischen Geräten und Elektronik um durchschnittlich 7% pro Jahr steigen, bei Transportmitteln dürften es sogar 11% sein. Bis 2020, so die Prognose der Chemieberateragentur Creon, könnte die Nachfrage nach Polycarbonat in Russland auf bis zu 200.000 t jährlich klettern.

Ausländische Zulieferer profitieren von der Entwicklung, allen voran die Chemiefirmen Sabic und Bayer. Diese beiden Unternehmen kamen im Jahr 2011 gemeinsam auf einen Anteil von mehr als drei Vierteln der russischen Polycarbonat-Importe, die insgesamt bei 47.000 t lagen - ein neuer Rekord. Das waren 11% Wachstum im Vergleich zu 2010. Bis 2007 dominierten die Importe noch den gesamten russischen Markt, damals gab es noch keine eigene Produktion in Russland.

Seit 2008 ist Kasanorgsintes mit im Geschäft. Die Auslastung des Werkes in der Republik Tatarstan steigt von Jahr zu Jahr. Zuletzt produzierte das Unternehmen bereits über 58.000 t Polycarbonat. Während Kasanorgsintes 2010 noch 31.500 t Polycarbonat exportierte, waren es 2011 nur knapp 14.000 t - ein Rückgang um 56%. Das liegt an den hohen Preisen, die das Unternehmen am Inlandsmarkt erzielen kann: "Wir verkaufen so viel wie möglich in Russland und den Rest in China", sagte ein Kasanorgsintes-Manager auf der Creon-Veranstaltung in Moskau. Kein Wunder: Polycarbonat kostet in Russland um wenigstens ein Viertel mehr als in der Volksrepublik.
Basisdaten des Marktes für Polycarbonat in Russland (in 1.000 t, in %)
Kennzahlen 2008 2009 2010 2011 Veränderung 2011/2010 in %
Marktvolumen, in 1.000 t 46,4 39,1 68,0 91,8 +35,0
Produktion, in 1.000 t 3,7 35,7 57,0 58,4 +2,5
Kapazitäten, in 1.000 t 65,0 65,0 65,0 65,0 0
Import, in 1.000 t 43,1 30,0 42,4 47,1 +10,9
Export, in 1.000 t 0,4 26,7 31,5 13,7 -56,6
Import im Verhältnis zum Marktvolumen, in % 92,9 76,8 62,4 51,2 -11,2
Export in Verhältnis zur Produktion, in % 9,7 74,6 55,2 23,4 -31,8
Quelle: Creon

Für Anbieter von Polycarbonat heißt dies: die Margen sind traumhaft. Sie werden durch den derzeitigen Importzollsatz von 5% sogar noch künstlich hoch gehalten. Doch wer angesichts des bevorstehenden WTO-Beitritts Russlands, der für Juli 2012 erwartet wird, in naher Zukunft auf fallende Preise hofft, täuscht sich. An dem Tag, an dem Russland Mitglied der Welthandelsorganisation wird, steigen die Zolltarife für den Kunststoff sogar auf 10%. Erst zum 1.1.2015 sinkt dieser Satz um 6 Prozentpunkte auf 4%. "Dann fallen die Preise und die Margen", prognostiziert Andrei Lapin, Generaldirektor von GK Kronos, dem größten russischen Hersteller von Platten und Profilen aus Polycarbonat. Konzerne wie Sabic und Bayer mit Produktionsvolumina von mehr als 1 Mio. t würden eine neue Initiative zur Bearbeitung des Marktes starten.

Damit nicht genug: Ab 2016 oder 2017 wird voraussichtlich ein weiteres russisches Unternehmen Polycarbonat anbieten: der Erdölverarbeiter ANK Baschneft. Wie die Geschäftsführerrunde des Konzerns unlängst beschlossen hat, sollen Kapazitäten für 60.000 t Polycarbonat jährlich entstehen. Investitionssumme und exakte Fristen sind allerdings noch nicht bekannt. Aber selbst wenn Baschneft die Produktion 2016 oder 2017 startet - wegen der steigenden Inlandsnachfrage dürfte nach wie vor Platz sein für Importe aus Spanien, den Niederlanden, Thailand, Belgien und Deutschland.
Importzollsatz für Polycarbonat (HS-Code 3907.40.00.01; in %)
Zeitpunkt Zolltarif in %
17.10.2008 0
17.07.2009 10
01.01.2010 0
seit 5.4.2010 5
mit WTO-Beitritt *) 10
ab 1.1.2015 4
*) wird für Juli 2012 erwartet
Quellen: Energieministerium der Russischen Föderation, Creon

Neben der Unternehmensgruppe Kronos gibt es noch eine Reihe weiterer Abnehmer von Polycarbonat: SAO Karboglass, Poligall-Wostok, OOO Evromolding, OOO TPV-CIS, Uralski Elektronnyi Sawod (Elektronisches Werk Ural), OOO SafPlast innovative, OOO Greif-Wologda und der internationale Elektronik-Hersteller Samsung Electronics Rus in Kaluga. Sie beziehen Polycarbonat überwiegend aus dem Ausland beziehungsweise von den Russland-Repräsentanzen internationaler Chemiekonzerne.

Kontaktanschriften

Creon
Universitetski Prospekt 9, 119296 Moskau
Tel.: 007 495/797 49 07, Fax: -938 00 08
Ansprechpartner für deutsche Firmen: Fares Kilzie (Präsident, E-Mail: fk@creon-online.ru)
Aktuelle bzw. künftige Hersteller von Polycarbonat:
OAO Kasanorgsintes
ul. Belomorskaja 101, 420051 Kasan, Tatarstan
Tel.: 007 843/533 98 09, Fax: -533 94 25
Baschneft
1-ja Twerskaja-Jamskaja 5, 125147 Moskau
Tel.: 007 495/228 15 96, Fax: -228 15 97
Wichtige Polycarbonat-Weiterverarbeiter:
Kronos Gruppe
Geschäftsführer: Evgeni Anochin
Prospekt Gubkina 16, 644035 Omsk
Tel.: 007 909/625 00 22
SAO Karboglass
3-j Rabotschi per. 9A, 143040 g. Golytsyno, Odinzowski rajon, Moskowskaja oblast
Tel.: 007 495/597 41 31
OOO Poligall-Wostok
ul. Sowjetskaja 105, 142620 g. Kurowskoje, Orechowo-Sujewski rajon, Moskowskaja oblast
Tel./Fax: 007 496/411 90 00
OOO Evromolding
ul. Woskowa 2, Sestroretsk, 197706 Sankt-Peterburg
Tel.: 007 812/380 53 74, Fax: -380 53 75
Uralski elektronnyi sawod (Laser Craft)
ul. Studentscheskaia, 620219 Jekaterinburg
Tel.: 007 343/341 36 18, Fax: -341 34 27
E-Mail: com@disc.ru, Internet: http://www.disc.ru
OOO SafPlast Innovative
Trassa M-7, 806 km, 422721 Kasan, Wysokogorski rajon, Tatarstan
Tel.: 007 843/233 05 33, Fax: -233 02 80
OOO Greif-Wologda
ul. Majakowskogo 38, 160004 Wologda
Tel.: 007 8172/217 32 2, Fax: -217 25 3
Samsung Electronics RUS Kaluga
1-j Sewernyj projesd, wlad. 1, 249002 der. Korjakowo, Borowski rajon, Kalushskaja oblast
Tel.: 007 48438/670 00
OOO TPV-CIS
(H.B.)

Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland