Moskau (gtai) - Der russische Kfz-Markt zählt zu den Zugpferden der
Wirtschaft. Für das gesamte Jahr 2012 prognostiziert die Association of
European Businesses einen Absatz von über 2,8 Mio. Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen. Im Rahmen des Beitritts der Russischen Föderation zur
WTO werden zwar die Einfuhrzölle auf Kraftfahrzeuge sinken. Aber künftig
soll für importierte Pkw und Lkw neben dem Zollsatz auch eine
Abwrackgebühr verlangt werden. Dieses fördert den Trend zu Investitionen
in Produktionskapazitäten innerhalb Russlands.WTO-Beitritt lässt
Einfuhrzölle sinken / Abwrackgebühr und Lkw-Maut trüben die Freude / Von
Bernd Hones
Der Absatz von neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ist im 1.
Halbjahr 2012 um 14% auf 1,4 Mio. Stück gestiegen. Jörg Schreiber,
Vorsitzender des Komitees der Automobilproduzenten bei der Association
of European Businesses (AEB), rechnet für das Gesamtjahr 2012 mit einem
Absatz von über 2,8 Mio. Fahrzeugen. Im 2. Halbjahr dürfte das Wachstum
allerdings wesentlich schwächer ausfallen als noch in den ersten sechs
Monaten, so die Prognose. Der Wert der in Russland im 1. Halbjahr
verkaufen Pkw (Neuwagen) stieg laut PricewaterhouseCoopers um 26% auf
34,2 Mrd. US$. Die Importe legten in den ersten fünf Monaten um über 15%
zu.
Entwicklung des russischen Pkw-Marktes (in 1.000 Stück)
| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 1. Hj. 2012 | Veränderung 1. Hj. 2012 / 1. Hj. 2011 in % | |
| Absatzzahlen | 2.771 | 1.466 | 1.911 | 2.650 | 1.410 | 14 |
Quelle: Association of European Businesses
Erstmals
liegt die Volkswagen Gruppe mit den Marken Volkswagen, Audi, Skoda,
Seat und Volkswagen Nutzfahrzeuge bei den Verkaufszahlen auf dem 2.
Platz hinter dem Spitzenreiter AwtoWAZ-Renault-Nissan. Im 1. Halbjahr
2012 verkaufte die Volkswagen Gruppe in Russland über 152.000 Fahrzeuge.
Auch die deutschen Premiummarken Mercedes-Benz und BMW legten im 1.
Halbjahr um über 30% zu.
Russlands meistverkaufte Automarken im 1. Halbjahr 2012 (in Stück)
| Marke | 1. Hj. 2011 | 1. Hj. 2012 | Veränderung 2011/2010 (in %) |
| Lada | 291.540 | 250.732 | -14 |
| Renault | 74.337 | 95.579 | 29 |
| Chevrolet | 81.527 | 95.534 | 17 |
| Kia | 72.901 | 90.997 | 25 |
| Hyundai | 73.813 | 89.243 | 21 |
| VW | 45.517 | 81.050 | 78 |
| Nissan | 59.374 | 79.494 | 34 |
| Toyota | 57.615 | 76.809 | 33 |
| Ford | 53.556 | 63.359 | 18 |
| Skoda | 32.528 | 45.982 | 41 |
Quelle: Association of European Businesses (AEB)
Im
Rahmen des WTO-Beitritts werden zwar die Einfuhrzölle auf Pkw sinken.
Aber künftig soll für importierte Pkw - neben dem im
WTO-Verhandlungsmarathon festgezurrten Zollsatz - auch eine
Abwrackgebühr von 24.000 bis 596.000 Rubel (615 bis 15.266 Euro) pro
Fahrzeug fällig werden. Das dürfte die Abgabenlast auf Importfahrzeuge
weitestgehend stabil halten und ist ein weiterer Anreiz für die
Lokalisierung der Produktion in Russland. Laut PricewaterhouseCoopers
liegt das Durchschnittsalter des russischen Fuhrparks bei 12 Jahren, ein
Drittel ist älter als 15 Jahre.
Das Gemeinschaftsunternehmen PSMA
Peugeot-Citroen und Mitsubishi hat im Juli 2012 erstmals im vollen
Produktionszyklus (CKD-Montage) gearbeitet. Das erste Modell ist der
Peugeot 408; ab November 2012 soll der Mitsubishi Outlander montiert
werden. Bis 2015 soll das Werk in Kaluga auf eine Kapazität von 125.000
Fahrzeugen pro Jahr erweitert werden.
Der chinesische Autokonzern
Lifan sucht nach einem geeigneten Produktionsstandort in Russland. Im
Gespräch sind die Regionen Jaroslawl und Kaluga. Geplant ist ein Werk
für 50.000 Automobile pro Jahr. Die Investitionen sollen sich auf 200
Mio. US$ belaufen, heißt es in der Wirtschaftszeitung Rbk daily. Als
Partner von Lifan könnte sich auch der chinesische Hersteller Haima am
Projekt beteiligen.
Bei der Finanzierung des geplanten Werks von
Fiat-Chrysler in Sankt Petersburg kommt es zu Verzögerungen. Das liege
allerdings nur an technischen Fragen, so Sberbank-Chef German Gref. Die
Sberbank wird 20% an der Gemeinschaftsfirma halten, die Italiener die
Mehrheit. In dem Werk sollen jährlich 120.000 Automobile vom Fließband
laufen. Die Investitionskosten werden auf 32 Mrd. Rubel beziffert (über
800 Mio. Euro; EZB-Wechselkurs vom 17.7.12: 1 Euro = 39,81 Rubel).
Auch
der japanische Konzern Nissan investiert weiter. Nissan will zusätzlich
167 Mio. Euro in seinen Betrieb in Sankt Petersburg stecken. Dadurch
sollen die Produktionskapazitäten des Werks bis 2015 verdoppelt und
künftig fünf Modelle in der Ostseemetropole gefertigt werden - zwei mehr
als heute.
Im Automobilcluster Kaliningrad sollen künftig 350.000
Fahrzeuge jährlich gebaut werden. Dazu sind Investitionen von 100 Mrd.
Rubel nötig. Bis zu 80 Mrd. Rubel sollen die Automobilschmieden
beisteuern, den Rest solle der russische Staat aufbringen - diese These
vertritt Wladimir Scherbakow, Leiter von Awtotor in Kaliningrad. In dem
Cluster soll es künftig sechs Automobilfabriken und 15
Komponentenhersteller geben.
In das angeschlagene Autowerk
IschAwto in Ischewsk (Republik Udmurtien) sollen bis 2016 rund 10 Mrd.
Rubel fließen. Der Präsident des russischen Autoriesen AwtoWAZ, Igor
Komarow, plant bis dahin die Produktionskapazitäten auf 300.000
Einheiten zu erweitern. Es soll zwei Montagelinien geben; auf einer
dürfte der Lada "Granta" gebaut werden.
Zusätzlich will AwtoWAZ
zusammen mit Renault und Nissan bis 2015 bis zu 60 Mrd. Rubel in die
Modernisierung seines Stammwerks in Togliatti investieren, wird Komarow
weiter zitiert. Zusammen mit seinen französisch-japanischen Partnern
will AwtoWAZ zum Jahr 2017 die Produktionsvolumina auf 1,2 Mio.
Fahrzeuge steigern.
Aleksei Rachmanow, Vize-Industrieminister und
zuständig für den Automobilsektor, glaubt, dass bis zum Jahr 2020
mindestens 5 Mrd. US$ in den Aufbau von Kfz-Zulieferstrukturen fließen
werden. Gemeint sind alle Bereiche der Kfz-Teileproduktion - von Motoren
und Getrieben über Stahlteile bis hin zu Armaturen.
Zumindest bei
der Motorenproduktion wird Rachmanow Recht behalten. Volkswagen
beabsichtigt, in der Region Wladimir ein Werk für 600 Antriebseinheiten
pro Tag zu errichten. Diese Fabrik und ein großer Logistikkomplex
dürften 230 Mio. Euro kosten, meldete die Nachrichtenagentur Prime. Das
Industriegrundstück wird der deutsche Autobauer kostenfrei erhalten und
dazu Subventionen als Kompensation für die Anlageinvestitionen.
Volkswagen ist zurzeit der fünftgrößte Automobilproduzent in Russland,
will aber eigenen Plänen zufolge bis 2018 unter die Top-3 aufsteigen.
Der
deutsche Kfz-Zulieferer Saargummi plant im Gebiet Jaroslawl ein Werk
zur Produktion von Dichtungsgummis zu bauen. Das ist bereits der zweite
Betrieb in Russland - nach Nischni Nowgorod. Laut einer Meldung von
Prime werden die Investitionen zwischen 15 Mio. und 17 Mio. Euro liegen.
Der Ausbau erfolgt schrittweise und soll erst 2017 abgeschlossen sein.
Der
russische Komponentenhersteller Awtokomponent will ein Werk in
Togliatti bauen. Dort sollen Kunststoffkomponenten für die
Innenausstattung der Pkw-Modelle Lada Priora, Niva, Kalina, Granta und
Largus produziert werden. Die Kosten belaufen sich auf 900 Mio. Rubel.
Russland
war im Jahr 2011 mit 373.000 Einheiten der zweitgrößte Markt Europas
für Lastkraftwagen, leichte Nutzfahrzeuge und Busse - gleich hinter
Frankreich. Der Markt für kommerzielle Fahrzeuge wuchs um sagenhafte
51,8%, schreibt die Wirtschaftszeitung "Kommersant". Der Marktanteil
postsowjetischer Marken sinkt, Importe und in Russland produzierte
Marken ausländischer Hersteller gewinnen beständig hinzu. Die Verkäufe
schwerer Lkw stiegen 2011 um das 2,8fache im Vergleich zum Vorjahr auf
112.000 Stück. Doch das ist nicht das Ende des Booms: Branchenexperten
der Boston Consulting Group (BCG) rechnen bis 2020 mit einem
Marktvolumen von 230.000 verkauften schweren Lkw jährlich. Das wären
mehr als doppelt so viele Fahrzeuge wie heute. Bereits im laufenden Jahr
2012 dürften laut BCG über 170.000 Lkw mit einem Gewicht von über 12
Tonnen verkauft werden.
Struktur des russischen Lkw-Marktes (in 1.000 Stück)
| Kennzahl | 2010 | 2011 | Veränderung 2011/2010 in % |
| Marktvolumen, davon | 209,2 | 331,9 | 58,7 |
| .russische Lkw | 121,3 | 165,3 | 36,3 |
| .importierte neue Lkw | 62,6 | 129,1 | 106,2 |
| .in Russland gefertigte, ausländische Lkw | 13,6 | 21,2 | 55,9 |
| .importierte gebrauchte Lkw | 11,7 | 16,3 | 39,3 |
Quelle: ASM-Holding, zitiert in der Wirtschaftszeitung "Kommersant"
Rund
56% der verkauften Lkw sind Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis
zu 3,5 t. Der Bestseller war auch 2011 wieder der Kleintransporter aus
dem Gorkowski Awtomobilny Sawod (GAZ): Die Automobilschmiede aus Nischni
Nowgorod verkaufte über 57.000 GAZel-Fahrzeuge. Lkw mit einem Gewicht
von 3,5 bis 12 t kommen auf einen Marktanteil von 11,7%, schwere Lkw mit
einem Gewicht über 12 t auf 31,5%. Bei den schweren Lastkraftwagen hat
ebenfalls ein russischer Traditionshersteller die Nase vorn: Kamaz
verkaufte 2011 insgesamt 45.200 Lkw. Zu den erfolgreichsten
ausländischen Marken zählen MAN (7.169 Fahrzeuge), Scania (6.792
Fahrzeuge) und Volvo (5.223 Fahrzeuge).
Neue Impulse zugunsten von
Importprodukten könnte der WTO-Beitritt mit sich bringen. Dann sinken
die Zölle auf neue Lkw umgehend von 25 auf 10% und drei Jahre später auf
5%. Jedoch noch stärker auswirken dürften sich die Änderungen bei den
Zöllen auf Gebrauchtfahrzeuge. Mit WTO-Beitritt sinken die Zölle für
drei bis sieben Jahre alte Lastkraftwagen auf 15% und drei Jahre später
auf 10%. Bisher galten für diese Lkw hubraumabhängige Zollsätze
(zwischen 30 und 105% des Zollwertes). Für über sieben Jahre alte
Fahrzeuge wird der Zollsatz von 4,40 Euro auf 1,00 Euro pro
Kubikzentimeter Hubraum gesenkt. Doch auf Importeure kommen neue
Probleme zu. Russland hat eine Abwrackgebühr für Import-Lkw festgesetzt.
So kostet die Einfuhr von Lastkraftwagen neben der Zollgebühr künftig
135.000 bis 1,6 Mio. Rubel extra. Beim Import eines neuen 40-Tonners
werden 15.000 Euro fällig, sagten Brancheninsider im Gespräch mit
Germany Trade & Invest. Russische Produzenten geben lediglich eine
Abwrackverpflichtung ab und sparen diese Summe.
Die GAZ Gruppe und
Daimler haben sich Ende Juni 2012 endgültig auf ein Konzept zur
industriellen Montage des Mercedes-Benz Sprinter geeinigt. Beide
Konzerne wollen insgesamt 190 Mio. Euro investieren: Daimler 100 Mio.
Euro, GAZ 90 Mio. Euro. Die Anlagen sollen aus Argentinien nach Russland
gebracht werden. Im Jahr 2013 sollen bereits 9.000 Sprinter montiert
werden.
MAN will im Oktober 2012 die Montage von Lkw bei Sankt
Petersburg aufnehmen. Die Investitionen in den Betrieb belaufen sich auf
25 Mio. Euro, die Investitionen in ein neues Servicezentrum auf 10 Mio.
Euro.
Der japanische Lkw-Hersteller Isuzu Motors hat die
Produktion seiner Fahrzeuge in Kooperation mit Sollers im Automobilwerk
Uljanowsk wieder aufgenommen. Künftig sollen dort jährlich 5.000
Nutzfahrzeuge pro Jahr hergestellt werden, ließ die Pressestelle der
Regierung des Gebietes Uljanowsk verlauten.
Der russische
Lkw-Hersteller Kamaz investiert 1,3 Mrd. Rubel in ein neues
Forschungszentrum in Skolkowo. Der russische Lkw-Gigant will dort nicht
nur alternative Antriebstechniken erforschen. Kamaz-Fahrer sollen auch
in den Genuss von neuesten IT-Entwicklungen in ihren Fahrzeugen kommen,
beispielweise von störungsfreien Funkverbindungen zu Kunden, anderen
Verkehrsteilnehmern und der Straßenpolizei.
Beim russischen
Transportministerium erwägt man derzeit eine Lkw-Maut für die Nutzung
föderaler Fernstraßen von 3,5 Rubel pro Kilometer für Lkw mit einem
zulässigen Gesamtgewicht über 12 Tonnen. Die Fahrleistung soll mithilfe
des russischen Satellitensystems Glonass ermittelt werden. Als
Technologiepartner sind Unternehmen wie T-Systems, Continental, Siemens
und Q-Free im Gespräch, berichtete die russische Nachrichtenagentur
Prime. Bei Glonass rechnet man mit 5,3 Mio. Lkw in Russland, davon
sollen rund 1,5 Mio. Fahrzeuge mehr als 12 t wiegen.
Im Jahr 2011
wurden russlandweit rund 60.600 Busse verkauft. Davon waren 60%
Fahrzeuge russischer Marken, 21% importierte Neufahrzeuge, 12% in
Russland produzierte Fahrzeuge ausländischer Marken und knapp 6%
importierte Gebrauchtfahrzeuge.
Kennzahlen des Marktes für Busse 2010 und 2011
| Kennzahl | 2010 *) | 2011 | Veränderung 2011/2010 in % |
| Marktvolumen, davon | 50.590 | 60.607 | 19,8 |
| russische Marken | 35.970 | 37.031 | 2,9 |
| importierte neue Busse | 6.830 | 12.727 | 86,3 |
| in Russland gefertigte, ausländische Busse | 5.970 | 7.394 | 23,9 |
| importierte gebrauchte Busse | 1.520 | 3.455 | 127,3 |
*) in der Originalquelle ist die Herkunft von 300 Bussen nicht belegt
Quelle: ASM-Holding, zitiert in der Wirtschaftszeitung "Kommersant"
Der
russische Busfuhrpark ist stark veraltet. Über die Hälfte aller in
Russland zugelassenen Fahrzeuge ist älter als 15 Jahre. Vor allem Busse,
die im öffentlichen Personennahverkehr in Städten und Kreisen
eingesetzt werden, sind oft extrem verschlissen. Der Einkauf von Bussen
durch Städte und Kommunen sei 2011 im Vergleich zu 2010 um ein Drittel
zurückgegangen (mit Ausnahme der Stadt Moskau), sagt Maksim Karow von
der GAZ Gruppe. GAZ plant 2012 die Produktion und den Verkauf von bis zu
14.000 Bussen (zum Vergleich 2011: 13.200 Busse). Zur GAZ Gruppe
gehören die Werke Pawlowski awtobusnyi sawod, Likinski awtobusnyi sawod,
Kurganski awtobusnyi sawod und Golizinski awtobusnyi sawod.
Das
Unternehmen Dschemir will ein neues Werk für 3.600 tiefliegende
Kleinbusse im Gebiet Tscheljabinsk bauen, bestätigte Direktor Jewgeni
Ryschkow Mitte Mai 2012 gegenüber dem Industrieministerium des Gebiets.
Die Investitionen belaufen sich auf 500 Mio. Rubel. Das 18-sitzige
Modell Crossity Lf soll mit Erdgas betrieben werden können und 1,7 Mio.
Rubel kosten.
Im Rahmen des WTO-Beitritts der Russischen
Föderation bleibt bei Bussen der Importzollsatz für Neufahrzeuge
zunächst unverändert bei 20%. Mit den Jahren sinkt dieses Niveau dann
auf 10%, schreibt die Wirtschaftszeitung "Wedomosti". Bei gebrauchten
Bussen tritt unverzüglich eine Senkung des Zollsatzes in Kraft. Vor dem
WTO-Beitritt galt ein Zollsatz von 30%, aber mindestens 2,20 Euro bis
höchstens 3,00 Euro pro Kubikzentimeter Hubraum. Mit der Mitgliedschaft
Russlands in der WTO sinkt der Satz auf gebrauchte Busse unverzüglich
auf 15% des Zollwertes.
Der Markt für Busse (ohne Minibusse) ist
im Jahr 2011 um ein Drittel auf 18.300 Fahrzeuge gestiegen, heißt es
beim russischen Hersteller GAZ. Die Importe haben in diesem Segment von
2.000 auf 4.500 Fahrzeuge zugelegt. Am besten entwickelte sich die
Nachfrage nach Tourismus-Bussen für den internationalen Reiseverkehr:
Der Absatz verdoppelte sich auf 2.200 Stück. Das Marktvolumen von 10
Mrd. Rubel lag bereits wieder auf dem Vorkrisenniveau von 2007.
Marktvolumen für große Busse in Russland (in Stück; in %) 1)
| Jahr | Absatz von Neufahrzeugen (in Stück) | davon Marktanteil der GAZ-Gruppe (in %) |
| 2009 | 11.950 | 76 |
| 2010 | 13.738 | 70 |
| 2011 | 18.282 | 64 |
| 2012 2) | 16.600 | 67 |
| 2013 2) | 17.700 | 68 |
| 2014 2) | 18.300 | 67 |
| 2015 2) | 19.500 | 67 |
1) ohne Mikrobusse; 2) Prognose
Quelle: GAZ Gruppe, zitiert in der Zeitschrift "Wedomosti"
August 2012
(H.B.)
Zertifizierung
GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,
Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland