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Montag, 29. Oktober 2012

Automobilmarkt in Russland wächst 2012 auf 2,8 Mio. Fahrzeuge

Moskau (gtai) - Der russische Kfz-Markt zählt zu den Zugpferden der Wirtschaft. Für das gesamte Jahr 2012 prognostiziert die Association of European Businesses einen Absatz von über 2,8 Mio. Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Im Rahmen des Beitritts der Russischen Föderation zur WTO werden zwar die Einfuhrzölle auf Kraftfahrzeuge sinken. Aber künftig soll für importierte Pkw und Lkw neben dem Zollsatz auch eine Abwrackgebühr verlangt werden. Dieses fördert den Trend zu Investitionen in Produktionskapazitäten innerhalb Russlands.WTO-Beitritt lässt Einfuhrzölle sinken / Abwrackgebühr und Lkw-Maut trüben die Freude / Von Bernd Hones
 
Der Absatz von neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ist im 1. Halbjahr 2012 um 14% auf 1,4 Mio. Stück gestiegen. Jörg Schreiber, Vorsitzender des Komitees der Automobilproduzenten bei der Association of European Businesses (AEB), rechnet für das Gesamtjahr 2012 mit einem Absatz von über 2,8 Mio. Fahrzeugen. Im 2. Halbjahr dürfte das Wachstum allerdings wesentlich schwächer ausfallen als noch in den ersten sechs Monaten, so die Prognose. Der Wert der in Russland im 1. Halbjahr verkaufen Pkw (Neuwagen) stieg laut PricewaterhouseCoopers um 26% auf 34,2 Mrd. US$. Die Importe legten in den ersten fünf Monaten um über 15% zu.
Entwicklung des russischen Pkw-Marktes (in 1.000 Stück)

2008 2009 2010 2011 1. Hj. 2012 Veränderung 1. Hj. 2012 / 1. Hj. 2011 in %
Absatzzahlen 2.771 1.466 1.911 2.650 1.410 14
Quelle: Association of European Businesses

Erstmals liegt die Volkswagen Gruppe mit den Marken Volkswagen, Audi, Skoda, Seat und Volkswagen Nutzfahrzeuge bei den Verkaufszahlen auf dem 2. Platz hinter dem Spitzenreiter AwtoWAZ-Renault-Nissan. Im 1. Halbjahr 2012 verkaufte die Volkswagen Gruppe in Russland über 152.000 Fahrzeuge. Auch die deutschen Premiummarken Mercedes-Benz und BMW legten im 1. Halbjahr um über 30% zu.
Russlands meistverkaufte Automarken im 1. Halbjahr 2012 (in Stück)
Marke 1. Hj. 2011 1. Hj. 2012 Veränderung 2011/2010 (in %)
Lada 291.540 250.732 -14
Renault 74.337 95.579 29
Chevrolet 81.527 95.534 17
Kia 72.901 90.997 25
Hyundai 73.813 89.243 21
VW 45.517 81.050 78
Nissan 59.374 79.494 34
Toyota 57.615 76.809 33
Ford 53.556 63.359 18
Skoda 32.528 45.982 41
Quelle: Association of European Businesses (AEB)

Im Rahmen des WTO-Beitritts werden zwar die Einfuhrzölle auf Pkw sinken. Aber künftig soll für importierte Pkw - neben dem im WTO-Verhandlungsmarathon festgezurrten Zollsatz - auch eine Abwrackgebühr von 24.000 bis 596.000 Rubel (615 bis 15.266 Euro) pro Fahrzeug fällig werden. Das dürfte die Abgabenlast auf Importfahrzeuge weitestgehend stabil halten und ist ein weiterer Anreiz für die Lokalisierung der Produktion in Russland. Laut PricewaterhouseCoopers liegt das Durchschnittsalter des russischen Fuhrparks bei 12 Jahren, ein Drittel ist älter als 15 Jahre.

Das Gemeinschaftsunternehmen PSMA Peugeot-Citroen und Mitsubishi hat im Juli 2012 erstmals im vollen Produktionszyklus (CKD-Montage) gearbeitet. Das erste Modell ist der Peugeot 408; ab November 2012 soll der Mitsubishi Outlander montiert werden. Bis 2015 soll das Werk in Kaluga auf eine Kapazität von 125.000 Fahrzeugen pro Jahr erweitert werden.

Der chinesische Autokonzern Lifan sucht nach einem geeigneten Produktionsstandort in Russland. Im Gespräch sind die Regionen Jaroslawl und Kaluga. Geplant ist ein Werk für 50.000 Automobile pro Jahr. Die Investitionen sollen sich auf 200 Mio. US$ belaufen, heißt es in der Wirtschaftszeitung Rbk daily. Als Partner von Lifan könnte sich auch der chinesische Hersteller Haima am Projekt beteiligen.

Bei der Finanzierung des geplanten Werks von Fiat-Chrysler in Sankt Petersburg kommt es zu Verzögerungen. Das liege allerdings nur an technischen Fragen, so Sberbank-Chef German Gref. Die Sberbank wird 20% an der Gemeinschaftsfirma halten, die Italiener die Mehrheit. In dem Werk sollen jährlich 120.000 Automobile vom Fließband laufen. Die Investitionskosten werden auf 32 Mrd. Rubel beziffert (über 800 Mio. Euro; EZB-Wechselkurs vom 17.7.12: 1 Euro = 39,81 Rubel).
Auch der japanische Konzern Nissan investiert weiter. Nissan will zusätzlich 167 Mio. Euro in seinen Betrieb in Sankt Petersburg stecken. Dadurch sollen die Produktionskapazitäten des Werks bis 2015 verdoppelt und künftig fünf Modelle in der Ostseemetropole gefertigt werden - zwei mehr als heute.

Im Automobilcluster Kaliningrad sollen künftig 350.000 Fahrzeuge jährlich gebaut werden. Dazu sind Investitionen von 100 Mrd. Rubel nötig. Bis zu 80 Mrd. Rubel sollen die Automobilschmieden beisteuern, den Rest solle der russische Staat aufbringen - diese These vertritt Wladimir Scherbakow, Leiter von Awtotor in Kaliningrad. In dem Cluster soll es künftig sechs Automobilfabriken und 15 Komponentenhersteller geben.
In das angeschlagene Autowerk IschAwto in Ischewsk (Republik Udmurtien) sollen bis 2016 rund 10 Mrd. Rubel fließen. Der Präsident des russischen Autoriesen AwtoWAZ, Igor Komarow, plant bis dahin die Produktionskapazitäten auf 300.000 Einheiten zu erweitern. Es soll zwei Montagelinien geben; auf einer dürfte der Lada "Granta" gebaut werden.

Zusätzlich will AwtoWAZ zusammen mit Renault und Nissan bis 2015 bis zu 60 Mrd. Rubel in die Modernisierung seines Stammwerks in Togliatti investieren, wird Komarow weiter zitiert. Zusammen mit seinen französisch-japanischen Partnern will AwtoWAZ zum Jahr 2017 die Produktionsvolumina auf 1,2 Mio. Fahrzeuge steigern.
Aleksei Rachmanow, Vize-Industrieminister und zuständig für den Automobilsektor, glaubt, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 5 Mrd. US$ in den Aufbau von Kfz-Zulieferstrukturen fließen werden. Gemeint sind alle Bereiche der Kfz-Teileproduktion - von Motoren und Getrieben über Stahlteile bis hin zu Armaturen.

Zumindest bei der Motorenproduktion wird Rachmanow Recht behalten. Volkswagen beabsichtigt, in der Region Wladimir ein Werk für 600 Antriebseinheiten pro Tag zu errichten. Diese Fabrik und ein großer Logistikkomplex dürften 230 Mio. Euro kosten, meldete die Nachrichtenagentur Prime. Das Industriegrundstück wird der deutsche Autobauer kostenfrei erhalten und dazu Subventionen als Kompensation für die Anlageinvestitionen. Volkswagen ist zurzeit der fünftgrößte Automobilproduzent in Russland, will aber eigenen Plänen zufolge bis 2018 unter die Top-3 aufsteigen.
Der deutsche Kfz-Zulieferer Saargummi plant im Gebiet Jaroslawl ein Werk zur Produktion von Dichtungsgummis zu bauen. Das ist bereits der zweite Betrieb in Russland - nach Nischni Nowgorod. Laut einer Meldung von Prime werden die Investitionen zwischen 15 Mio. und 17 Mio. Euro liegen. Der Ausbau erfolgt schrittweise und soll erst 2017 abgeschlossen sein.

Der russische Komponentenhersteller Awtokomponent will ein Werk in Togliatti bauen. Dort sollen Kunststoffkomponenten für die Innenausstattung der Pkw-Modelle Lada Priora, Niva, Kalina, Granta und Largus produziert werden. Die Kosten belaufen sich auf 900 Mio. Rubel.
Russland war im Jahr 2011 mit 373.000 Einheiten der zweitgrößte Markt Europas für Lastkraftwagen, leichte Nutzfahrzeuge und Busse - gleich hinter Frankreich. Der Markt für kommerzielle Fahrzeuge wuchs um sagenhafte 51,8%, schreibt die Wirtschaftszeitung "Kommersant". Der Marktanteil postsowjetischer Marken sinkt, Importe und in Russland produzierte Marken ausländischer Hersteller gewinnen beständig hinzu. Die Verkäufe schwerer Lkw stiegen 2011 um das 2,8fache im Vergleich zum Vorjahr auf 112.000 Stück. Doch das ist nicht das Ende des Booms: Branchenexperten der Boston Consulting Group (BCG) rechnen bis 2020 mit einem Marktvolumen von 230.000 verkauften schweren Lkw jährlich. Das wären mehr als doppelt so viele Fahrzeuge wie heute. Bereits im laufenden Jahr 2012 dürften laut BCG über 170.000 Lkw mit einem Gewicht von über 12 Tonnen verkauft werden.
Struktur des russischen Lkw-Marktes (in 1.000 Stück)
Kennzahl 2010 2011 Veränderung 2011/2010 in %
Marktvolumen, davon 209,2 331,9 58,7
.russische Lkw 121,3 165,3 36,3
.importierte neue Lkw 62,6 129,1 106,2
.in Russland gefertigte, ausländische Lkw 13,6 21,2 55,9
.importierte gebrauchte Lkw 11,7 16,3 39,3
Quelle: ASM-Holding, zitiert in der Wirtschaftszeitung "Kommersant"

Rund 56% der verkauften Lkw sind Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 t. Der Bestseller war auch 2011 wieder der Kleintransporter aus dem Gorkowski Awtomobilny Sawod (GAZ): Die Automobilschmiede aus Nischni Nowgorod verkaufte über 57.000 GAZel-Fahrzeuge. Lkw mit einem Gewicht von 3,5 bis 12 t kommen auf einen Marktanteil von 11,7%, schwere Lkw mit einem Gewicht über 12 t auf 31,5%. Bei den schweren Lastkraftwagen hat ebenfalls ein russischer Traditionshersteller die Nase vorn: Kamaz verkaufte 2011 insgesamt 45.200 Lkw. Zu den erfolgreichsten ausländischen Marken zählen MAN (7.169 Fahrzeuge), Scania (6.792 Fahrzeuge) und Volvo (5.223 Fahrzeuge).

Neue Impulse zugunsten von Importprodukten könnte der WTO-Beitritt mit sich bringen. Dann sinken die Zölle auf neue Lkw umgehend von 25 auf 10% und drei Jahre später auf 5%. Jedoch noch stärker auswirken dürften sich die Änderungen bei den Zöllen auf Gebrauchtfahrzeuge. Mit WTO-Beitritt sinken die Zölle für drei bis sieben Jahre alte Lastkraftwagen auf 15% und drei Jahre später auf 10%. Bisher galten für diese Lkw hubraumabhängige Zollsätze (zwischen 30 und 105% des Zollwertes). Für über sieben Jahre alte Fahrzeuge wird der Zollsatz von 4,40 Euro auf 1,00 Euro pro Kubikzentimeter Hubraum gesenkt. Doch auf Importeure kommen neue Probleme zu. Russland hat eine Abwrackgebühr für Import-Lkw festgesetzt. So kostet die Einfuhr von Lastkraftwagen neben der Zollgebühr künftig 135.000 bis 1,6 Mio. Rubel extra. Beim Import eines neuen 40-Tonners werden 15.000 Euro fällig, sagten Brancheninsider im Gespräch mit Germany Trade & Invest. Russische Produzenten geben lediglich eine Abwrackverpflichtung ab und sparen diese Summe.

Die GAZ Gruppe und Daimler haben sich Ende Juni 2012 endgültig auf ein Konzept zur industriellen Montage des Mercedes-Benz Sprinter geeinigt. Beide Konzerne wollen insgesamt 190 Mio. Euro investieren: Daimler 100 Mio. Euro, GAZ 90 Mio. Euro. Die Anlagen sollen aus Argentinien nach Russland gebracht werden. Im Jahr 2013 sollen bereits 9.000 Sprinter montiert werden.
MAN will im Oktober 2012 die Montage von Lkw bei Sankt Petersburg aufnehmen. Die Investitionen in den Betrieb belaufen sich auf 25 Mio. Euro, die Investitionen in ein neues Servicezentrum auf 10 Mio. Euro.
Der japanische Lkw-Hersteller Isuzu Motors hat die Produktion seiner Fahrzeuge in Kooperation mit Sollers im Automobilwerk Uljanowsk wieder aufgenommen. Künftig sollen dort jährlich 5.000 Nutzfahrzeuge pro Jahr hergestellt werden, ließ die Pressestelle der Regierung des Gebietes Uljanowsk verlauten.

Der russische Lkw-Hersteller Kamaz investiert 1,3 Mrd. Rubel in ein neues Forschungszentrum in Skolkowo. Der russische Lkw-Gigant will dort nicht nur alternative Antriebstechniken erforschen. Kamaz-Fahrer sollen auch in den Genuss von neuesten IT-Entwicklungen in ihren Fahrzeugen kommen, beispielweise von störungsfreien Funkverbindungen zu Kunden, anderen Verkehrsteilnehmern und der Straßenpolizei.
Beim russischen Transportministerium erwägt man derzeit eine Lkw-Maut für die Nutzung föderaler Fernstraßen von 3,5 Rubel pro Kilometer für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 12 Tonnen. Die Fahrleistung soll mithilfe des russischen Satellitensystems Glonass ermittelt werden. Als Technologiepartner sind Unternehmen wie T-Systems, Continental, Siemens und Q-Free im Gespräch, berichtete die russische Nachrichtenagentur Prime. Bei Glonass rechnet man mit 5,3 Mio. Lkw in Russland, davon sollen rund 1,5 Mio. Fahrzeuge mehr als 12 t wiegen.
Im Jahr 2011 wurden russlandweit rund 60.600 Busse verkauft. Davon waren 60% Fahrzeuge russischer Marken, 21% importierte Neufahrzeuge, 12% in Russland produzierte Fahrzeuge ausländischer Marken und knapp 6% importierte Gebrauchtfahrzeuge.
Kennzahlen des Marktes für Busse 2010 und 2011
Kennzahl 2010 *) 2011 Veränderung 2011/2010 in %
Marktvolumen, davon 50.590 60.607 19,8
russische Marken 35.970 37.031 2,9
importierte neue Busse 6.830 12.727 86,3
in Russland gefertigte, ausländische Busse 5.970 7.394 23,9
importierte gebrauchte Busse 1.520 3.455 127,3
*) in der Originalquelle ist die Herkunft von 300 Bussen nicht belegt
Quelle: ASM-Holding, zitiert in der Wirtschaftszeitung "Kommersant"

Der russische Busfuhrpark ist stark veraltet. Über die Hälfte aller in Russland zugelassenen Fahrzeuge ist älter als 15 Jahre. Vor allem Busse, die im öffentlichen Personennahverkehr in Städten und Kreisen eingesetzt werden, sind oft extrem verschlissen. Der Einkauf von Bussen durch Städte und Kommunen sei 2011 im Vergleich zu 2010 um ein Drittel zurückgegangen (mit Ausnahme der Stadt Moskau), sagt Maksim Karow von der GAZ Gruppe. GAZ plant 2012 die Produktion und den Verkauf von bis zu 14.000 Bussen (zum Vergleich 2011: 13.200 Busse). Zur GAZ Gruppe gehören die Werke Pawlowski awtobusnyi sawod, Likinski awtobusnyi sawod, Kurganski awtobusnyi sawod und Golizinski awtobusnyi sawod.

Das Unternehmen Dschemir will ein neues Werk für 3.600 tiefliegende Kleinbusse im Gebiet Tscheljabinsk bauen, bestätigte Direktor Jewgeni Ryschkow Mitte Mai 2012 gegenüber dem Industrieministerium des Gebiets. Die Investitionen belaufen sich auf 500 Mio. Rubel. Das 18-sitzige Modell Crossity Lf soll mit Erdgas betrieben werden können und 1,7 Mio. Rubel kosten.
Im Rahmen des WTO-Beitritts der Russischen Föderation bleibt bei Bussen der Importzollsatz für Neufahrzeuge zunächst unverändert bei 20%. Mit den Jahren sinkt dieses Niveau dann auf 10%, schreibt die Wirtschaftszeitung "Wedomosti". Bei gebrauchten Bussen tritt unverzüglich eine Senkung des Zollsatzes in Kraft. Vor dem WTO-Beitritt galt ein Zollsatz von 30%, aber mindestens 2,20 Euro bis höchstens 3,00 Euro pro Kubikzentimeter Hubraum. Mit der Mitgliedschaft Russlands in der WTO sinkt der Satz auf gebrauchte Busse unverzüglich auf 15% des Zollwertes.

Der Markt für Busse (ohne Minibusse) ist im Jahr 2011 um ein Drittel auf 18.300 Fahrzeuge gestiegen, heißt es beim russischen Hersteller GAZ. Die Importe haben in diesem Segment von 2.000 auf 4.500 Fahrzeuge zugelegt. Am besten entwickelte sich die Nachfrage nach Tourismus-Bussen für den internationalen Reiseverkehr: Der Absatz verdoppelte sich auf 2.200 Stück. Das Marktvolumen von 10 Mrd. Rubel lag bereits wieder auf dem Vorkrisenniveau von 2007.
Marktvolumen für große Busse in Russland (in Stück; in %) 1)
Jahr Absatz von Neufahrzeugen (in Stück) davon Marktanteil der GAZ-Gruppe (in %)
2009 11.950 76
2010 13.738 70
2011 18.282 64
2012 2) 16.600 67
2013 2) 17.700 68
2014 2) 18.300 67
2015 2) 19.500 67
1) ohne Mikrobusse; 2) Prognose
Quelle: GAZ Gruppe, zitiert in der Zeitschrift "Wedomosti"
August 2012
(H.B.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland