Unternehmen zur Vernetzung der Basisstationen aus dem Projekt ausgestiegen
Moskau
(gtai) - Der Aufbau des Digitalfunks gemäß dem Standard Trans European
Trunk Radio (TETRA) verzögert sich in Sotschi. Ursprünglich hatte die
russische Regierung 2009 den Oktober 2012 als Termin zur
Netzaufschaltung für 25.000 Teilnehmer festgelegt. Allein das
Internationale Olympische Komitee hat für seine Zwecke vorsorglich
10.000 Abonnements reservieren lassen. Inzwischen wird der Oktober 2013
als neuer Startschuss für das Funknetz anvisiert.
Ursache für die zeitliche Verschiebung sind finanzielle Probleme
des Teilauftragnehmers Meschgorswjazstroi, der daraufhin im Sommer 2012
den Ausstieg aus dem Projekt bekannt gegeben hatte. Meschgorswjazstroi
war bei der Ausschreibung zu diesem Vorhaben zusammen mit der SAO
RadioTel vom Auftraggeber, der Föderalen Agentur für
Fernsprechverbindungen (Rosswjaz), als Sieger ausgewählt worden.
Der
damalige Mitbewerber Rostelekom blieb dagegen unberücksichtigt, da
keine Lizenz für die notwendigen ingenieurtechnischen Untersuchungen
vorlag. Durch den Ausstieg von Meschgorswjazstroi spekulieren Experten,
dass Rostelekom nun doch zumindest die Fertigstellung des
Lichtleiternetzes angeboten bekommt. Es könnte aber auch eine neue
Ausschreibung erfolgen.
Meschgorswjazstroi hatte sich zur
Verlegung von 700 km Lichtfaserleitern auf den Trassen
Anapa-Dschubga-Sotschi-Krasnodar und zur Verkabelung der Basisstationen
im Gesamtwert von 2,5 Mrd. Rubel (circa 62,5 Mio. Euro) verpflichtet. Es
wird vermutet, dass davon zwei Drittel realisiert wurden.
Der
durch RadioTel zu realisierende Projektteil, der Bau von 84
Basisstationen, die im Standard TERTA arbeiten, wurde dagegen erfüllt.
Die Kosten dafür belaufen sich auf 2,2 Mrd. Rubel (circa 55 Mio. Euro).
Wie ein Unternehmensvertreter mitteilte, kann das Netz aber so lange
nicht aufgeschaltet werden, wie der Anschluss der Basisstationen an das
Lichtleiternetz noch nicht vollzogen wurde. Damit wird nun für Oktober
2013 gerechnet.
Wie die Wirtschaftszeitung "Kommersant"
berichtete, wurden gegen Meschgorswjazstroi bei einem Schiedsgericht in
Moskau sechs Gläubigeranträge auf Einleitung eines Konkursverfahrens
eingereicht. Der erste Antrag, gestellt vom Lieferanten von
Glasfaserkabeln ZAO OKS 01, datiert auf den März 2012 zurück.
Tipp
Die
aktuelle Ausgabe des Sotschi-Newsletters und weitere Informationen zu
den Vorbereitungsarbeiten auf die Olympischen Winterspiele 2014 finden
Sie unter:
Kontaktanschrift:
Föderale Agentur für Fernsprechverbindungen (Rosswjaz)
ul. Twerskaja 7, 125375 Moskau
Tel.: 007/495/771 82 73, Fax: -771 87 54
E-Mail: mail@minsvyaz.ru, Internet: http://www.rossvyaz.ru
(U.U.)
Zertifizierung
GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,
Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland