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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Reifenkapazitäten in Russland steigen stark

Höhere Qualitätsstandards verschärfen Konkurrenzdruck auf russische Hersteller von Basiskautschuk / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Russland ist ein wichtiger Kautschukexporteur, während die Inlandsnachfrage zuletzt verhalten ausfiel. Das 1. Halbjahr 2012 war zwar noch von starkem Wachstum geprägt - der Markt für Reifen legte um ein Viertel zu. Aber seit Sommer ist der Aufwind verflogen. Doch je mehr Reifen in Russland produziert werden, desto besser die Absatzchancen für russische Kautschukhersteller. Entscheidend wird sein, ob ihre Produkte den steigenden Qualitätsanforderungen entsprechen können.

Russische Chemiekonzerne produzieren rund 8% der weltweit erzeugten synthetischen Kautschuke. Das ist Platz 5 im internationalen Ranking. Den größten Marktanteil haben russische Unternehmen bei herkömmlichen Kautschuken. Spezialkautschuke kommen selten aus dem größten Land der Welt. Wegen der schwachen Inlandsnachfrage konzentrieren sich die Hersteller auf den Export. Russlands Marktführer Sibur rechnet für 2012 mit einem Exportanteil von 68%. Davon gehen rund zwei Drittel nach Europa, 18% nach Asien und 6% auf den amerikanischen Kontinent.

Im Jahr 2012 dürften in Russland 1,2 Mio. t synthetischen Kautschuks produziert werden. Die Kapazitäten liegen bei 1,44 Mio. t. Sprich: Der Auslastungsgrad liegt bei ordentlichen 80%. In Russland dürften 2012 rund 430.000 t synthetischen Kautschuks nachgefragt werden, über 800.000 t gehen in den Export, schätzt Sibur. Zum Jahr 2017 dürften die Kapazitäten für synthetischen Kautschuk auf 1,66 Mio. t steigen, die Inlandsnachfrage legt auf über 500.000 t zu. Russland ist ein sehr spezifischer Markt. Denn der hohe Exportanteil bedeutet längst nicht, dass Russland sich selbst versorgen kann. Das gilt nur für Basiskautschuke. Bei Spezialkautschuken gibt es Defizite. Dasselbe gilt für Additive. Das dürfte auch weiterhin so bleiben.

Entscheidend für die gesamte Branche ist die Entwicklung des Automobil- und Reifenmarktes. Russland steht kurz davor, der größte Kfz-Markt Europas zu werden. Nur in der Bundesrepublik Deutschland werden mehr Neufahrzeuge angemeldet als in der Russischen Föderation. Sicherer, leiser, umweltfreundlicher - die neuen technischen Anforderungen an die Reifenqualität auf europäischer Ebene bescheren den Herstellern von Spezialkautschuken volle Auftragsbücher. Für Hersteller von Standardkautschuksorten - und dazu zählen auch russische Konzerne - dürfte der Konkurrenzdruck hingegen deutlich zunehmen. Noch ist unklar, ob und wann Russland bei den Anforderungen nachzieht, aber dauerhaft wird sich das Land diesen höheren Standards nicht verschließen können.
Produktionskapazitäten von Reifenherstellern in Russland (in Mio. Stück)
Unternehmen 2012 2017 *)
Nokian 10,0 16,0
Michelin 1,3 4,0
Yokohama Rubber 1,4 3,5
Pirelli 10,5 12,4
Continental - 4,0
*) Prognose
Quellen: Sibur, Creon Energy

Heute gibt es laut Russian Automotive Market Research (RAMR) einen 39,5 Mio. Automobile zählenden Pkw-Fuhrpark in Russland, 2011 waren 3,9 Mio. Lkw und 800.000 Busse gemeldet. Kein Wunder also, dass 2012 bis zu 40 Mio. Pkw-Ersatzreifen gekauft werden dürften, davon mehr als die Hälfte Winterreifen. Dies prognostizierte John McClure von der Marktforschungsgesellschaft LMC International auf der Internationalen Kautschuk- und Reifen-Konferenz des Berater- und Marktforschungsunternehmens Inventra Ende November 2012 in Moskau.
Markt für Reifen in Russland (in Mio. Stk./in Mrd. Rbl) 1)
Reifenmarkt 1. Hj. 2010 1. Hj. 2011 1. Hj. 2012 Veränderung 1. Hj. 2012 / 1. Hj. 2011 in %
in Mio. Stück 20,2 25,8 31,9 23,3
in Mrd. Rubel 2) 78,7 108,4 135,4 24,9
1) für Pkw, Lkw und Busse 2) EZB-Wechselkurs vom 28.11.2012: 1 Euro = 40,15 Rubel
Quellen: Russian Automotive Market Research, Creon Energy

In den vergangenen Jahren haben die Reifenimporte stark zugelegt: Im Jahr 2011 hat Russland mehr als 12 Mio. Pkw- und 2 Mio. Nfz-Reifen eingeführt. Die meisten Kfz-Reifen kamen aus Japan, Westeuropa und Südostasien. Bei Lastkraftwagen war die Volksrepublik China das wichtigste Lieferland. Künftig, so John McClure, würden die Importe jedoch nur noch leicht wachsen, die Pkw-Reifenproduktion von heute 35 Mio. auf über 50 Mio. Stück zum Jahr 2017 stark steigen.

Wachstumstreibend wirkt der nach wie vor steigende Markt für die Erstausstattung von Kraftfahrzeugen. In Russland dürften 2012 rund 2,8 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft werden. Tendenz: weiter steigend. Das Interessante für die Reifenindustrie: Schon bald dürften davon mehr als 2 Mio. Automobile vor Ort in Russland produziert werden. Für das Jahr 2012 prognostizierte Tatjana Arabadschi von RAMR jedenfalls ein Produktionsvolumen von knapp 1,9 Mio. Personenkraftwagen. Haupttriebfeder sind vor allem ausländische Automobilschmieden. Damit dürfte sich deren Marktanteil von derzeit rund zwei Drittel weiter erhöhen. Das heißt aber auch: Schon bei der Erstausstattung wachsen die Geschäftschancen für Reifenproduzenten. Und je höher der Anteil ausländischer Marken ist, desto ausgeprägter auch das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Reifen.

Kontaktanschrift:
Inventra - ein Unternehmen der Creon-Gruppe
Universitetski Prospekt 9, 119296 Moskau
Tel.: 007 495/797 49 07, Fax: -938 00 08
Ansprechpartner für deutsche Firmen: Fares Kilzie (Präsident, E-Mail: fk@creon-online.ru)
(H.B.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland