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Donnerstag, 17. Januar 2013

Moskaus Schienentransport wird modernisiert

Stadt erwirbt Straßenbahnen / Aeroexpress schreibt Doppelstockwaggons aus / Kauf von U-Bahn-Zügen erfolgt 2013 / Von Ullrich Umann

Moskau (gtai) - Hersteller von Schienenfahrzeugen finden in Moskau einen aufnahmefähigen, wenn auch nicht leicht zu erschließenden Markt. Ergebnisse öffentlicher Ausschreibungen gemäß dem Föderalen Gesetz Nr. 94 werden nicht selten angefochten, zum Teil mit Erfolg. Die deutsche Wirtschaft ist in jüngster Zeit indirekt an Techniklieferungen nach Russland beteiligt, etwa über die deutschen Werke von Bombardier und Alstom, in denen Straßenbahnen, S-Bahnen und Komponenten gefertigt werden.

Bombardier gewann gemeinsam mit seinem Konsortialpartner, OAO Uralwagonzawod (UWZ), die durch Skandale erzwungene Wiederholung einer Ausschreibung seitens der Stadt Moskau zur Lieferung von 120 Niederflur-Straßenbahnzügen. Im Auftrag der beiden genannten Hersteller gab die OAO Uraltransmasch ein knapp kalkuliertes Angebot im Wert von 8,46 Mrd. Rubel (211,5 Mio. Euro) ab und erhielt am 14.12.2012 prompt den Zuschlag.

Der einzige noch übriggebliebene Wettbewerber, ein Konsortium aus Transmaschholding und Alstrom, in dessen Namen wiederum die OOO TransRus ein Angebot über 8,5 Mrd. Rubel unterbreitete, ging leer aus. Die ausschreibende Stelle, die Stadt Moskau, hatte kurz zuvor die finanzielle Obergrenze für Offerten von 9,2 Mrd. auf 9 Mrd. Rubel gesenkt.

Von den 120 Straßenbahnen werden 70 Züge bis 2014 ausgeliefert und die verbleibenden 50 im Folgejahr. Bestellt wurden geräuscharme Niederflurzüge, die über moderne Heizungen und Klimaanlagen sowie ein Ortungssystem verfügen, das auf dem russischen Satellitenortungssystem GLONASS basiert. Diese Züge sollen eine Geschwindigkeit von bis zu 75 km/h entwickeln können.

Alstom ging zwar aus dieser Ausschreibung ohne Auftrag heraus, beteiligt sich aktuell aber an einem noch umfangreicheren Tender von Aeroexpress zur Lieferung von 140 Doppelstockwaggons im Wert von 25 Mrd. Rubel (625 Mio. Euro). Diese sollen auf den Verbindungsstrecken der Schnellbahn Aeroexpress zwischen drei Moskauer Bahnhöfen und den Flughäfen Domodedowo, Scheremetjewo und Wnukowo zum Einsatz kommen. Mit der Zuschlagserteilung für die Lieferung des rollenden Materials wird für den 10.2.2013 gerechnet.

Die Entscheidung zum Austausch der ein- durch zweistöckige Waggons wurde auf Grund des steigenden Passagieraufkommens gefällt. Derzeit nutzen etwa 14 Mio. Menschen pro Jahr die Schnellbahn, mit steigender Tendenz. Von den ursprünglich acht Herstellern, die im Sommer 2012 ihre Angebote eingereicht hatten, sollen es lautt Wirtschaftsnachrichtenagentur Prime die französische Alstom, die Schweizer Stadler und die tschechische Skoda auf die Shortlist geschafft haben.

Zum Gesamtpaket gehören 112 Waggons als fester Bestandteil im Wert von 20 Mrd. Rubel und weitere 34 Waggons als Option, inklusive Ersatzteile sowie Ausbildung und Schulung des Personals. Ob die Option auf 34 Waggons wahrgenommen wird, hängt vom tatsächlichen Passagieraufkommen zum endgültigen Auslieferungstermin ab. Wegen der im Tagesverlauf schwankenden Passagierzahlen sollen die Züge zudem mit einer flexibel anpassbaren Anzahl von Waggons fahren können.

Wie ein Sprecher von Aeroexpress mitteilte, muss das Gesamtgeschäft fremdfinanziert werden. Aus diesem Grund macht es sich für die Hersteller erforderlich, dem Bieterpaket günstige Kredite beizufügen. Dies könnte sich letztendlich sogar als entscheidend für die Zuschlagserteilung erweisen, wie es aus Kreisen um Aeroexpress hieß. Sobald der Gewinner und damit die zu erwerbende Technologie feststeht, wird Aeroexpress zusätzlich die Reparatur- und Wartungsdepots modernisieren.

Aeroexpress betreibt neben Moskau ähnlich geartete Strecken in Sotschi, Kazan und Wladiwostok. Gegründet wurde das Unternehmen seitens der staatlichen Eisenbahngesellschaft OAO RZD (50% Anteile) gemeinsam mit der Transgroup AS (25%) sowie den Privatleuten Andrej Bokarew (7,5%) und Iskander Machmudow (17,5%). Dem Vernehmen nach hat RZD vor, 25% seiner Anteile zu verkaufen.

Für 2013 wird eine Ausschreibung zur Lieferung von 360 U-Bahn-Waggons erwartet. Eine inoffizielle Vorankündigung wurde seitens der Stadt Moskau lanciert. Das Ausschreibungsvolumen wird dabei auf 9 Mrd. Rubel (225 Mio. Euro) geschätzt. Es kann davon ausgegangen werden, dass dann erneut die beiden Konsortien aus Bombardier und Uralwagonzawod sowie Transmaschholding und Alstrom in den Ring steigen werden.

Für Bombardier und Uralwagonzawod, bei denen Kapazitäten zum Bau der 120 Straßenbahnzüge gebunden sind, könnten im Falle des erneuten Zuschlags zur Herstellung der U-Bahn-Waggons aber finanzielle Risiken entstehen, zumal noch nicht einmal alle notwendigen lokalen Zulieferer gefunden wurden, wie das Wirtschaftsblatt "Kommersant" berichtete. Sollten zur Realisierung eines möglichen U-Bahn-Kontraktes zusätzliche Investitionen notwendig werden, könnte das Konsortium schnell in die roten Zahlen rutschen.

Es muss abgewartet werden, ob die Stadt Moskau die daraus resultierenden Konsequenzen bei der Erfüllung des Straßenbahn- und U-Bahn-Projektes auf sich nehmen möchte oder doch eher auf Liefersicherheit setzt. Dazu wäre bei der Zuschlagserteilung eine Diversifizierung der Lieferanten notwendig.

Internetadressen:

Aeroexpress
Ausschreibungsportal der Stadt Moskau
(U.U.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland