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Freitag, 13. Mai 2011

Russlands Markt für Farben und Lacke wird 2011 stark wachsen

Automobilindustrie und Wohnungsbau als treibende Kräfte / Deutschland ist wichtigstes Lieferland / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Der russische Markt für Farben und Lacke hat sich im Jahr 2010 erholt. Die Verkäufe lagen um 12% über dem Vorjahresniveau. Import und Produktion stiegen sogar um 14%. Damit hat die Branche nicht nur verlorenen Boden zurückgewonnen, sondern bereits wieder das Niveau vor der Krise erreicht. Ein Fünftel der Inlandsnachfrage wird durch Importe gedeckt. Der Wert der importierten Lacke und Farben lag 2010 bei 800 Mio. US$.
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Der Markt für Farben und Lacke hat 2010 wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Insgesamt wurden 1,17 Mio. Tonnen verbraucht, das waren 12% mehr als 2009. Damit lag der Durchschnittsverbrauch pro Bürger bei 8,3 kg, rund 15% mehr als im Vorjahr. Treibende Kraft war vor allem die Automobilindustrie. Im Jahr 2010 wurden rund 30% mehr Autos verkauft als 2009; die Produktion hat sich verdoppelt auf 1,2 Mio. Pkw und Kleintransporter.
Für 2011 erwarten viele Firmen erneut starke Steigerungsraten. Die Aktiengesellschaft Russkije Kraski rechnet mit einem Verkaufsplus von 20% - und zwar praktisch über die gesamte Produktpalette verteilt. Auch beim zweitgrößten russischen Unternehmen, Empils, ist die Geschäftsführung äußerst optimistisch. Das Konzernmanagement prognostiziert ein Umsatzwachstum von 15%. Neben der Kfz-Industrie als Wachstumsmotor dürfte 2011 auch die Baukonjunktur wieder anspringen. Das Volumen fertig gestellter Wohnflächen soll um 8% steigen - und diese neuen Häuser wollen innen wie außen angestrichen werden.
Russlands Markt für Farben und Lacke (in 1.000 Tonnen)
Kennziffer Marktvolumen 2010 Veränderung 2010/2009 in %
Marktvolumen 1.169 12
Produktion 1.029 14
Import 228 14
Export 88 46
Pro-Kopf-Verbrauch (in kg) 8,3 15
Quelle: Fachjournal "Lakokrasotschnaja Promyschlennost"
Etwa die Hälfte der für die Farbproduktion in Russland benötigten Rohstoffe muss ins größte Land der Welt importiert werden. Die Unternehmen hatten 2010 mit einem regelrechten Rohstoffdefizit zu kämpfen. Deswegen stiegen die Preise stark an und in der Folge verteuerten sich auch die Endprodukte. Dieser Mangel hat sogar Premierminister Wladimir Putin auf den Plan gerufen. Anfang März 2011 forderte er die Beamten im Wirtschaftsministerium auf, sich des Problems anzunehmen und gegebenenfalls die Importzölle auf all jene für die Farbenproduktion nötigen Stoffe auszusetzen, die nicht in Russland hergestellt würden. Die Einfuhrzölle auf Acrylharze liegen bei 10%, die auf Isocyanat bei 7% des Zollwertes. Preishemmend wirkte 2010 dagegen der zunehmende Konkurrenzdruck unter den Anbietern.
Ungeachtet dieser Probleme haben die meisten Hersteller ihre Produktionsvolumina aufgestockt. Besonders starke Zuwächse verzeichneten die Meffert Production GmbH und das Werk Sawod Kraski Kwil. Das größte Branchenunternehmen, Tikkurila, steigerte den Output um 9% auf 130.000 Tonnen, gefolgt von Empils mit knapp über 100.000 Tonnen und einem Plus von 17%. Das Unternehmen OOO Lakra Sintes vergrößerte den Ausstoß um 24% auf 48.000 t. Insgesamt legte die Produktion von Farben und Lacken in Russland 2010 um 14% auf über 1 Mio. Tonnen zu, schreibt die Fachzeitschrift "Lakokrasotschnaja Promyschlennost". Laut Statistikamt der Russischen Föderation stieg die Produktion von Farben und Lacken auf Polymerbasis um 9,2% auf 812.000 Tonnen.
Russlands zehn größte Farbproduzenten im Jahr 2010
Unternehmen Produktionsvolumen in 1.000 t Veränderung 2010/2009 in % Marktanteil in %
Tikkurila 130,0 9 12,8
Empils-Konzern 100,1 17 9,9
OOO Lakra Sintes 48,0 24 4,7
OAO Russkije Kraski 40,7 11 4,0
OOO Predprijatije WGT 33,1 14 3,3
OOO Sawod Kraski Kwil 30,0 30 3,0
SAO ABC Farben 21,3 -16 2,1
SAO Chimik 21,2 19 2,1
OOO Meffert Production 16,9 35 1,6
OOO Korund 15,7 23 1,5
Quelle: Fachjournal "Lakokrasotschnaja Promyschlennost"
Angesichts der guten Marktaussichten bleiben auch Investitionen in die Erweiterung bestehender Kapazitäten und in neue Anlagen nicht aus. So will etwa die italienische Firma Pixar Coatings in der Sonderwirtschaftszone "Alabuga" in Elabuga (Republik Tatarstan) eine neue Lack- und Farbenfabrik bauen. Das Projekt ist in zwei Etappen gegliedert und soll 15 Mio. Euro kosten. Zunächst sollen Linien für Korrosionsschutzmittel, flüssige Lacke und Farben sowie Holzlasuren entstehen. Im zweiten Schritt werden Produktionskapazitäten für Pulverlacke und -farben aufgebaut.
Der japanische DIC-Konzern baut im Moskauer Gebiet ein Werk zur Herstellung von Tinte. Damit sollen Lebensmittelverpackungen und Getränkeemballagen markiert werden. Die Anlage 30 km westlich von Moskau soll 25 Mio. Euro kosten und dürfte 2012 fertig gestellt werden. Eine ähnliche Anlage arbeitet bereits seit Anfang des Jahres 2011 mit voller Auslastung. Mehr noch: Die Nachfrage übersteigt die Produktionskapazitäten im Werk um das Doppelte.
Deutschland ist das wichtigste Lieferland für Farben und Lacke. Ob bei wasserlöslichen Farben und Lacken oder bei Produkten auf Basis von Kondensationsharzen, der Anteil der Bundesrepublik am russischen Import lag 2010 jeweils bei einem Viertel.
Wichtige Lieferländer für Lacke und Farben nach Russland im Jahr 2010 (in 1.000 t)
Herkunftsland Wasserlösliche Farben und Lacke (in 1.000 t) Anteil (in %)
Importe von wasserlöslichen Farben und Lacken insgesamt, davon aus 52,4 100
.Deutschland 12,8 24,4
.Finnland 8,1 15,4
.Polen 5,6 10,7
.Großbritannien 4,3 8,3
.Italien 3,0 5,7
.Frankreich 3,0 5,7
.Südkorea 2,8 5,3
.Österreich 1,8 3,5
.Türkei 1,3 2,5
.andere Länder 9,7 18,5
Importe von Farben und Lacken auf Basis von Kondensationsharzen insgesamt, davon aus 95,2 100
.Deutschland 23,3 24,5
.Schweden 22,5 23,6
.Italien 8,9 9,3
.Finnland 7,2 7,6
.Slowenien 6,0 6,3
.Polen 5,6 5,9
.Großbritannien 5,0 5,2
.Estland 2,9 3,0
.Türkei 2,7 2,8
.andere Länder 11,2 11,8

Quelle: Fachjournal "Lakokrasotschnaja Promyschlennost"

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