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Mittwoch, 1. Juni 2011

Deutsche Hersteller von Wasser- und Abwassertechnik profitieren vom steigenden Wasserbedarf

Exportumsätze stiegen 2010 um 10%/ Wichtigste Konkurrenten sind die USA und VR China/ Von Jessica Pirntke

Bonn (gtai) - Der globale Bedarf an Wasser- und Abwassertechnik ist 2010 stark angestiegen. Das zeigen die neuesten Zahlen des VDMA, nach denen die Weltexporte von Branchenprodukten im Vergleich zu 2009 um 19% auf 3,9 Mrd. Euro geklettert sind. Davon haben auch die deutschen Anbieter profitiert, denn Deutschland ist das zweitwichtigste Lieferland nach den USA. Insgesamt exportierten die deutschen Unternehmen Apparate zum Filtrieren und Reinigen von Wasser im Wert von 663,5 Mio. Euro (+10%).

Auch zukünftig sind die Absatzchancen für Wasser- und Abwassertechnik aussichtsreich. Das weltweite Bevölkerungswachstum, die fortschreitende Industrialisierung und Urbanisierung in den sich entwickelnden Ländern und die Ausweitung der Agrarproduktion lassen den globalen Wasserverbrauch stark ansteigen. Mit ihm wird auch die Nachfrage nach der Wasseraufbereitung und der Behandlung von Abwasser, darunter industrielle Prozessabwässer, weiter zunehmen.
Der Investitionsbedarf bei Wasser- und Abwassertechnologien ist enorm, besonders in den stark wachsenden und bevölkerungsreichen Schwellen- und Entwicklungsländern. Aber auch in den Industrieländern besteht ein kontinuierlicher Erneuerungsbedarf bei Wasser- und Abwasseranlagen und entsprechender Technik. Damit ergeben sich hervorragende Exportchancen für die deutsche Branche.
Im Jahr 2010 lieferten deutsche Unternehmen Komponenten und Systeme zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung im Wert von 663,5 Mio. Euro ins Ausland, so der VDMA. Nach dem Krisenjahr 2009, in denen die Branchenunternehmen bei ihren Ausfuhren ein Minus von 7,2% verkraften mussten, legten die Exporte somit wieder um 10,2% zu. Und auch für 2011 prognostiziert der Fachverband für Wasser- und Abwassertechnik beim VDMA wieder hohe Wachstumsraten. Im Januar und Februar erhöhten sich die Lieferungen ins Ausland bereits um mehr als 10%. Insgesamt lag die Exportquote der Branche bei rund 46%.
Deutsche Exporte von Wasser- und Abwassertechnik (in Mio. Euro) *)
Exportregion 2009 2010 Veränderung 2010/09
Welt 602,16 663,50 10,2
EU-27 249,73 279,78 12,0
Sonstiges Europa 124,45 119,29 -4,1
Naher und Mittlerer Osten 34,54 39,20 13,5
Nordafrika 17,50 19,28 10,2
*) Basis sind die Produkte, die unter die Zolltarifposition HS 8421.21 fallen
Quelle: VDMA, Mai 2011
Die EU 27-Staaten sind die mit Abstand wichtigsten Exportmärkte der vorwiegend kleinen und mittelständischen deutschen Produzenten von Wasser- und Abwassertechnik. Der Ausfuhranteil in diese Region betrug 2010 rund 42%. Die Top 3-Zielländer in der EU für deutsche Branchenprodukte waren Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich.
Als zweitwichtigste Absatzregion folgte das sonstige Europa mit einem Exportanteil von 18%. Dort verbuchten die deutschen Unternehmen 2010 als einziges ein Minus bei den Ausfuhren in Höhe von 4,1%. Die Bestellungen aus Russland, dem insgesamt größten Abnehmer von deutschen Branchenprodukten, haben sich 2010 nach dem starken Einbruch von 2009 um 22% nur wenig erholt und lagen bei 56,7 Mio. Euro. Mit dem neuen Föderalen Zielprogramm "Sauberes Wasser", das 2011 aufgelegt wurde, dürften sich in den nächsten Jahren aber wieder gute Geschäftschancen bieten. Bis 2017 sollen Investitionen von über 8 Mrd. Euro in die russische Wasserwirtschaft fließen, vorwiegend durch private Investoren. Russland ist bei Wasser- und Abwassertechnik hochgradig importabhängig. Die deutsche Technik wird dort allgemein sehr geschätzt.
Immer wichtiger wird Ost- und Südostasien mit den boomenden und bevölkerungsreichen Ländern VR China und Indien. In die Region gingen 2010 etwa 15% der deutschen Branchenexporte, die VR China ist mit Einfuhren in Höhe von 55,5 Mio. Euro bereits das zweitgrößte Abnehmerland deutscher Wasser- und Abwassertechnik nach Russland. Im Nahen und Mittleren Osten verzeichneten die deutschen Branchenunternehmen 2010 ihre höchsten Zuwachsraten bei den Ausfuhren. Mittlerweile hat die Region einen Exportanteil von 6% erreicht und gilt gemeinsam mit Ost- und Südostasien als der Zukunftsmarkt mit dem größten Wachstumspotenzial. Die Länder im Nahen und Mittleren Osten leiden unter extremer Wasserknappheit und müssen daher kräftig in die Wasseraufbereitung und Abwasserentsorgung investieren. Die ölreichen Staaten verfügen zudem über ausreichend finanzielle Mittel, um zahlreiche Vorhaben zu realisieren.
Daneben stehen aber auch die Märkte Osteuropas - auch diejenigen innerhalb der EU - im Fokus. So haben die Länder der EU-Osterweiterung die Zielvorgaben der EU in der Wasserver- und Entsorgung zu erfüllen. Die osteuropäischen Staaten außerhalb der europäischen Staatengemeinschaft müssen dringend in ihre teilweise maroden Wasser- und Abwassersysteme investieren.
Obwohl die deutschen Branchenausfuhren 2010 um 10% zulegten, wuchsen sie im Vergleich zu den Weltexporten (+19%) nur unterdurchschnittlich. Deutschland blieb zwar zweitwichtigste Liefernation, der globale Exportanteil von Apparaten zum Filtrieren und Reinigen von Wasser sank aber von 19% auf 17%. Ein wichtiger Grund für den Verlust von Marktanteilen ist das Wachstum der chinesischen Produzenten. Die VR China wird beim Export von Wasser- und Abwassertechnik ein immer stärkerer Konkurrent und überholte 2010 bereits traditionelle Lieferländer wie Italien, Frankreich und Kanada. Im Jahr 2010 war die Volksrepublik somit bereits die drittgrößte Liefernation (Weltexportanteil: 8%), im Jahr zuvor rangierte das Land noch auf Platz 6 (5%).
Dennoch hat Deutschland in der Branche noch einen großen Vorsprung vor der VR China. Die deutschen Produkte haben weltweit einen sehr guten Ruf und punkten mit einem hohen technologischen Niveau und herausragender Qualität. Ein wichtiger Erfolgsgarant ist die Innovationskraft, mit der die deutschen Unternehmen der ausländischen, speziell der chinesischen Konkurrenz, trotzen. Dies berichtet auch Wolfgang Schnabl aus dem Vertrieb im Geschäftsbereich Industrie bei Huber, einem weltweit agierenden deutschen Unternehmen aus dem Bereich Wasseraufbereitung und Schlammbehandlung: "Es ist immer wieder ein Problem, uns vor billiger angebotenen Nachahmerprodukten aus anderen Ländern, speziell aus dem asiatischen Raum, zu schützen. Daher setzten wir sehr stark auf Forschung und Entwicklung, um mit ständigen Innovationen weiter zu wachsen. Ein wichtiger Faktor ist auch, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die auf die jeweiligen Anforderungen im Projekt und die Gegebenheiten im Land angepasst sind."
Schnabl bestätigt, dass auch die Abnehmer in Schwellen- und Entwicklungsländern gerne und immer öfter die hochwertigen aber vergleichsweise höherpreisigen Produkte aus Deutschland kaufen. "Die energieeffiziente deutsche Technik ist in der Regel viele Jahre im Einsatz und weniger reparaturanfällig als Billigprodukte und spart somit am Ende Kosten. Unsere Kunden realisieren, dass sich die höhere Anfangsinvestition schnell auszahlt". Das A&O für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft sei aber auch ein guter Vertrieb im Exportland. Huber überlässt die Vertriebspartnersuche dabei nicht dem Zufall sondern betreibt aktives Recruiting. Bestes Beispiel dafür ist das südliche Afrika, wo Huber dank seines Vertriebspartners erfolgreich im Markt positioniert ist und sich gegen die chinesische Konkurrenz durchsetzt. "Vor Ort werden die Kunden ständig durch unseren Vertriebspartner, einen erfahrenen Ingenieur, begleitet. Er ist bei Problemen jederzeit zu erreichen und kennt überdies die lokale Kultur, was wir als Voraussetzung für den erfolgreichen internationalen Vertrieb ansehen".
Vom 2. bis 5.5.11 fand in der Hauptstadt die Fachmesse Wasser Berlin International statt, auf der sich 700 Unternehmen der Wasser- und Abwasserbranche präsentierten. Diverse Länderforen zu aussichtsreichen Wassermärkten weltweit boten einen guten Überblick über Geschäftschancen für die Branche im Ausland. Germany Trade & Invest bietet deutschen Unternehmen, die im Ausland aktiv sind oder werden wollen, ein breites Informationsangebot zu den internationalen Märkten für Wasser- und Abwassertechnik unter www.gtai.de Darunter befinden sich zahlreiche Länderartikel, GTAI-Sonderstudien (z.B. zum südlichen Afrika), ein aktuelles Internetspecial "Branchen international" zur Umwelttechnik sowie Internationale Projektfrühinformationen und Ausschreibungen im Bereich Wasserver- und Abwasserentsorgung.

Internetadressen:

VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.
www.vdma.org
German Water Partnership (GWP)
www.germanwaterpartnership.de
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)
http://dwa-st.de