Hoffnungsträger Sukhoi Superjet 100 und MS-21 / Zukunftsprojekt "Flugzeug-2020" / Montagewerke werden modernisiert / Von Edda Wolf
Moskau (gtai) - "Hoffnung verleiht Flügel" - und mit ihren neu
entwickelten Flügeln wollen die russischen Flugzeugbauer jetzt abheben.
Der Sukhoi Superjet 100 und das Mittelstreckenflugzeug MS-21 sollen den
Turn-around der Branche ermöglichen. Zuvor war über15 Jahre lang war
kein komplett neues Flugzeug für die zivile Luftfahrt mehr in Russland
entwickelt und gebaut worden. Doch mit dem stetigen Abstieg der
Luftfahrtindustrie, einst der ganze Stolz der Sowjetunion, soll jetzt
Schluss sein. Damit der Neustart gelingt, werden die Montagewerke
modernisiert.
Sukhoi Superjet 100
Große Hoffnungen setzen die russischen Flugzeugbauer auf ihre
Neuentwicklung Sukhoi Superjet 100 (SSJ-100), ein Passagierflugzeug für
Regionalstrecken. Das Flugzeug, das von Anfang an auch für den Export
konzipiert wurde, entspricht internationalen Standards. Die
Zertifizierung nach den europäischen Normen der EASA soll bis Ende
Dezember 2011 erfolgen. Strategischer Partner der SAO Grashdanskie
samoljoty "Sukhoi" bei diesem Projekt ist Alenia Aeronautica
(Finmeccanica, Italien). Gemeinsam haben beide die Projektgesellschaft
SuperJet International SpA gegründet (Anteile: Sukhoi 49%, Alenia
Aeronautica 51%,
www.superjetinternational.com).
Vertreter von Boeing fungierten als Berater. Das Triebwerk SaM146 wurde
von NPO Saturn (Russland) und Snecma (Safran Group, Frankreich)
entwickelt, die dafür 2004 die gemeinsame Firma PowerJet gründeten (
www.powerjet.aero). Produziert wird es beim Joint-Venture SAO WolgAero in Rybinsk.
Die Auslieferung des russischen Kurzstreckenflugzeugs begann im April
2011. Die ersten Maschinen wurden an Armavia (Armenien) und Aeroflot
(Russland) übergeben. Zu den Prioritäten für 2011 gehört, weitere Käufer
für den SSJ-100 zu finden und eine reibungslose Serienproduktion
sicherzustellen. Zurzeit wird nur ein Flugzeug pro Monat gebaut; ab
Dezember sollen es zwei Flugzeuge pro Monat sein und ab Januar 2012 drei
Flugzeuge pro Monat. Gegenwärtig wird der SSJ-100 bei der OAO
Komsomolsk-am-Amur Flugzeug-Produktionsvereinigung "Jurij A. Gagarin"
(Region Chabarowsk) gefertigt. Bis Jahresende werden die Lackierung der
Maschinen und der Ausbau des Innenraums an Aviastar-SP in Uljanowsk
übergeben. Damit vier Flugzeuge parallel mit Interieur ausgestattet
werden können, soll eine neue Halle mit 1.000 Quadratmeter Fläche gebaut
werden.
Im Entwicklungsbüro arbeiten die Ingenieure derweil an der
Business-Version des SSJ-100 in drei Ausstattungsvarianten: VIP,
Unternehmen, Regierungsstaffel. Der Produktionsstart ist für 2013
geplant. Zudem wird an den Versionen LR (Long Range) und NG (für 130
Passagiere) des SSJ-100 gefeilt. Ihre Auslieferung soll 2012
beziehungsweise 2016 beginnen. SSJ-100 LR und SSJ-130 NG sollen
Tragflächen aus leichtem Kompositmaterial bekommen (wie das derzeit in
der Entwicklung befindliche Modell MS-21), um Gewicht und damit
Kraftstoff einzusparen. Außerdem soll SSJ-130 NG mit dem Triebwerk
PW1400G von Pratt & Whitney, das 40% weniger Kerosin verbraucht,
ausgerüstet werden. Beide Maßnahmen dienen dazu, die Betriebskosten des
Flugzeugs zu reduzieren.
Bislang konnten Sukhoi und SuperJet 227 Bestellungen (inklusive
Optionen) für den SSJ-100 einwerben, davon allein 103 auf der
"MAKS-2011". Zu den Kunden zählen Fluggesellschaften aus Russland,
Bermuda, Indien, Indonesien, Laos, Mexiko, Italien und den USA. Für das
Marketing und den After-Sales-Service außerhalb von Russland/GUS ist
SuperJet International mit Hauptsitz in Venedig verantwortlich. Die
Einrichtung von Ersatzteillagern erfolgt über das Netz von Lufthansa
Technik Logistik (z.B. am Flughafen Frankfurt/Main).
| Modell | SSJ-100 | MS-21-200 | MS-21-300 | MS-21-400 | Flugzeug-2020 |
| Sitzplätze *) | 95 - 98 | 150 - 162 | 180 - 198 | 210 - 230 | 210 bis 300 |
| Reichweite | Basisversion: 3.048 km, Long Range: 4.578 km | 3.500 km | 5.000 km | 5.500 km | über 5.500 km (Lang-strecke) |
*) Zwei-Klassen-Variante oder Ein-Klassen-Variante mit engeren Sitzabständen
Quellen: OAO OAK, SAO Grashdanskie samoljoty "Sukhoi"
Flugzeug MS-21
Zurzeit befindet sich der zweite Hoffnungsträger der russischen
Luftfahrtindustrie - das Passagierflugzeug MS-21 für Mittelstrecken - in
der Entwicklung. Es wird vom Entwicklungs- und Konstruktionsbüro
Jakowlew und von der Korporation Irkut projektiert. Chef-Konstrukteur
ist Witalij Naryschkin. Vorgesehen sind drei Varianten: MS-21-200,
MS-21-300, MS-21-400. Das Flugzeug wird Tragflächen und ein Leitwerk aus
modernen, leichten Kohlefaser-Verbundwerkstoffen erhalten. Die MS-21
soll 2014 ihren ersten Flug absolvieren, danach den
Zertifizierungsprozess durchlaufen und ab Ende 2016 bereit zur
Auslieferung sein. Die Kosten für das Programm "MS-21" belaufen sich auf
insgesamt 190 Mrd. Rubel (davon 2011: 18,5 Mrd. Rubel; 2012: 20,6 Mrd.
Rubel; 2013: 40,0 Mrd. Rubel; 2014: 37,5 Mrd. Rubel). Davon sollen 70
Mrd. Rubel aus dem Staatsbudget kommen.
Vor den Konstrukteuren der MS-21 steht momentan die schwierige
Aufgabe, ein vollkommen neues, wettbewerbsfähiges Flugzeug zu
entwickeln. Um die Entwicklungszeit zu verkürzen und statt
konkurrierender Modelle eine größere Flugzeugfamilie sich ergänzender
Maschinen zu schaffen, gehen die Überlegungen der OAK aktuell dahin, die
Projekte SSJ-100 und MS-21 zu vereinheitlichen. Das hat den Vorzug,
dass ein Teil der Komponenten und technischen Entwicklungen des SSJ-100
für die MS-21 genutzt und so die Produktionskosten minimiert werden
können. Gegenwärtig wird eine gemeinsame Direktion für die Projekte
SSJ-100 und MS-21 eingerichtet.
Ziel der OAK ist es, den Kunden drei Produktlinien anbieten zu
können. Im Segment für Flugzeuge mit 90 bis 130 Sitzplätzen den SSJ-100,
SSJ-100 LR und SSJ-130 NG. Im Segment der Flugzeuge mit 150 bis 200
Sitzplätzen werden die MS-21-200 und MS-21-300 platziert. Darüber, im
Segment der Flugzeuge mit 200 bis 300 Sitzplätzen will OAK das
Zukunftsprojekt "Flugzeug-2020" ansiedeln. Für dieses Modell laufen
derzeit Vorarbeiten, aber mit der eigentlichen Projektierung ist noch
nicht begonnen worden. Alle Flugzeuge, die bei der OAK hergestellt
werden, sollen zukünftig unter einer einheitlichen Marke vertrieben
werden.
Die Endmontage der MS-21 erfolgt bei der Korporation Irkut. Pro Jahr
sollen einmal 70 bis 84 Maschinen gefertigt werden. Zurzeit wird das
Irkutsker Flugzeugwerk modernisiert, um die Produktion der neuen
Maschine realisieren zu können. Noch im laufenden Jahr 2011 soll die
Herstellung von Komponenten für die ersten acht MS-21 (für
Erprobungsphase) beginnen. Die Abteilungen mechanische Fertigung und
Galvanisierung sind bereits weitgehend hergerichtet. In den kommenden
zwei Jahren wird die Abteilung für die Endmontage neu ausgerüstet und
automatisiert. Insgesamt fließen in die Modernisierung des Irkutsker
Flugzeugwerks 31 Mrd. Rubel; davon sind in den vergangenen sechs Jahren
bereits 10,8 Mrd. Rubel investiert worden, weitere 20 Mrd. Rubel sollen
folgen.
Seit April 2011 arbeiten die Ingenieure von Irkut an der
Produktionsplanung und an Logistikkonzepten mit Hilfe von Lean
Production-Technologie. Die Dachgesellschaft OAO OAK (Abteilung
Corporate Development) baut parallel eine Datenbank mit potenziellen
Lieferanten von Technologie und Ausrüstungen auf. Zur Kooperation
eingeladen sind Unternehmen mit Erfahrung in der Lieferung integrierter
Lösungen (Engineering - Maschinen - Schulung der Mitarbeiter). Die
ersten zwei Verträge zur Lieferung von computergesteuerten Montagelinien
wurden bereits geschlossen: mit Dürr Systems GmbH - für das
Flugzeugwerk Irkutsk - und ThyssenKrupp System Engineering - für
Aviastar-SP in Uljanowsk.
Am Projekt MS-21 sind auch die Werke Aviastar-SP in Uljanowsk, OAO
Woronesher Flugzeugbau Aktiengesellschaft (OAO WASO) und OAO Kasaner
Luftfahrt-Produktionsvereinigung "S.P. Gorbunow" (OAO KAPO) beteiligt.
Für die Umrüstung der beiden erstgenannten sind weitere 600 Mio. $
erforderlich. Bei Aviastar-SP in Uljanowsk wird die Endmontage der
Tragflächen und der Ausbau des Innenraums erfolgen.
Bei der OAO KAPO in Kasan sollen Komponenten aus modernen
Kohlefaser-Verbundwerkstoffen für die Tragflächen der MS-21 und des
SSJ-100 gefertigt werden. Gegenwärtig baut SAO AeroKomposit gemeinsam
mit der österreichischen Firma Fischer Composite AG auf dem Gelände der
OAO KAPO die Produktion dieser Kompositmaterialien auf. Im August 2010
war eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Regierung der Republik
Tatarstan, OAO OAK, SAO AeroKomposit (Aktionäre: OAO OAK 48%, OAO Sukhoi
26%, Progresstech 26%) und Fischer Composite unterzeichnet worden. Die
Projektierung soll bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Der
Produktionsstart ist für 2013 geplant, der Beginn der Serienfertigung
für 2015-2016. Jedes Jahr sollen dann Komponenten für 60 MS-21 und 60
SSJ-100 in Kasan hergestellt werden.
Beim Triebwerk für die MS-21 können die Kunden zwischen dem PW1400G
von Pratt&Whitney oder dem PD-14 von der Vereinigten
Triebwerksbau-Gesellschaft OAO UK ODK wählen. Entwickelt wird der PD-14
im Rahmen des Projekts "Triebwerke für MS-21" (Laufzeit 2008 bis 2015)
bei der OAO Aviadvigatjel in Perm, die Endmontage erfolgt bei der OAO
Permer Motorenwerk. Zurzeit befindet sich das Demonstrations-Triebwerk
in der Phase für das Debugging des Layouts des Gasgenerators und ist
bereit zur zweiten Testrunde. Die ersten PD-14 sollen 2014 ausgeliefert
werden, die Serienproduktion 2016 starten. Bei diesem Projekt kommt
Software für das Product Life Cycle Management von Siemens zum Einsatz.
Bislang konnte Irkut bereits 146 Bestellungen und 74 Optionen für die
MS-21 verbuchen. Darunter sind drei feste Lieferverträge: über 50 MS-21
mit der malaysischen Leasinggesellschaft Crecom Burj Resources, 50
MS-21 mit OOO Aviakapital-Service der Staatsholding Rostechnologii (plus
Option auf 35, Leasing für die Fluggesellschaft Aeroflot) und 28 MS-21
mit der Leasinggesellschaft Iljuschin Finance Co (plus Option für 22).
Hinzu kommen zwei vorläufige Vereinbarungen mit VEB-Leasing (15 plus
Option auf 15) und Nordwind Airlines (3 plus Option auf 2).
Die OAO OAK strebt an, dass die MS-21 zukünftig 10% des Weltmarktes
für Mittelstrecken-Passagierflugzeuge einnehmen wird. Von den 1.200
Flugzeugen, die zu produzieren geplant ist, sollen 75% ins Ausland und
30% innerhalb Russlands ausgeliefert werden. Wenn die Korporation Irkut
nur die jetzt schon vorliegenden Bestellungen termingerecht erfüllen
möchte, muss sie mindestens 30 Maschinen pro Jahr fertigen. Zum
Vergleich: Airbus und Boeing montieren die gleiche Anzahl in einem
Monat.
Nach Angaben des Präsidenten der Korporation Irkut, Aleksej Fjodorow,
werden circa 50% der Komponenten für die MS-21 von ausländischen
Herstellern kommen. Beim SSJ-100 liegt dieser Anteil niedriger. Die
Erklärung für die große Anzahl westlicher Zulieferer ist denkbar
einfach. SSJ-100 und MS-21 sollen nach europäischen und amerikanischen
Normen zertifiziert werden, was bedeutet, dass die Zulieferfirmen
ihrerseits bereits über die entsprechenden Zulassungen verfügen müssen.
| Zulieferer für den SSJ-100 | Zulieferer für die MS-21 |
| Liebherr Aerospace | Zodiac Aerospace (Intertechnique, ECE, C&D Zodiac Corporation) |
| Autronics | Hamilton Sundstrand |
| B/E Aerospace | Rockwell Collins |
| Goodrich | Eaton |
| Hamilton Sundstrand | Goodrich |
| Parker | L´Hotellier |
| Intertechnique (Zodiac Aerospace) | Gidromasch |
| Messier Dowty (SAFRAN Group) | OAO NPO Nauka |
| Thales | SAO AeroKomposit |
| PowerJet (NPO Saturn, Snecma / SAFRAN Group) | Moskauer Institut für Elektromechanik und Automatik |
| Vibro-Meter (Schweiz) | Pratt&Whitney / OAO Aviadvigatjel |
Quellen: OAO OAK, OAO Korporation "Irkut"
Flugzeug-2020
Zur Vervollständigung ihrer Flugzeugfamilie arbeitet die OAK an einem
Langstreckenflugzeug mit 210 bis 300 Sitzplätzen. Es befindet sich
zurzeit in der Anfangsphase der Entwicklung. Die Marktforschung und
technologische Vorstudien für dieses Projekt werden im Jahr 2011 mit 220
Mio. Euro finanziert. Möglicherweise wird Russland beim "Flugzeug-2020"
mit China kooperieren, das bereits den Wunsch geäußert haben soll,
"sich den bei der OAK gegenwärtig durchgeführten Marketing- und
technologischen Untersuchungen anzuschließen".
Tupolev - Tu-204SM
Bis die MS-21 ab 2016 in Serie produziert werden kann, soll das
entsprechende Marksegment von der Tu-204SM - einer modernisierten
Version der Tu-204/214 - bedient werden. Sie bietet bis zu 215
Passagieren Platz und hat eine Reichweite von 4.800 km (mit nur 166
Passagieren bis zu 6.000 km). Die zweite überhaupt gebaute Tu-204SM
absolvierte ihren Jungfernflug von Aviastar-SP in Uljanowsk zur Messe
"MAKS-2011". Die Prüfungen zur Zertifizierung der neuen Version sollen
2011 und 2012 absolviert werden, die ersten Lieferungen sind für Ende
2012 geplant. Allerdings steht das Schicksal dieses Flugzeugs auf der
Kippe. Es ließen sich bislang partout keine Käufer finden. Die Maschine
gilt als zu teuer in der Anschaffung und im Betrieb. Wegen der
Unsicherheit über die zu erwartenden Aufträge und einer Reihe anderer
Probleme (mangelhafte Qualität, um 27 bis 30% zu hoher Preis für die
Teile und damit das gesamte Flugzeug), hinterfragte das Top-Management
der OAK die Notwendigkeit dieses Projekts. Später erklärten Vertreter
der OAK jedoch, dass der Bau der Tu-204SM weiter gehe. Derzeit werden
Gespräche mit den Fluggesellschaften UTair und WIM-Avia geführt.
Antonov - An-140 und An-148
Der ukrainische Flugzeugkonzern Antonov und die OAO OAK haben auf der
"MAKS-2011" eine Einigung über die Serienproduktion des
Regionalflugzeugs AN-148-100 und verschiedener Triebwerksvarianten wie
AI-222-28 und D-36-MB erzielt. In Russland wird die An-148-100 bei der
OAO Woronesher Flugzeugbau Aktiengesellschaft (WASO) montiert. Aber dort
werden die geplanten Stückzahlen einfach nicht erreicht. Deshalb
verlassen 2011 statt der geplanten acht wohl nur vier Maschinen das
Werk. Die Produktion der An-148-100 ist zurzeit die einzige laufende
Serienfertigung bei WASO, doch das Tempo bewegt sich auf einem sehr
niedrigen Niveau. Ein eigens einberufener "Runder Tisch" aus Experten
soll die Probleme bei WASO bis Jahresende lösen. Schon für 2012 ist eine
Steigerung des Ausstoßes auf zwölf Flugzeuge beabsichtigt.
Daneben wird in Russland auch das Turboprop-Regionalflugzeug An-140
montiert - bei OAO Aviakor in Samara (gehört zum Konzern OAO Russkije
maschiny). Geplant ist, 60 bis 70 Maschinen innerhalb der nächsten zehn
Jahre auszuliefern - davon fünf Stück im Jahr 2011. Dafür wird das Werk
teils mit neuen Ausrüstungen ausgestattet.
Seit Frühjahr 2011 wird die (Re-)Integration der Flugzeugindustrien
von Russland und der Ukraine vorangetrieben. Am 17.3.2011 schlossen die
OAO OAK und der staatliche Flugzeugbaukonzern Antonov einen Vertrag,
durch den das ukrainische Unternehmen eine 50%-Beteiligung an der OOO UK
"OAK - Grashdanskije samoljoty" erhielt. Das neue
Gemeinschaftsunternehmen trägt den Namen OOO OAK-Antonov.
Flughafen-Sonderwirtschaftszone Uljanowsk
Ferner gibt es ein Montageprojekt in der
Flughafen-Sonderwirtschaftszone Uljanowsk. Das Unternehmen OOO
Aviazionny sawod "Witjas" (Generaldirektor: Sergej Anziferov)
beabsichtigt, dort 457 Mio. Rubel in die Fertigung des 19-sitzigen
kanadischen Flugzeugmodells DHC-6 Twin Otter series 400 (Partner:
Viking) zu investieren. Der Produktionsstart ist für 2013 geplant.
Zunächst sollen 5%, später 50% und schließlich 95% der Montageleistung
in Russland erbracht werden. Die potenzielle Nachfrage für dieses
Flugzeug schätzt Witjas auf 232 Flugzeuge in neun Jahren.
Außerdem arbeitet der Gouverneur des Gebiets Uljanowsk, Sergej
Morosow, gegenwärtig daran, eine Montage von Flugzeugen der Marke
"Piper" in die SWZ Uljanowsk zu holen.
Kontaktanschriften
OAO Obedinjonnaja Aviastroitelnaja Korporazija (OAK)
Abteilung für Corporate Development
101000 Moskau, Ulanskij pereulok 22, stroenije 1
Tel.: 007 (495) 926 14 20, Fax: -926 14 21
Internet:
www.uacrussia.ru
Ansprechpartner:
Michail Aslanowitsch Pogosjan, Präsident
Leonid Naftoljewitsch Komm, Vize-Präsident für Programme und Investitionen
OAO Korporazija "Irkut"
125315 Moskau, Leningradskij prospekt 68
Tel./Fax: 007 (495) 777 21 01
Ansprechpartner:
Aleksej Innokentjewitsch Fedorow, Präsident
Andrej Iwanowitsch Metveev, Vize-Präsident für das Programm MS-21
Alexander Veprev, Generaldirektor des Irkutsker Flugzeugwerks
(E.W.)