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Dienstag, 6. September 2011

Russlands Flugzeugindustrie hebt mit neuen Modellen ab

Hoffnungsträger Sukhoi Superjet 100 und MS-21 / Zukunftsprojekt "Flugzeug-2020" / Montagewerke werden modernisiert / Von Edda Wolf

Moskau (gtai) - "Hoffnung verleiht Flügel" - und mit ihren neu entwickelten Flügeln wollen die russischen Flugzeugbauer jetzt abheben. Der Sukhoi Superjet 100 und das Mittelstreckenflugzeug MS-21 sollen den Turn-around der Branche ermöglichen. Zuvor war über15 Jahre lang war kein komplett neues Flugzeug für die zivile Luftfahrt mehr in Russland entwickelt und gebaut worden. Doch mit dem stetigen Abstieg der Luftfahrtindustrie, einst der ganze Stolz der Sowjetunion, soll jetzt Schluss sein. Damit der Neustart gelingt, werden die Montagewerke modernisiert.

Sukhoi Superjet 100

Große Hoffnungen setzen die russischen Flugzeugbauer auf ihre Neuentwicklung Sukhoi Superjet 100 (SSJ-100), ein Passagierflugzeug für Regionalstrecken. Das Flugzeug, das von Anfang an auch für den Export konzipiert wurde, entspricht internationalen Standards. Die Zertifizierung nach den europäischen Normen der EASA soll bis Ende Dezember 2011 erfolgen. Strategischer Partner der SAO Grashdanskie samoljoty "Sukhoi" bei diesem Projekt ist Alenia Aeronautica (Finmeccanica, Italien). Gemeinsam haben beide die Projektgesellschaft SuperJet International SpA gegründet (Anteile: Sukhoi 49%, Alenia Aeronautica 51%, www.superjetinternational.com). Vertreter von Boeing fungierten als Berater. Das Triebwerk SaM146 wurde von NPO Saturn (Russland) und Snecma (Safran Group, Frankreich) entwickelt, die dafür 2004 die gemeinsame Firma PowerJet gründeten ( www.powerjet.aero). Produziert wird es beim Joint-Venture SAO WolgAero in Rybinsk.
Die Auslieferung des russischen Kurzstreckenflugzeugs begann im April 2011. Die ersten Maschinen wurden an Armavia (Armenien) und Aeroflot (Russland) übergeben. Zu den Prioritäten für 2011 gehört, weitere Käufer für den SSJ-100 zu finden und eine reibungslose Serienproduktion sicherzustellen. Zurzeit wird nur ein Flugzeug pro Monat gebaut; ab Dezember sollen es zwei Flugzeuge pro Monat sein und ab Januar 2012 drei Flugzeuge pro Monat. Gegenwärtig wird der SSJ-100 bei der OAO Komsomolsk-am-Amur Flugzeug-Produktionsvereinigung "Jurij A. Gagarin" (Region Chabarowsk) gefertigt. Bis Jahresende werden die Lackierung der Maschinen und der Ausbau des Innenraums an Aviastar-SP in Uljanowsk übergeben. Damit vier Flugzeuge parallel mit Interieur ausgestattet werden können, soll eine neue Halle mit 1.000 Quadratmeter Fläche gebaut werden.
Im Entwicklungsbüro arbeiten die Ingenieure derweil an der Business-Version des SSJ-100 in drei Ausstattungsvarianten: VIP, Unternehmen, Regierungsstaffel. Der Produktionsstart ist für 2013 geplant. Zudem wird an den Versionen LR (Long Range) und NG (für 130 Passagiere) des SSJ-100 gefeilt. Ihre Auslieferung soll 2012 beziehungsweise 2016 beginnen. SSJ-100 LR und SSJ-130 NG sollen Tragflächen aus leichtem Kompositmaterial bekommen (wie das derzeit in der Entwicklung befindliche Modell MS-21), um Gewicht und damit Kraftstoff einzusparen. Außerdem soll SSJ-130 NG mit dem Triebwerk PW1400G von Pratt & Whitney, das 40% weniger Kerosin verbraucht, ausgerüstet werden. Beide Maßnahmen dienen dazu, die Betriebskosten des Flugzeugs zu reduzieren.
Bislang konnten Sukhoi und SuperJet 227 Bestellungen (inklusive Optionen) für den SSJ-100 einwerben, davon allein 103 auf der "MAKS-2011". Zu den Kunden zählen Fluggesellschaften aus Russland, Bermuda, Indien, Indonesien, Laos, Mexiko, Italien und den USA. Für das Marketing und den After-Sales-Service außerhalb von Russland/GUS ist SuperJet International mit Hauptsitz in Venedig verantwortlich. Die Einrichtung von Ersatzteillagern erfolgt über das Netz von Lufthansa Technik Logistik (z.B. am Flughafen Frankfurt/Main).
Passagierflugzeuge SSJ-100, MS-21 und Flugzeug-2020
Modell SSJ-100 MS-21-200 MS-21-300 MS-21-400 Flugzeug-2020
Sitzplätze *) 95 - 98 150 - 162 180 - 198 210 - 230 210 bis 300
Reichweite Basisversion: 3.048 km, Long Range: 4.578 km 3.500 km 5.000 km 5.500 km über 5.500 km (Lang-strecke)
*) Zwei-Klassen-Variante oder Ein-Klassen-Variante mit engeren Sitzabständen
Quellen: OAO OAK, SAO Grashdanskie samoljoty "Sukhoi"

Flugzeug MS-21

Zurzeit befindet sich der zweite Hoffnungsträger der russischen Luftfahrtindustrie - das Passagierflugzeug MS-21 für Mittelstrecken - in der Entwicklung. Es wird vom Entwicklungs- und Konstruktionsbüro Jakowlew und von der Korporation Irkut projektiert. Chef-Konstrukteur ist Witalij Naryschkin. Vorgesehen sind drei Varianten: MS-21-200, MS-21-300, MS-21-400. Das Flugzeug wird Tragflächen und ein Leitwerk aus modernen, leichten Kohlefaser-Verbundwerkstoffen erhalten. Die MS-21 soll 2014 ihren ersten Flug absolvieren, danach den Zertifizierungsprozess durchlaufen und ab Ende 2016 bereit zur Auslieferung sein. Die Kosten für das Programm "MS-21" belaufen sich auf insgesamt 190 Mrd. Rubel (davon 2011: 18,5 Mrd. Rubel; 2012: 20,6 Mrd. Rubel; 2013: 40,0 Mrd. Rubel; 2014: 37,5 Mrd. Rubel). Davon sollen 70 Mrd. Rubel aus dem Staatsbudget kommen.
Vor den Konstrukteuren der MS-21 steht momentan die schwierige Aufgabe, ein vollkommen neues, wettbewerbsfähiges Flugzeug zu entwickeln. Um die Entwicklungszeit zu verkürzen und statt konkurrierender Modelle eine größere Flugzeugfamilie sich ergänzender Maschinen zu schaffen, gehen die Überlegungen der OAK aktuell dahin, die Projekte SSJ-100 und MS-21 zu vereinheitlichen. Das hat den Vorzug, dass ein Teil der Komponenten und technischen Entwicklungen des SSJ-100 für die MS-21 genutzt und so die Produktionskosten minimiert werden können. Gegenwärtig wird eine gemeinsame Direktion für die Projekte SSJ-100 und MS-21 eingerichtet.
Ziel der OAK ist es, den Kunden drei Produktlinien anbieten zu können. Im Segment für Flugzeuge mit 90 bis 130 Sitzplätzen den SSJ-100, SSJ-100 LR und SSJ-130 NG. Im Segment der Flugzeuge mit 150 bis 200 Sitzplätzen werden die MS-21-200 und MS-21-300 platziert. Darüber, im Segment der Flugzeuge mit 200 bis 300 Sitzplätzen will OAK das Zukunftsprojekt "Flugzeug-2020" ansiedeln. Für dieses Modell laufen derzeit Vorarbeiten, aber mit der eigentlichen Projektierung ist noch nicht begonnen worden. Alle Flugzeuge, die bei der OAK hergestellt werden, sollen zukünftig unter einer einheitlichen Marke vertrieben werden.
Die Endmontage der MS-21 erfolgt bei der Korporation Irkut. Pro Jahr sollen einmal 70 bis 84 Maschinen gefertigt werden. Zurzeit wird das Irkutsker Flugzeugwerk modernisiert, um die Produktion der neuen Maschine realisieren zu können. Noch im laufenden Jahr 2011 soll die Herstellung von Komponenten für die ersten acht MS-21 (für Erprobungsphase) beginnen. Die Abteilungen mechanische Fertigung und Galvanisierung sind bereits weitgehend hergerichtet. In den kommenden zwei Jahren wird die Abteilung für die Endmontage neu ausgerüstet und automatisiert. Insgesamt fließen in die Modernisierung des Irkutsker Flugzeugwerks 31 Mrd. Rubel; davon sind in den vergangenen sechs Jahren bereits 10,8 Mrd. Rubel investiert worden, weitere 20 Mrd. Rubel sollen folgen.
Seit April 2011 arbeiten die Ingenieure von Irkut an der Produktionsplanung und an Logistikkonzepten mit Hilfe von Lean Production-Technologie. Die Dachgesellschaft OAO OAK (Abteilung Corporate Development) baut parallel eine Datenbank mit potenziellen Lieferanten von Technologie und Ausrüstungen auf. Zur Kooperation eingeladen sind Unternehmen mit Erfahrung in der Lieferung integrierter Lösungen (Engineering - Maschinen - Schulung der Mitarbeiter). Die ersten zwei Verträge zur Lieferung von computergesteuerten Montagelinien wurden bereits geschlossen: mit Dürr Systems GmbH - für das Flugzeugwerk Irkutsk - und ThyssenKrupp System Engineering - für Aviastar-SP in Uljanowsk.
Am Projekt MS-21 sind auch die Werke Aviastar-SP in Uljanowsk, OAO Woronesher Flugzeugbau Aktiengesellschaft (OAO WASO) und OAO Kasaner Luftfahrt-Produktionsvereinigung "S.P. Gorbunow" (OAO KAPO) beteiligt. Für die Umrüstung der beiden erstgenannten sind weitere 600 Mio. $ erforderlich. Bei Aviastar-SP in Uljanowsk wird die Endmontage der Tragflächen und der Ausbau des Innenraums erfolgen.
Bei der OAO KAPO in Kasan sollen Komponenten aus modernen Kohlefaser-Verbundwerkstoffen für die Tragflächen der MS-21 und des SSJ-100 gefertigt werden. Gegenwärtig baut SAO AeroKomposit gemeinsam mit der österreichischen Firma Fischer Composite AG auf dem Gelände der OAO KAPO die Produktion dieser Kompositmaterialien auf. Im August 2010 war eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Regierung der Republik Tatarstan, OAO OAK, SAO AeroKomposit (Aktionäre: OAO OAK 48%, OAO Sukhoi 26%, Progresstech 26%) und Fischer Composite unterzeichnet worden. Die Projektierung soll bis Ende 2011 abgeschlossen sein. Der Produktionsstart ist für 2013 geplant, der Beginn der Serienfertigung für 2015-2016. Jedes Jahr sollen dann Komponenten für 60 MS-21 und 60 SSJ-100 in Kasan hergestellt werden.
Beim Triebwerk für die MS-21 können die Kunden zwischen dem PW1400G von Pratt&Whitney oder dem PD-14 von der Vereinigten Triebwerksbau-Gesellschaft OAO UK ODK wählen. Entwickelt wird der PD-14 im Rahmen des Projekts "Triebwerke für MS-21" (Laufzeit 2008 bis 2015) bei der OAO Aviadvigatjel in Perm, die Endmontage erfolgt bei der OAO Permer Motorenwerk. Zurzeit befindet sich das Demonstrations-Triebwerk in der Phase für das Debugging des Layouts des Gasgenerators und ist bereit zur zweiten Testrunde. Die ersten PD-14 sollen 2014 ausgeliefert werden, die Serienproduktion 2016 starten. Bei diesem Projekt kommt Software für das Product Life Cycle Management von Siemens zum Einsatz.
Bislang konnte Irkut bereits 146 Bestellungen und 74 Optionen für die MS-21 verbuchen. Darunter sind drei feste Lieferverträge: über 50 MS-21 mit der malaysischen Leasinggesellschaft Crecom Burj Resources, 50 MS-21 mit OOO Aviakapital-Service der Staatsholding Rostechnologii (plus Option auf 35, Leasing für die Fluggesellschaft Aeroflot) und 28 MS-21 mit der Leasinggesellschaft Iljuschin Finance Co (plus Option für 22). Hinzu kommen zwei vorläufige Vereinbarungen mit VEB-Leasing (15 plus Option auf 15) und Nordwind Airlines (3 plus Option auf 2).
Die OAO OAK strebt an, dass die MS-21 zukünftig 10% des Weltmarktes für Mittelstrecken-Passagierflugzeuge einnehmen wird. Von den 1.200 Flugzeugen, die zu produzieren geplant ist, sollen 75% ins Ausland und 30% innerhalb Russlands ausgeliefert werden. Wenn die Korporation Irkut nur die jetzt schon vorliegenden Bestellungen termingerecht erfüllen möchte, muss sie mindestens 30 Maschinen pro Jahr fertigen. Zum Vergleich: Airbus und Boeing montieren die gleiche Anzahl in einem Monat.
Nach Angaben des Präsidenten der Korporation Irkut, Aleksej Fjodorow, werden circa 50% der Komponenten für die MS-21 von ausländischen Herstellern kommen. Beim SSJ-100 liegt dieser Anteil niedriger. Die Erklärung für die große Anzahl westlicher Zulieferer ist denkbar einfach. SSJ-100 und MS-21 sollen nach europäischen und amerikanischen Normen zertifiziert werden, was bedeutet, dass die Zulieferfirmen ihrerseits bereits über die entsprechenden Zulassungen verfügen müssen.
Zulieferer für die Passagierflugzeuge SSJ-100 und MS-21
Zulieferer für den SSJ-100 Zulieferer für die MS-21
Liebherr Aerospace Zodiac Aerospace (Intertechnique, ECE, C&D Zodiac Corporation)
Autronics Hamilton Sundstrand
B/E Aerospace Rockwell Collins
Goodrich Eaton
Hamilton Sundstrand Goodrich
Parker L´Hotellier
Intertechnique (Zodiac Aerospace) Gidromasch
Messier Dowty (SAFRAN Group) OAO NPO Nauka
Thales SAO AeroKomposit
PowerJet (NPO Saturn, Snecma / SAFRAN Group) Moskauer Institut für Elektromechanik und Automatik
Vibro-Meter (Schweiz) Pratt&Whitney / OAO Aviadvigatjel
Quellen: OAO OAK, OAO Korporation "Irkut"

Flugzeug-2020

Zur Vervollständigung ihrer Flugzeugfamilie arbeitet die OAK an einem Langstreckenflugzeug mit 210 bis 300 Sitzplätzen. Es befindet sich zurzeit in der Anfangsphase der Entwicklung. Die Marktforschung und technologische Vorstudien für dieses Projekt werden im Jahr 2011 mit 220 Mio. Euro finanziert. Möglicherweise wird Russland beim "Flugzeug-2020" mit China kooperieren, das bereits den Wunsch geäußert haben soll, "sich den bei der OAK gegenwärtig durchgeführten Marketing- und technologischen Untersuchungen anzuschließen".

Tupolev - Tu-204SM

Bis die MS-21 ab 2016 in Serie produziert werden kann, soll das entsprechende Marksegment von der Tu-204SM - einer modernisierten Version der Tu-204/214 - bedient werden. Sie bietet bis zu 215 Passagieren Platz und hat eine Reichweite von 4.800 km (mit nur 166 Passagieren bis zu 6.000 km). Die zweite überhaupt gebaute Tu-204SM absolvierte ihren Jungfernflug von Aviastar-SP in Uljanowsk zur Messe "MAKS-2011". Die Prüfungen zur Zertifizierung der neuen Version sollen 2011 und 2012 absolviert werden, die ersten Lieferungen sind für Ende 2012 geplant. Allerdings steht das Schicksal dieses Flugzeugs auf der Kippe. Es ließen sich bislang partout keine Käufer finden. Die Maschine gilt als zu teuer in der Anschaffung und im Betrieb. Wegen der Unsicherheit über die zu erwartenden Aufträge und einer Reihe anderer Probleme (mangelhafte Qualität, um 27 bis 30% zu hoher Preis für die Teile und damit das gesamte Flugzeug), hinterfragte das Top-Management der OAK die Notwendigkeit dieses Projekts. Später erklärten Vertreter der OAK jedoch, dass der Bau der Tu-204SM weiter gehe. Derzeit werden Gespräche mit den Fluggesellschaften UTair und WIM-Avia geführt.

Antonov - An-140 und An-148

Der ukrainische Flugzeugkonzern Antonov und die OAO OAK haben auf der "MAKS-2011" eine Einigung über die Serienproduktion des Regionalflugzeugs AN-148-100 und verschiedener Triebwerksvarianten wie AI-222-28 und D-36-MB erzielt. In Russland wird die An-148-100 bei der OAO Woronesher Flugzeugbau Aktiengesellschaft (WASO) montiert. Aber dort werden die geplanten Stückzahlen einfach nicht erreicht. Deshalb verlassen 2011 statt der geplanten acht wohl nur vier Maschinen das Werk. Die Produktion der An-148-100 ist zurzeit die einzige laufende Serienfertigung bei WASO, doch das Tempo bewegt sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Ein eigens einberufener "Runder Tisch" aus Experten soll die Probleme bei WASO bis Jahresende lösen. Schon für 2012 ist eine Steigerung des Ausstoßes auf zwölf Flugzeuge beabsichtigt.
Daneben wird in Russland auch das Turboprop-Regionalflugzeug An-140 montiert - bei OAO Aviakor in Samara (gehört zum Konzern OAO Russkije maschiny). Geplant ist, 60 bis 70 Maschinen innerhalb der nächsten zehn Jahre auszuliefern - davon fünf Stück im Jahr 2011. Dafür wird das Werk teils mit neuen Ausrüstungen ausgestattet.
Seit Frühjahr 2011 wird die (Re-)Integration der Flugzeugindustrien von Russland und der Ukraine vorangetrieben. Am 17.3.2011 schlossen die OAO OAK und der staatliche Flugzeugbaukonzern Antonov einen Vertrag, durch den das ukrainische Unternehmen eine 50%-Beteiligung an der OOO UK "OAK - Grashdanskije samoljoty" erhielt. Das neue Gemeinschaftsunternehmen trägt den Namen OOO OAK-Antonov.

Flughafen-Sonderwirtschaftszone Uljanowsk

Ferner gibt es ein Montageprojekt in der Flughafen-Sonderwirtschaftszone Uljanowsk. Das Unternehmen OOO Aviazionny sawod "Witjas" (Generaldirektor: Sergej Anziferov) beabsichtigt, dort 457 Mio. Rubel in die Fertigung des 19-sitzigen kanadischen Flugzeugmodells DHC-6 Twin Otter series 400 (Partner: Viking) zu investieren. Der Produktionsstart ist für 2013 geplant. Zunächst sollen 5%, später 50% und schließlich 95% der Montageleistung in Russland erbracht werden. Die potenzielle Nachfrage für dieses Flugzeug schätzt Witjas auf 232 Flugzeuge in neun Jahren.
Außerdem arbeitet der Gouverneur des Gebiets Uljanowsk, Sergej Morosow, gegenwärtig daran, eine Montage von Flugzeugen der Marke "Piper" in die SWZ Uljanowsk zu holen.

Kontaktanschriften

OAO Obedinjonnaja Aviastroitelnaja Korporazija (OAK)
Abteilung für Corporate Development
101000 Moskau, Ulanskij pereulok 22, stroenije 1
Tel.: 007 (495) 926 14 20, Fax: -926 14 21
Internet: www.uacrussia.ru
Ansprechpartner:
Michail Aslanowitsch Pogosjan, Präsident
Leonid Naftoljewitsch Komm, Vize-Präsident für Programme und Investitionen
OAO Korporazija "Irkut"
125315 Moskau, Leningradskij prospekt 68
Tel./Fax: 007 (495) 777 21 01
Ansprechpartner:
Aleksej Innokentjewitsch Fedorow, Präsident
Andrej Iwanowitsch Metveev, Vize-Präsident für das Programm MS-21
Alexander Veprev, Generaldirektor des Irkutsker Flugzeugwerks
(E.W.)