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Freitag, 9. September 2011

Steigender Fleischkonsum veranlasst russische Produzenten zu massiven Investitionen

Schweine- und Geflügelfleisch erleben einen Boom / Zahlreiche Projekte für neue Tierzucht- und Verarbeitungsbetriebe / Von Stephanie Adam und Edda Wolf

Moskau (gtai) - Es ist eine gute Zeit für die russischen Fleischproduzenten. Dank steigender Realeinkommen wächst die Nachfrage stetig. Vor allem Geflügel und Schwein landen in Russland immer häufiger auf dem Teller. Damit die Kapazitäten hinter dieser Entwicklung nicht zurückbleiben, muss investiert werden. Seit Jahresbeginn nahmen Produzenten und Regierung landesweit mehrere Projekte in Angriff, gern auch in Kooperation mit ausländischen Zulieferern moderner Stalltechnik.

In der russischen Landwirtschaft schlummert enormes Entwicklungspotenzial. Noch hinken die meisten russischen Betriebe europäischen Standards um Jahre hinterher, sind ineffizient und technisch veraltet. Seit einiger Zeit aber verbessern sich die landwirtschaftlichen Kennzahlen, die Produktion steigt. Im 1. Halbjahr 2011 erreichte der Produktionswert aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse in Russland über 900 Mrd. Rubel (21,8 Mrd. Euro, Wechselkurs nach russischer Zentralbank vom 17.8.2011: 1 Euro = 41,29 Rubel). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 30%. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt Russlands beträgt zurzeit 4,1%.
Staatliche Finanzspritzen haben im großen Maße zu den positiven Entwicklungen der letzten Jahre beigetragen. Die Landwirtschaft wurde zur Schlüsselbranche erklärt, ein Entwicklungsprogramm soll sie bis 2020 rundum erneuern. Allein im Jahr 2011 vergibt die russische Regierung Zuwendungen in Höhe von 111,8 Mrd. Rubel (2,7 Mrd. Euro). Das geplante Budget für 2012 wurde erst kürzlich um 10% auf 130 Mrd. Rubel (3,14 Mrd. Euro) erhöht, meldete die Zeitung Ria Nowosti.
Der Fleischmarkt hat von den Hilfen stark profitiert und entwickelt sich rasant. Die Nachfrage steigt, die Hersteller ziehen nach. Im Jahr 2010 wuchs die Fleischproduktion landesweit um 5% auf 10,5 Mio. t (Lebendgewicht). Besonders stark haben die industriellen Großbetriebe zugelegt: Sie erzeugten 2010 fast 11% mehr Fleisch als im Vorjahr. Der Marktanteil kleinerer Betriebe hingegen sinkt stetig. Wachstumstreiber sind Schweinefleisch und Geflügel. Rindfleisch wird dagegen immer weniger produziert. Im Juni 2011 betrug der russische Viehbestand: 9 Mio. Kühe, 18,6 Mio. Schweine, 25,4 Mio. Schafe und Ziegen sowie 473,3 Mio. Vögel.
Fleischproduktion in Russland (in 1.000 t Lebendgewicht)

Geflügel Veränderung 2010/2009 in % Schweinefleisch Veränderung 2010/2009 in % Rindfleisch Veränderung 2010/2009 in %
Gesamt 3.850,4 111 3.083 106 3.018,1 98
Industrielle Großbetriebe 3.422,5 113 1.617 118 979,4 97
Bauernhöfe und einzelne Unternehmer 23,6 96 90 96 148,7 110
Ländliche Bevölkerung 404,3 98 1.376 96 1.890,0 98
Quelle: Rosstat, zitiert im Jahresbericht der Holding Miratorg
Schweinefleisch erlebt in Russland einen wahren Boom. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die industrielle Produktion im Jahr 2010 um mehr als 18%. Noch können die 2,4 Mio. t (Schlachtgewicht) Schweinefleisch pro Jahr den heimischen Bedarf von 3 Mio. t nicht decken. Da Russland nach Selbstversorgung bei Schweinefleisch strebt, besteht Investitionsbedarf. Mit der Installation neuer Produktionsanlagen soll der Ausstoß 2012 um 0,3 Mio. t steigen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnten insgesamt 5 Mrd. Euro in neue Kapazitäten investiert werden, meldet die Nachrichtenagentur Prime Tass.
Neben Schweinefleisch ist auch Geflügel in Russland sehr beliebt: 3,45 Mio. t werden davon jährlich konsumiert. Tendenz: steigend. Schon 2010 legte die Produktion um knapp 13% zu, insbesondere in Sibirien, dem Nordkaukasus sowie im Nord-Westen und in den südlichen Regionen Russlands. Wie die Zeitung Ria Nowosti berichtet, werden 2011 in Russland voraussichtlich 3,2 Mio. t Geflügelfleisch produziert; das ist ein Anstieg von 10%. Bis 2020 rechnet die Generaldirektorin der russischen Geflügelvereinigung, Galina Bobyljowa, mit einem Output von 4,5 Mio. t.
Ähnliche Ergebnisse kann die Rindfleischproduktion nicht vorweisen. Im Gegenteil: sie schwächelt. Denn mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor zwanzig Jahren ging auch die russische Rinderwirtschaft in die Knie. Die meisten zur Zucht geeigneten Kühe wurden in den schwierigen Zeiten einfach aufgegessen. Übrig blieben Milchkühe, die zur Fleischproduktion nicht taugen. Der Import hochwertiger Rindersorten aus dem Ausland soll Abhilfe schaffen und die russischen Herden langsam ersetzen.
Insgesamt bergen die Marktentwicklungen der letzten Jahre enorme Chancen für die russischen Fleischproduzenten. Überall im Land wird investiert, entstehen neue Produktionskapazitäten. Erst kürzlich bewilligten die russische Vneschekonombank und HSBC der OOO Brjanskaja Mjasnaja Kompanija einen Kredit in Höhe von 90 Mio. US$. Mit diesen Mitteln soll im Gebiet Brjansk eine Fabrik entstehen, die Fleisch produziert und verarbeitet.
Im Gebiet Rostow beginnt der Bau eines riesigen Bio-Clusters. Kostenpunkt: 20 Mrd. Rubel (484,6 Mio. Euro). Geplant sind unter anderem Getreidefabriken, jeweils ein Schweine- und ein Geflügelkomplex, ein Fleischkombinat sowie ein Futtermittelwerk. Insgesamt wurden in Rostow seit Jahresbeginn 12 unterschiedliche landwirtschaftliche Investitionsprojekte mit einem Volumen von 40 Mrd. Rubel (969 Mio. Euro) in Angriff genommen. Die Lokalregierung unterstützt die Arbeiten mit Finanzspritzen.
In Lipzek baut die OAO Gruppa Tscherkisowo den nach eigenen Angaben größten Agrarindustriekomplex Russlands. Für 20 Mrd. Rubel (484,6 Mio. Euro) sollen dort Fabriken zur Produktion und Verarbeitung von Geflügel gebaut werden. Auch Inkubatoren und Futterfabriken sind vorgesehen. Kapazität: 500.000 t Fleisch pro Jahr.
Eine weitere Megainvestition wird in der Teilrepublik Baschkortostan realisiert. Dort will die russische Unternehmensgruppe Rasguljaj 13 Mrd. Rubel (315 Mio. Euro) investieren, um eine Agrarholding aufzubauen: fünf Schweinezuchtanlagen, ein Schlachthof, der 1 Mio. Tiere pro Jahr verarbeiten kann, sowie eine Tierfutterfabrik mit einer Kapazität von 200.000 t pro Jahr. Bei Vollauslastung soll die Holding bis zu 70.000 t Fleisch pro Jahr erzeugen können. Im Juli 2011 wurden die entsprechenden Dokumente von der baschkirischen Regierung und Rasguljaj unterzeichnet.
Ausgewählte Investitionsprojekte in Russland
Unternehmen Ort Projekt Kapazität in 1.000 t Fleisch Investitions-Volumen in Mrd. Rubel.
OAO Gruppa Tscherkisowo Lipzek Agrarindustrie-Komplex 500 (Lebend-gewicht) 20,0
OOO Brjanskaja Mjasnaja Kompanija Oblast Brjansk Fleischverarbeitung k.A. 2,6
Zentr Transfera Innowazionnich Technologi Oblast Rostow Bio-Cluster k.A. 20,0
Gruppa Rasguljaj Baschkortostan Agrarholding 70 13,0
Miratorg Oblast Orjol Viehzucht jeweils 4.500 Rinder 2,0
Miratorg Oblast Brjansk Viehzucht 250.000 Rinder 24,0
Quellen: Prime-Tass, Unternehmensmeldungen
Ganz so weit ist die Agrarholding Miratorg mit ihren Viehzuchtprojekten im Gebiet Orjol noch nicht gekommen. Dort sind zwei Rinderfarmen geplant, auf denen jeweils bis zu 4.500 Tiere gezüchtet werden können. Das Investitionsvolumen beträgt 2 Mrd. Rubel (48 Mio. Euro). Die entsprechenden Abkommen mit den lokalen Behörden sollen in den nächsten Wochen unterzeichnet werden. Die Pläne für Orjol sind Teil eines Großprojektes von Miratorg: Im Gebiet Brjansk sollen bis zum Jahr 2014 über 33 Farmen mit Platz für 250.000 Tiere und entsprechende Verarbeitungskapazitäten entstehen.
Seit die inländische Fleischproduktion auf Grund der vielen Investitionsprojekte wächst, sinkt der Importbedarf. Laut Meldung der Tageszeitung Rbc Daily wird sich der Importanteil bei Geflügel in den kommenden Jahren bei circa 7% einpendeln. Die Exporte hingegen steigen. Im Vergleich zum Jahr 2010, als sie noch bei 15.000 t lagen, werden sie im laufenden Jahr 2011 um mehr als das Dreifache ansteigen. Beim Schweinefleisch sieht die Situation ähnlich aus. Entsprechend senkte die Regierung die Importquoten für Schweine- und Geflügelfleisch für das Jahr 2012 auf 350.000 bzw. 330.000 t (2011: 500.000 t bzw. 350.000 t).

Kontaktanschriften

Administration des Gebiets Rostow
344050 Rostow am Don, ul. Sozialistitscheskaja 112
Tel.: 007 863/240 7831, Fax: -240 1701
Kontakt: Ewgenija Wyacheslawowna Gawrilenko, External Economic Relations
OOO Brjanskaja Mjasnaja Kompanija
241020 Brjansk, ul. Tuchatschewskowo 2
Tel.: 007 4832 72 44 19, - 63 58 26
Internet: www.kingmeat.ru
OOO Miratorg
119146 Moskau, 1-aja Frunsenskaja ul. 5
\x{0422}el.: 007 495/775 0650
E-Mail: , Internet: www.miratorg.ru
Gruppa Rasguljaj
109428 Moskau, Rjasanskij Prospekt 61/4
Tel./Fax: 007 495/510 6383
E-Mail: , Internet: www.raz.ru
\x{041e}A\x{041e} Gruppa Tscherkisowo
125047 Moskau, Office Center "Belaja Ploschad", ul. Lesnaja 5, 12 Etage
Tel.: 007 495/788 3232, Fax: -788 3233
(E.W.)