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Mittwoch, 14. September 2011

"Wir lassen keinen ausländischen Investor in Russland alleine"

Interview mit dem Vize-Präsidenten der HIK der Russischen Föderation, Aleksandr Sacharow / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Russland ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands - und für viele Unternehmen ein wichtiger Investitionsstandort. Mehr als 6.000 deutsche Firmen sind in dem Land aktiv. Doch der Geschäftsaufbau ist nicht leicht, vor allem ohne Netzwerke vor Ort. Die Russische Handels- und Industriekammer (HIK) will deutschen Investoren unter die Arme greifen - mit einem Netzwerk, Informationen und praktischer Hilfe. Mit Germany Trade & Invest sprach der Vize-Präsident der HIK.

GTAI: In Russland gibt es keine Investitionsfördergesellschaft auf föderaler Ebene. Wird die russische Handels- und Industriekammer diese Lücke jetzt schließen?
Sacharow: Nein. Das ist auch nicht unser Ziel. Aber wir schaffen im Augenblick Strukturen, um Investoren beim Geschäftsaufbau in Russland systematisch zu begleiten - zusammen mit den Behörden und einer Reihe von professionellen Partnern.
GTAI: Und dennoch verstehen Sie sich als erste Anlaufstelle für potenzielle Investoren aus Deutschland?
Sacharow: So ist es. Grundsätzlich können sich ausländische Unternehmer jederzeit an unsere Investitionsförderabteilung wenden. Dazu haben wir sie ja gegründet. Aber für deutsche Firmen empfiehlt sich der direkte Draht zu unserer Repräsentanz in Berlin. Leiter Sergei Nikitin spricht deutsch und ist für Erstanfragen der ideale Ansprechpartner.
GTAI: Russland hat 83 Föderationssubjekte. Kennen Sie denn die Vorzüge und Nachteile aller Regionen, um potenzielle Investoren entsprechend beraten zu können?
Sacharow: Einen zuverlässigen Mechanismus für die Investitionsakquise arbeiten wir zunächst nur für einige Pilot-Regionen aus. Derzeit haben wir mit drei Regionen solche Abkommen mit den jeweiligen regionalen Kammern und der Gebietsadministration unterzeichnet. Diese Schemata wollen wir dann auf andere Gebiete übertragen. Bis zum Jahresende 2011 sollen es zehn bis fünfzehn sein.
GTAI: Absatzmarkt, Arbeitskräfte, Infrastruktur und Produktionsbedingungen - deutsche Unternehmen haben bei der Suche nach einem geeigneten Standort ihre eigenen und meist ganz klaren Vorstellungen. Wie behalten Sie diese bei der Auswahl des geeigneten Standortes im Blick?
Sacharow: Richtig. Wenn wir konkrete Anfragen erhalten - zur Suche nach einem konkreten Investitionsstandort etwa -, dann versuchen wir über unsere 174 regionalen Kammern in allen Regionen die beste Lösung zu finden. Und zwar nach den Kriterien des potenziellen Investors. Aber wir wollen uns nicht damit zufrieden geben, dass Investoren auf uns zukommen. Wir wollen den Regionen helfen, sich strategisch besser auszurichten und fit zu werden für ausländische Investoren. Das heißt etwa: Die Industrieparks müssen besser werden, internationalen Standards genügen. Dabei hilft künftig eine professionelle Agentur, die Strategy Partners Group. Wir fördern einen Expertenrat, der Investitionsprojekte auf Herz und Nieren prüfen soll. Wir wollen beim Thema Finanzierung helfen. Dazu holen wir russische und ausländische Banken mit an den Tisch. Von den Informationen über mögliche Investitionsprojekte, über die Betreuung bei der Umsetzung bis hin zum Monitoring abgeschlossener Projekte - wir stehen mit Rat und Tat zur Seite.
GTAI: Traditionell ist Investorensuche Sache der Regionen. Stellen Sie sich auf Kompetenzstreitigkeiten zwischen Ihnen und den Regionen ein?
Sacharow: Im Gegenteil. In den Pilotregionen - bislang sind das Kursk, Tschuwaschien und Saratow - haben jeweils die für Wirtschaft zuständigen Vizegouverneure den Vertrag über die Zusammenarbeit bei der Investorenwerbung und bei Innovationen unterzeichnet. Und zwar mit uns und den regionalen Kammern. Das Interesse von Seiten der Regionen ist groß.
GTAI: Schwierigkeiten treten auch nach der Standortwahl noch auf. Verstehen Sie sich als Sprachrohr für ausländische Unternehmen, die sich bereits in Russland befinden?
Sacharow: Natürlich. Und zwar erstens, wenn es sich um konkrete Probleme in den Regionen handelt. Dann setzen sich vor allem die regionalen Kammern für die Belange ausländischer Investoren ein. Zweitens werden wir als Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation aktiv, wenn es um strukturelle Probleme geht. Mit dem Zoll etwa, oder bei administrativen Barrieren. Apropos: Wegen administrativer Hürden wollen wir keinen einzigen Investor verlieren. Ich kann zwar keine Wunder versprechen. Aber ich verspreche, dass wir uns aller Probleme annehmen und dass wir keinen Investor alleine lassen. Und selbst bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen stehen wir zur Seite. Wir haben ein eigenes internationales Schiedsgericht mit einer 80-jährigen Tradition. Kaum jemand weiß, dass dort fast dreimal so viele Fälle verhandelt werden, wie vor dem Schiedsgericht der Handelskammer Stockholm.
GTAI: Können ausländische Firmen Mitglied bei Ihnen werden?
Sacharow: Leider nicht, das können nur russische Unternehmen. Aber um unsere Dienstleistungen im Bereich Unternehmensansiedelung in Anspruch zu nehmen, muss man nicht Mitglied sein. Allerdings können ausländische Firmen ihre russische Repräsentanz bei uns akkreditieren. Und dann nutzen sie natürlich Zusatzleistungen: von der Akkreditierung von Mitarbeitern über Visa-Einladungen bis hin zu Mehrfachvisa für Repräsentanz-Mitarbeiter und deren Familien.
GTAI: Zwei Drittel aller deutschen Direktinvestitionen in Russland sind Erweiterungen bestehender Anlagen. Nur ein Drittel sucht nach einem neuen Standort. Unterstützen Sie auch bestehende Betriebe bei der Erweiterung?
Sacharow: Wir machen da überhaupt keinen Unterschied. Mit jenen Firmen, die bereits vor Ort sind, wollen wir sogar noch enger zusammenarbeiten. Denn die kennen die Probleme beim Markteintritt und die Schwierigkeiten vor Ort. Wir brauchen dieses Feedback - gerade von deutschen Firmen. Nur so können wir einschätzen, welche Investitionsbedingungen verbessert werden müssen, wo wir mit unserer Vermittler- und Lobbyarbeit ansetzen sollen.
GTAI: Auch die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer begleitet deutsche Unternehmen auf dem Weg nach Russland. Arbeiten Sie auf diesem Feld künftig verstärkt zusammen?
Sacharow: Die Investorenwerbung ist eine große Herausforderung für uns. Und dabei arbeiten wir natürlich nicht nur mit unseren russischen, sondern auch mit ausländischen Partnern zusammen. Dazu gehört die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer. Gerade im Bereich Investitionen stehen wir in einem regen Austausch.

Kontaktanschrift

Torgowo-Promyschlennaja Palata Rossiskoj Federazii
(Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation)
ul. Ilinka 6, 109012 Moskau
Tel.: 007 495/620 01 27, Fax: -620 02 66
Ansprechpartner für deutsche Unternehmen: Aleksandr Sacharow
Internet: www.tpprf.ru
Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation - Repräsentanz in der Bundesrepublik Deutschland
Leipziger Straße 63, 10117 Berlin
Tel.: 030/204 42 02, Fax: -204 50 201
Ansprechpartner: Sergei Nikitin
(H.B.)