Effizienz des Schienentransports soll durch bessere Koordinierung und Investitionen in Lokomotiven und Streckenausbau wachsen / Von Ullrich Umann
Moskau (gtai) - Der Güterverkehr auf der Schiene
ist in Russland fast vollständig privatisiert. Dies führte auf der einen
Seite zu steigenden Investitionen in den Waggonpark. Andererseits hat
sich die Effizienz des Schienentransports nicht unbedingt erhöht. Die
staatliche Eisenbahngesellschaft RZD muss sich in ihre neue Rolle als
Koordinator des Wettbewerbs auf der Schiene erst noch einarbeiten. Zudem
hat es RZD bisher unterlassen, in Lokomotiven und den Streckenausbau zu
investieren.
Für Niederlassungen deutscher Unternehmen, aber auch für den
deutsch-russischen Güteraustausch stellt der Schienentransport in der
Russischen Föderation ein nicht unerhebliches Problem dar. Lange
Wartezeiten oder auch als zu hoch empfundene Transportgebühren sind die
oft genannten Stichwörter, wenn Wirtschaftsvertreter aus Deutschland zu
diesem Thema befragt werden. Massen- und Schüttgüter lassen sich aber
nicht ohne weiteres per Lkw transportieren, schon gar nicht im größten
Flächenstaat der Welt.
Die Reform und damit die Öffnung des
Schienentransports für unabhängige Anbieter begannen im Vergleich zu
anderen Transportsparten erst spät zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts.
Im Luftverkehr wurde der Umbruch mehr als zehn Jahre früher
eingeleitet. Umso schneller schritt der Umbau des Schienenverkehrs
voran: Unabhängige Unternehmen schossen wie die Pilze aus dem Boden und
es wurde massiv in rollendes Material investiert. Der Park an
Güterwaggons zog von 0,991 Mio. (2009) auf 1,091 Mio. (2011) an. Ein
anhaltendes Wachstum wird bis 2013 prognostiziert, erst dann dürfte der
Höchststand erreicht sein.
Zertifizierung
GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,
Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland