Moskau (gtai) - Der Zementabsatz in Sotschi wird 2013 seinen
Höhepunkt erreichen. Dies hängt mit absehbaren Übergaben von Bauvorhaben
zusammen, die zur Olympiavorbereitung durchgeführt werden. Damit
erhalten ausländische Zementanbieter kurzfristig noch Absatzchancen.
Wegen überlasteter Schienenwege kann zusätzliches Stapel- und Schüttgut
aber nur auf dem Seeweg in das Gebiet Krasnodar transportiert werden.
Dies geht aus Materialien der Russischen Vereinigung der Bauindustrie
(Rossijski Sojuz Stroitelej) hervor.
Durch den Bau von Objekten für die Olympischen Winterspiele in
Sotschi kam die russische Zementindustrie relativ gut durch die
Finanzmarktkrise 2009/2010. Landesweit wurden zwar Bauprojekte auf Eis
gelegt oder komplett abgesagt. Nicht jedoch im Gebiet Krasnodar im Süden
Russlands. Die Olympiade erwies sich damit gewollt oder ungewollt als
ein wichtiger Teil des staatlichen Konjunkturprogramms.
Das durch
Olympiaprojekte erzeugte Nachfragehoch ist aktuell noch nicht
überschritten. Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass nach 2010/11
die Bauaktivitäten kontinuierlich abnehmen und sich die Zementnachfrage
in der Region wieder beruhigt. Durch Verzögerungen bei der Übergabe und
Nachbesserungen an Olympiaobjekten hat sich der Absatzzenit für
Baustoffe dem Vernehmen nach aber um zwei Jahre nach hinten verschoben.
Der
Zementverkauf im Gebiet Krasnodar soll im Jahr 2013 im Vergleich zum
Krisenjahr 2009 sogar doppelt so hoch ausfallen. Dafür müssen täglich
319 Waggons mit Zement entladen werden, einschließlich der Wochenenden.
Um den Transport von Baustoffen und -materialien überhaupt noch
bewerkstelligen zu können, wurden Hafenkapazitäten in der näheren
Umgebung von Sotschi ausgebaut.
Im Umkehrschluss bedeutet dies
auch, dass ausländische Zementhersteller eine reale Absatzchance
behalten, sofern sie ihren Baustoff auf dem Seeweg zu überschaubaren
Kosten heranschaffen können. Zurzeit sind erst 30% aller Bauobjekte in
Sotschi fertig gestellt. Etwa 180 Projekte befinden sich in der
Ausführungsphase. Bis 2014 sollen 545 Vorhaben des Hoch- und Tiefbaus
übergeben werden. Dies bedeutet, dass die Zementnachfrage bis kurz vor
der feierlichen Eröffnung der Olympiade im Februar 2014 hoch bleiben
wird.
Tipp
Die aktuelle Ausgabe des Sotschi-Newsletters
und weitere Informationen zu den Vorbereitungsarbeiten auf die
Olympischen Winterspiele 2014 finden Sie unter:
Kontaktanschrift:
Rossijski Sojuz Stroitelej
(Russische Vereinigung der Bauindustrie)
Zemledeltscheskij pereulok 4, 119121 Moskau
Tel.: 007/499/245 63 23
E-Mail: info@omorrss.ru, Internet: http://www.omorrss.ru
(U.U.)
Zertifizierung
GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,
Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland