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Montag, 21. Januar 2013

In Russland entstehen immer mehr Gas-Tankstellen

Gazprom gründet Gesellschaft für verdichtetes Motorengas / Konzern will russische Regionen mit Flüssiggas beliefern / Von Bernd Hones

Moskau (gtai) - Die weltweiten Gaspreise sind im Sinkflug. Darauf reagiert der russische Konzern Gazprom mit dem Ausbau des Geschäfts mit komprimiertem Motoren- und Flüssiggas. Allein 2013 sollen russlandweit 37 neue Gastankstellen gebaut werden. Ende 2012 hat das Unternehmen alle Aktiva aus dem Bereich Gastreibstoffe in einer neuen Tochtergesellschaft gebündelt. Änderungen gibt es auch bei Flüssiggas: Gazprom will künftig russische Regionen stärker mit diesem Energieträger versorgen. 

Russland ist zwar eines der erdgasreichsten Länder der Welt. Bei der Nutzung von Erdgas als Treibstoff für Automobile hinkt Russland aber seinem Potenzial noch meilenweit hinterher. Im Jahr 2011 waren auf russischen Straßen gerade einmal 86.000 gasbetriebene Kraftfahrzeuge unterwegs, sagten Gazprom-Vertreter auf einer Konferenz über komprimiertes und Flüssiggas der Chemieberaterfirma Creon Energy Mitte Dezember 2012 in Moskau. Zum Vergleich: In Pakistan, Iran und Argentinien sind es über 2 Mio. Fahrzeuge. Am weitesten verbreitet sind gasbetriebene Pkw in Südrussland, im Krasnodarski Krai und in den Regionen Stawropol, Tula und Rjasan sowie in Kabardino-Balkarien.

Dabei ist Autogas selbst im Vergleich zu den in Russland relativ günstigen Benzin- und Dieseltreibstoffen spottbillig: Der Kubikmeter, der etwa einem Liter herkömmlichen Treibstoffs entspricht, kostet gerade einmal 9 Rubel (Rbl, 22,5 Euro-Cent, EZB-Wechselkurs vom 4.1.13: 1 Euro = 39,66 Rbl). Der Preis für einen Liter Super-95 liegt bei rund 30 Rbl. Tendenz steigend. Dagegen sind die Preise für komprimiertes Gas vom Gesetzgeber eingefroren worden. Der finanzielle Anreiz für Autofahrer, anstelle von Benzin oder Diesel auf einen Gasmotor zu setzen, steigt also permanent.

Hemmschuh für eine schnelle Entwicklung der Autogassparte in Russland ist die fehlende Infrastruktur für gasbetriebene Fahrzeuge, sagte Aleksandr Stroganow Gastreibstoff-Experte bei Gazprom. Es fehle an ausreichender Versorgung an komprimiertem Gas, an Tankstellen, an Service und Wartungszentren für die Fahrzeuge und Gasmotoren. Deshalb halte sich auch die Nachfrage in Russland bis jetzt noch in Grenzen. Ein Teufelskreis, denn solange die Nachfrage niedrig sei, falle es den Anbietern schwer, in eine bessere Infrastruktur - etwa in den Ausbau des Tankstellennetzes - zu investieren. Dennoch hat die Gazprom-Holding Anfang Dezember 2012 eine neue Tochter gegründet, die sämtliche Aktiva rund um die Produktion von Motorengas und dessen Vertrieb bündelt - die OOO Gazprom gasomotornoje topliwo.

Der Gaskonzern will künftig verstärkt auf die Karte verdichtetes Motorengas setzen. Im Jahr 2013 sollen 37 Gastankstellen in 17 Regionen gebaut werden, heißt es in einer Pressemeldung des Unternehmens vom Dezember 2012. Angeblich sind russlandweit 54 von 83 Föderationssubjekte an dem Ausbau eines entsprechenden Tankstellennetzes interessiert.
Markt für komprimiertes Motorengas in Russland (in Mio. cbm)

1990 2000 2005 2010 2011
Nachfrage nach komprimiertem Motorengas 525 82 237 346 362
Quelle: OAO Gazprom

Der Bau von 37 Gastankstellen in nur einem Jahr könnte eine neue Dynamik in Gang bringen. Genauso viele wurden in Russland in den vergangenen sechs Jahren insgesamt in Betrieb genommen. Es gibt derzeit 244 solcher Tankstellen im Land, davon gehören 209 zum Gazprom-Netz. Doch selbst im internationalen Vergleich sind die geplanten zusätzlichen 37 Anlagen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Allein in Deutschland werden über 900 Tankstellen mit Gaskompressor gezählt. Neben Personenkraftwagen will Gazprom künftig auch die Gasnutzung im landwirtschaftlichen Sektor, bei Schienen- und Wasserfahrzeugen ankurbeln.

Für den erfolgsverwöhnten Staatskonzern läuft es derzeit alles andere als rund. Schwierigkeiten bereiten vor allem die US-Amerikaner, die seit einigen Jahren auf Schiefergas setzen und dieses bereits mit Erfolg international vermarkten. Die Folge: Russisches Erdgas hat Konkurrenz erhalten, in Europa purzelten die Gaspreise. Auch Flüssiggas gewinnt an Bedeutung. Was Russland brauche, "das ist keine stärkere Gasförderung, sondern Investitionen in die Umrüstung der Verarbeitungsanlagen", meint Waleri Plotnikow, Technik-Manager beim Anlagen- und Pipelinebauunternehmen Stroitransgas. Russland verfüge zwar über 23% der weltweiten Erdgasvorräte, produziere aber nur 5% des weltweiten Flüssiggases. Die bisher einzige Anlage steht auf der Insel Sachalin im Fernen Osten Russlands. Zum heutigen Zeitpunkt verarbeite Russland gerade einmal 9% seines geförderten Erdgases, kritisierte Plotnikow auf der Creon Energy-Konferenz in Moskau.

Das soll sich ändern - vor allem dank geplanter neuer Mini-Gasverflüssigungsanlagen. Damit lassen sich auch Gebiete fernab der großen Leitungen mit Gas versorgen. Zurzeit gibt es solche Miniwerke nur in den Gebieten Moskau, Leningrad und Swerdlowsk. Gazprom arbeitet an einer ganzen Reihe weiterer Miniwerke in den Regionen Moskau und Leningrad sowie in anderen Gebieten wie Nischni Nowgorod, Nowosibirsk, Omsk, Tomsk, Amur, Perm, Altai und im Krasnojarski Krai.

Kontaktanschrift:

Creon Energy
Uniwersitetski Prospekt 9, 119296 Moskau
Tel.: 007 495/797 49 07, Fax: -938 00 08
Ansprechpartner für deutsche Firmen: Fares Kilzie (Präsident, E-Mail: fk@creon-online.ru)
(H.B.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland