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Dienstag, 5. Februar 2013

In Europas hohem Norden sollen viele Milliarden Euro fließen

Projekte in der Energie- und Metallgewinnung, Infrastruktur, Industrie und im Tourismus / Von Torsten Pauly

Helsinki (gtai) - Europa ist jenseits des Polarkreises dünn besiedelt, aber reich an Öl, Gas, Metallen, Biomasse sowie Wind- und Wasserkraft. Auf 107 Mrd. Euro summieren sich verschiedene Investitionsvorhaben im hohen Norden von Finnland, Schweden, Norwegen und Russland, so eine Erhebung der finnischen Handelskammer in Lappland 2012. Über aktuelle Entwicklungen informiert am 13. und 14. März 2013 das Arctic Business Forum im finnischen Rovaniemi (http://www.arcticbusinessforum.com).

In den nördlichsten Regionen von Norwegen, Schweden, Finnland und dem europäischen Teil von Russland leben im Schnitt nur zwei bis vier Menschen auf einem Quadratkilometer und die Wirtschaftsleistung pro Kopf lag zuletzt nur in Schweden über dem jeweiligen nationalen Schnitt. Doch vor allem der Reichtum an Ressourcen lockt Investitionen an, hinzu kommen notwendige Verbesserungen der Infrastruktur. Im Europa nördlich des Polarkreises eröffnen sich daher in den kommenden Jahren vielfältige Geschäftschancen.
Nordeuropa in Zahlen
Land Finnland 1) Schweden 2) Norwegen 3) Russland 4)
Einwohner (2011, in 1.000) 183,3 248,5 468,8 2.001,5
Fläche (2011, in qkm) 92.661 98.911 122.949 734.800
Bevölkerungsdichte (2011, in Einwohner/qkm) 2,0 2,5 3,8 2,7
BIP (2010, in Mrd. Euro) 5,1 10,6 17,8 14,4
BIP/Kopf (2010, in Euro) 28.028 42.718 38.083 7.195
1) Provinz Lappland; 2) Provinz Norrbotten; 3) Provinzen Nordland, Troms, Finnmark; 4) Provinzen Murmansk, Archangelsk
Quellen: Nationale Statistikämter

Einen Überblick über Großprojekte in der Region bietet ein Investitionskatalog, den die finnische Handelskammer in Lappland anlässlich des letztjährigen arktischen Wirtschaftsforums 2012 in Rovaniemi erstellt hat. Allein 35,3 Mrd. Euro sollen demnach in den kommenden Jahren in die Ausweitung der Öl- und Gasförderung unter der Barentssee fließen, davon 20,0 Mrd. Euro auf der russischen und 15,3 Mrd. Euro auf der norwegischen Seite.

Auch zur Nutzung erneuerbarer Energien gibt es große Pläne. Die zusammen getragenen Investitionen in Windparks vor allem in Norwegen und Schweden, in geringerem Umfang auch in Finnland summieren sich auf 14,8 Mrd. Euro. Biomasseanlagen sind im Umfang von insgesamt 500 Mio. Euro in Schweden und Finnland geplant, dazu soll eine Biodieselraffinerie im finnischen Hafen Kemi nochmals die gleiche Summe kosten. Wasserkraftwerke stehen für 3,4 Mrd. Euro an, in erster Linie in Norwegen (2,7 Mrd. Euro). Hinzu kommen Investitionen in Trassen zur Stromübertragung von insgesamt 3,3 Mrd. Euro.

Metallvorkommen und andere Bodenschätze wie Phosphor lassen auch eine weitere Expansion des Bergbaus erwarten. Dieser spielt im Norden von Norwegen, Schweden und Russland schon seit langem eine wichtige Rolle und hat auch in Finnland in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Zukünftig sind laut der Kammer in Lappland die höchsten Mineninvestitionen in Finnland (6,9 Mrd. Euro) und Schweden (5,9 Mrd. Euro) zu erwarten, aber auch in Russland (3,7 Mrd. Euro) und Norwegen (500 Mio. Euro) stehen Erweiterungen und neue Gruben an.

Auch der Infrastrukturausbau soll in den kommenden Jahren bis zu 23,3 Mrd. Euro in den nördlichsten europäischen Provinzen kosten. In Norwegen stehen dabei Straßen, in Schweden und Finnland hingegen Bahntrassen im Vordergrund, auch wegen der Bergbauexpansion. In Russland sind es in erster Linie Hafenprojekte in den beiden Städten Murmansk und Archangelsk sowie die Belkomur-Bahnmagistrale, die hohe Investitionen erfordern.

Nicht nur die Energie- und Rohstoffgewinnung, auch andere Sektoren entwickeln sich jenseits des Polarkreises, nicht zuletzt wegen der reichen Natur. In Finnland ist Lappland nach dem Gebiet um die Hauptstadt Helsinki die Tourismusdestination mit den meisten Übernachtungen, und auch in Norwegen und Schweden spielt der Fremdenverkehr eine Rolle. Insgesamt 3,0 Mrd. Euro könnten in den kommenden Jahren in der gesamten Region in neue Unterkünfte und Ski- und Outdoorangebote fließen. Sogar auf 3,7 Mrd. Euro summieren sich Industrieprojekte, zum Beispiel für ein schwedisches Facebook-Datenzentrum oder eine Stahlhütte im finnischen Tornio.
Anvisierte Investitionen in Nordeuropa (in Mrd. Euro)
Land Finnland 1) Schweden 2) Norwegen 3) Russland 4) Insgesamt
Insgesamt, davon in 12,0 21,3 32,3 41,2 106,8
.Energie, davon 1,5 7,6 28,2 20,0 57,3
..Öl, Gas - - 15,3 20,0 35,3
..Wind 0,4 6,8 7,6 - 14,8
..Wasser 0,4 0,3 2,7 - 3,4
..Stromübertragung 0,5 0,2 2,6 - 3,3
..Biomasse 0,2 0,3 - - 0,5
.Bergbau 6,9 5,9 0,5 3,7 17,0
.Infrastruktur 1,2 4,4 1,9 15,8 23,3
.Gesundheit, sonstige öffentliche Investitionen - - 1,2 - 1,2
.Industrie 1,3 0,7 - 1,7 3,7
.Tourismus 1,1 1,4 0,5 - 3,0
.Handel - 1,2 - - 1,2
1) Provinz Lappland; 2) Provinz Norrbotten; 3) Provinzen Nordland, Troms, Finnmark; 4) Provinzen Murmansk, Archangelsk
Quelle: Handelskammer Lappland

Kontaktanschriften:

Handelskammer Lappland
(Lapin Kauppakamari)
Maakuntakatu 29-31 B, 96200 Rovaniemi
Tel.: 00358 20/7 54 54-99, Fax: -97
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Deutsch-Finnische Handelskammer
Besucheradresse: Mikonkatu 25, 00100 Helsinki
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(P.T.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland