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Freitag, 10. Mai 2013

Wachstumspotenzial für Kurierdienste in Russland

Kunden setzen auf Verkürzung der Zustellzeiten und Zuverlässigkeit, erst danach kommt der Preis
Von Ullrich Umann

Moskau (gtai) - Die Nachfrage nach Kurierdienstleistungen in Russland wächst. Dafür sorgt der expandierende Internethandel. Zudem belebt sich der Warenaustausch mit dem Ausland nach dem erfolgtem WTO-Beitritt und durch den Ausbau der Zollunion mit Belarus und Kasachstan. Die staatliche Post, Potschta Rossii, steht mit ihrer starren Struktur dieser Entwicklung schier hilflos gegenüber. Eine Teilprivatisierung wird als Ausweg angestrebt. In der Zwischenzeit nutzen Wettbewerber die Gunst der Stunde.

Der Einkauf im Internet wird auch in Russland immer beliebter. Bis 2014 wird der Warenimport, der aus dem Internethandel herrührt, voraussichtlich die Marke von 1 Mrd. US$ erreichen und anschließend jährlich um 20 bis 30% zulegen. Für Kurierdienste stellt das höhere Anforderungen an die Fahrzeugflotten: sie müssen einerseits wachsen, andererseits auch flexibler und modularer ausfallen. Erforderlich sind Vereinfachungen bei der Zollabfertigung. In beiden Bereichen besteht massiver Handlungsbedarf.

Am Markt für Kurierdienstleistungen sind drei große Unternehmen mit ausländischen Kapitalanteilen aktiv: DHL (Marktanteil von 40%), UPS (12%) und TNT (10%). Des Weiteren operieren rein russische Unternehmen, die sowohl den Binnenmarkt abdecken als auch ins Ausland liefern. Dazu gehört EMS Pochta Rossii (Marktanteil von 20%) mit einem nationalen und internationalen Geschäft. Außerdem gibt es 372 mittlere und kleine Anbieter, die sich auf Kurierdienste nur in Moskau und der näheren Umgebung der Hauptstadt spezialisiert haben.

Einige der mittleren und kleinen Anbieter sind jedoch Teil internationaler Allianzen, beispielsweise SAO Armadillo und SAO Armadillo Business Potschta. Beide befinden sich unter dem Dach der Holding GeoPost und bieten in diesem Rahmen Dienste unter dem Markennamen DPD an. Sowohl die Allianzen und Kooperationen als auch deren Marktanteile verändern sich jährlich. Insbesondere in Wachstumsphasen ändert sich die Wettbewerbssituation häufig, wie es gegenwärtig der Fall zu sein scheint.

Im größten Flächenstaat der Welt sind zudem Sonderdienstleistungen gefragt, die auch speziell vergütet werden. Dazu gehört die schnelle Zustellung von dringend benötigten Medikamenten und Chemikalien, auch in schwer zugänglichen Gebieten. Auch der Schnelltransport von temperaturempfindlichen Substanzen (Kosmetika, verderbliche Lebensmittel, Medikamente, Chemikalien) über verschiedene Klimazonen hinweg ist häufig gefragt, was spezielle Anforderungen an Kühl-, Heiz- und Klimatechnik in Lagern und Fahrzeugen stellt.

B2B-Geschäfte machen mit 65% den Großteil der Geschäfte auf dem Markt für Kurierdienste aus. Auf B2C entfallen 20% laut einer Studie von PWC. Beim verbleibenden Rest handelt es sich unter anderem um den Eilversand von Dokumenten.
Vor allem der expandierende Internethandel führt zu einer Zunahme von Zustellungen, darunter auch an Privathaushalte. Eine Besonderheit in Russland besteht darin, dass durch Zollkontrollen Warensendungen an Privathaushalte aus dem Ausland mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen dauern können. Das B2C-Geschäft leidet deutlich darunter.

Wie die russische Post (Potschta Rossii) mitteilte, haben Privathaushalte im Jahr 2012 insgesamt 30 Mio. Pakete aus dem Ausland erhalten. Rund 70% der Sendungen wurden durch den Internethandel ausgelöst. Davon hat Pochta Rossii 90% abgewickelt. Bei 69% der Sendungen dauerte die Zustellung zwischen zwei Wochen und zwei Monaten, was der Staatspost starke Kritik einbrachte.
Zu ihrer Verteidigung führt Potschta Rossii an, dass dafür die Gebühren äußerst moderat seien. Für eine Zustellung aus dem Ausland muss ein russischer Kunde zwischen 300 und 600 Rubel (7,50 bis 15 Euro) ausgeben. Ausländische Kurierdienste überstellen Sendungen zwar wesentlich schneller, berechnen aber in der Tat höhere Gebühren.

Gegenwärtig diskutiert das Parlament eine Teilprivatisierung von Potschta Rossii. Nach dem derzeitigen Stand soll eine Aktiengesellschaft gegründet werden, der die russische Staatspost ein Teil ihrer Aktiva überschreibt. Dazu sollen dem Vernehmen nach 2 automatisierte Sortierzentren, 50 manuell betriebene Sortierzentren, 786 Postämter und 17.000 Fahrzeuge gehören. Ein Großteil der Fahrzeuge muss allerdings durch neue ersetzt werden, da sie schon länger als zehn Jahre im Dienst stehen. Der Investitionsbedarf für alle Aktiva zusammen wird insgesamt mit 24,5 Mrd. Rubel (613 Mio. Euro) angegeben.

Neben einem Finanzinvestor soll ein Kurierunternehmen an der Privatisierung beteiligt werden. Alle bis dato bestehenden sozialen Verpflichtungen für die von der Privatisierung betroffenen Postmitarbeiter übernimmt der Staat. Die neuen Besitzer sollen dadurch schneller in die Gewinnzone kommen. Eine Subventionierung der dann privaten Post wird für die Zukunft ausgeschlossen. Die Duma wird eigens eine Gesetzesnovelle "Über die Postdienste" verabschieden.

Als Argument für die Privatisierung nehmen die Abgeordneten eine Untersuchung der Discovery Research Group, wonach die Konsumenten mehr als in der Vergangenheit Wert auf Zuverlässigkeit und auf kurze Zustellzeiten legen, und dafür auch bereit sind, höhere Tarife zu bezahlen. Somit entscheidet nicht mehr allein der Preis, sondern eine Kombination aus Qualität und Preis. Die privatisierte Post muss daher ihre Abläufe optimieren, was Geld kostet. Im Gegenzug kann sie aber auch höhere Tarife festlegen.
(U.U.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland