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Mittwoch, 3. Juli 2013

Russlands Einzelhandel setzt auf virtuelles B2C

Internet ermöglicht Zugang zu heranwachsenden Kundengruppen und weniger erschlossenen Landesteilen

Von Ullrich Umann

Moskau (gtai) - Russische Einzelhandelsketten entdecken das Internet für sich. Mit Onlineshops wollen sie neue Kunden gewinnen und den Verkauf von Waren und Dienstleistungen geographisch ausweiten. Im größten Flächenstaat der Welt könnten viele Kunden in der Provinz sonst gar nicht erreicht werden. Bremsend wirken sich die unvollständige Verbreitung von Festnetzanschlüssen in Privathaushalten, lange Zustellzeiten für Warensendungen und komplizierte Bezahlmodi aus.

Der Internethandel hat ordentlich zugelegt. Rund 32.000 Firmen bieten ihre Waren inzwischen in Onlineshops an, meldet der Internetdienstleister Insales.ru. Ihr Gesamtumsatz betrug 2012 rund 10,4 Mrd. US$, ermittelte PricewaterhouseCoopers. Morgan Stanley gab die Umsätze im Internet davon abweichend mit 12 Mrd. US$ an. Bis 2015 wird sich dieser Wert laut gleicher Quelle auf 35 Mrd. US$ verdreifachen. Weitere fünf Jahre später könnte Russland bereits zum weltweit viertgrößten Internetmarkt aufsteigen. Morgan Stanley bezeichnete das Jahr 2013 sogar als entscheidend für den Wachstumspfad.

Umsatzwachstum im Internetverkauf nach Warengruppen (Stand: 2012)

Warengruppe Wachstumsrate in %
Mobiltelefone 83
Bekleidung und Schuhe 42
Kinderwaren 36
Heimelektronik und Elektrohausgeräte 34
Computertechnik und Accessoires 29
Quelle: InSales.ru
Umsatzstärkste Warengruppen (Stand: 2012)
Warengruppe Jahresumsatz in Mrd. Rubel *)
Heimelektronik und Elektrohausgeräte 76,5
Bekleidung und Schuhe 60,1
Computertechnik und Accessoires 45,6
Mobiltelefone 21,7
Kinderwaren 18,8
*) Wechselkurs: 1 Euro = 40,7 Rubel
Quelle: InSales.ru

Russland folgt den Konsumtrends aus Nordamerika und Westeuropa für gewöhnlich mit einiger zeitlicher Verzögerung, so die US-Investmentbanker. Hat der Umsatz in dem neuen Geschäftsfeld aber erst einmal angezogen, holte das Land bisher immer kräftig auf und stellt in puncto Verkaufsvolumen sogar westeuropäische Märkte in den Schatten. Der nachholende Trend im Internethandel soll nun genau 2013 an Dynamik gewinnen, wie Morgan Stanley betont. Im osteuropäischen Kontext ist Russlands E-Commerce sogar schon die Nummer eins, berichtet Euromonitor International.

Anteil von Warengruppen am gesamten Internethandel (Stand: 2012)

Warengruppe Anteil in %
Heimelektronik und Elektrohausgeräte 22
Bekleidung und Schuhe 17
Computertechnik 13
Mobiltelefon 6
Kinderwaren 5
Kfz-Ersatzteile 4
Möbel 4
Nahrungsmittel 4
Baumaterial 3
Sport- und Touristikwaren, Angelbedarf 3
Bürobedarf 3
B2B 3
Haushaltswaren 3
Bücher 2
Accessoires 1
Kosmetik und Parfüm 1
Geschenkartikel 1
Quelle: Insales.ru

Dass E-Commerce in Russland auf dem Vormarsch ist, unterstreichen auch Untersuchungen des Zahlungszentrums PayU und der Agentur Data Insight. Demnach veranlassen 17 Mio. von rund 143 Mio. Einwohnern Zahlungen über das Internet. Davon tätigen 12 Mio. Menschen nach eigenen Angaben regelmäßig Internetgeschäfte, etwa einmal pro Monat. Zu den genutzten Diensten gehören zudem Internetbanking, die Bezahlung von Mobilfunkgebühren und das Begleichen der Strom-, Wasser oder Gasrechnung. Selbst Steuern können online abgeführt werden.

Die Anzahl der regelmäßigen Internetnutzer in Russland, die neben kommerziellen Angeboten täglich kostenfreie Dienste im World Wide Web in Anspruch nehmen und damit eine interessante Zielgruppe für Werbung darstellen, gibt Internet World Stats (ITU) mit 61,5 Mio. zum 31.12.2011 an. Das wären 43,3% der Bevölkerung. Bis Ende 2014 wird diese Ziffer voraussichtlich auf 63 Mio. steigen. Zusammen mit der Zahl der sporadischen Surfer sind in einem Jahr vermutlich sogar 90 Mio. Menschen im Internet unterwegs.

Der Versandhandel von Waren und Dienstleistungen über das Internet - teilweise auch per Telefon - legt vor allem in der weit entfernten, strukturarmen und vom etablierten Einzelhandel nur wenig erschlossenen russischen Provinz zu. Dazu gehören teilweise sogar Städte mit bis zu 300.000 Einwohnern. Die dortige Bevölkerung ist mangels Alternative und den daraus resultierenden hohen Preisen regelrecht gezwungen, auf E-Commerce zu setzen. Auf diese Weise können stunden- oder gar tagelange Fahrten in die nächstliegenden großen Einkaufszentren vermieden werden.

Bislang ist die Zahl fester Internetanschlüsse in einigen Landesteilen unzureichend. Das behindert den Vormarsch des elektronischen Handels. Dafür sind Mobiltelefone jedoch weit verbreitet. Die Kosten für die Nutzung des mobilen Internets per Smartphone oder Tablett-PC sind auf ein annehmbares Maß gesunken. E-Commerce stößt so rasch in Gebiete vor, in denen das Mobilfunknetz im Standard 3G oder LTE ausgebaut wurde. Dies geschieht vorrangig in urbanen Zentren und entlang wichtiger Verkehrswege.

Der Internethandel hat aber auch in den großen Metropolen wie Moskau an Attraktivität gewonnen. Daran ändert der Fakt nichts, dass der Einzelhandel dort bereits über eine große Handelsfläche pro Kopf und breite Markenvielfalt verfügt, wie man sie in New York findet. Zu dieser Aussage ließ sich CBRE verleiten, eine auf Handelsimmobilien spezialisierte weltweit operierende Unternehmensberatung.

In den Großstädten sind es vor allem junge Leute im Alter unter 35 Jahren, die per Mausklick ordern. Ihnen geht es dabei besonders um die Vergleichbarkeit von Preisen. Diese spezielle Zielgruppe ist gewöhnlich gut über die neuesten Produkte informiert und verspürt daher keinen Beratungsbedarf durch einen Fachverkäufer. Sollten dennoch Rückfragen kommen, sind diese schnell per Chat oder Telefon geklärt. Genau aus diesem Grund arbeiten große Handelsfirmen mit professionellen Callcentern zusammen. In kleinen Handelshäusern geht dagegen auch mal der Chef persönlich ans Telefon. 
(U.U)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland