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Donnerstag, 19. September 2013

Russland baut neue Kohle- und Wasserkraftwerke

Stromversorgung wird dezentralisiert / Nutzung alternativer Energien / Industrie plant 25W-Blöcke für Eigenbedarf
Von Ullrich Umann

Moskau (gtai) - Russlands Bedarf an Kraftwerken verschiedener Größe und Technologie ist hoch. Energieminister Aleksander Nowak beziffert den kurzfristigen Bedarf an staatlichen Zuschüssen zum Bau von Gas- und Wasserkraftwerken im Fernen Osten mit 100 Mrd. Rubel (rund 2,3 Mrd. Euro). Ob es dabei um die Enklave Kaliningrad geht oder um die schier endlosen Weiten Sibiriens und des Fernen Ostens, überall müssen angepasste Lösungen her.

Im Kaliningrader Gebiet wird ein Kohlekraftwerk geplant. Russlands Regierung hatte schon vor zwei Jahren eine verstärkte Verstromung dieses Energieträgers beschlossen, ohne seither nennenswerte Fortschritte erzielt zu haben. Das Energieministerium (http://minenergo.gov.ru) wollte mit dem Beschluss die russische Kohleindustrie stabilisieren und sie unabhängiger von Schwankungen auf dem Weltmarkt machen. Im Jahr 2012 ging der Kohleverbrauch im Inland um 7% zurück; im 1. Halbjahr 2013 stagnierte der Absatz.

Beim Kraftwerksprojekt im Kaliningrader Gebiet sollen mehrere Erzeugerblöcke mit einer Gesamtleistung von 800 MW entstehen. Die Kosten schätzt die planende Strom-Holding OAO Inter RAO EES (http://www.interrao.ru) auf 1,5 Mrd. bis 2 Mrd. US$, je nach Konfiguration des Kraftwerks. Im Rahmen der Beschaffung von Dampfturbinen und Generatoren sollen dem Vernehmen nach russische Produkte möglichst bevorzugt werden, darunter des Herstellers Silowye Maschiny aus Sankt-Petersburg (http://www.power-m.ru).

Die neuen Kapazitäten im Kaliningrader Gebiet sind laut Nachrichtenagentur Ria Novosti notwendig, weil die baltischen Staaten an einer Modifizierung ihrer Energiepolitik arbeiten und in absehbarer Zeit aus dem Versorgungsverbund mit Russland ausscheren könnten. Präsident Putin unterstrich am 26.8.2013 in Kemerowo, wo eine hochrangige Expertenkommission für Energie und Energieträger tagte, ausdrücklich die zeitliche Dringlichkeit des Bauvorhabens in Kaliningrad. Allein schon deshalb dürften eine rasche Bereitstellung von Finanzmitteln und eine zügige Ausschreibung zu erwarten sein.

Für die Entwicklung der Stromerzeugung im Fernen Osten hat das Energieministerium schon 2011 einen Strategieplan für die Zeit bis 2025 entwickelt. Demnach stellt das Ressort im gesamten Zeitraum 588 Mrd. Rubel (rund 13,7 Mrd. Euro) an Zuschüssen bereit. Davon fließen 400 Mrd. Rubel in den Kraftwerks- und Stromnetzausbau. Dadurch sollen Kapazitäten von 3,6 GW entstehen. Gleichzeitig könnten physisch verschlissene Erzeugereinheiten im Umfang von über 3 GW vom Netz genommen werden.

Zu den Neuvorhaben gehört das bereits im Bau befindliche Gaskraftwerk Wostotschnaja (139,5 MW). Dabei handelt es sich um eine Umrüstung des gleichnamigen Kohlekraftwerks in Wladiwostok. Möglich wurde diese Umrüstung durch die verbesserte Erdgasversorgung in der Region im Vorfeld zum APEC-Gipfel 2012.

Weitere zehn Kraftwerksprojekte sollen nach Angaben von Energieminister Nowak in der Region folgen, darunter sechs Wasserkraftwerke in und um das Amur-Becken herum. Dabei handelt es sich um die Projekte Schilinsk mit 730 MW (Fluss Schilka), Selemdschinsk und Rusinowsk mit zusammen 770 MW (Selemdsch als Nebenfluss der Zeja), Nischnemansk mit 600 MW (Fluss Niman), Dalneretschensk mit 400 MW (Fluss Bolschaja Ussurka) und Nischnezejsk mit 400 MW (Fluss Zeja).

Zu den dezentralen Lösungen gehören im Fernen Osten auch Windparks und Photovoltaikanlagen. Laut Energieministerium sind Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 16 MW geplant, die am Ufer des Stillen Ozeans und des Ochotskischen Meeres entstehen sollen. Solaranlagen werden Prognosen zufolge einmal eine Leistung von 46 MW erbringen. Als Standorte dafür kommen Jakutien und Kamschatka in Betracht.

Fest steht, Gigantomanie wie zu Zeiten der zentralen Planwirtschaft wird es nicht mehr geben. Der Trend geht in Richtung kleiner bis mittlerer Erzeugereinheiten. Das Konzept heißt autonome Stromversorgung, möglichst nah an den Verbraucher heran. Insbesondere an den Ausgaben für die Übertragungsnetze, die im größten Flächenstaat der Welt bei zentralen Lösungen gleich über hunderte bis tausende Kilometer gezogen werden müssten, soll gespart werden. Zugleich sollen Übertragungsverluste durch eine autonome Versorgung reduziert werden.

Auch die verarbeitende Industrie plant das Aufstellen autonomer Erzeugerkapazitäten von bis zu 25 MW für den Eigenbedarf. Ausgangspunkt für diese Entwicklung ist die aktuelle Gesetzeslage, wonach Elektroenergie, die in kleinen bis mittleren Generatoren erzeugt wird, nicht an den Stromgroßhandel abgeführt werden muss. Diese Regel gilt aber nur dann, wenn die Erzeugerkapazität technisch direkt an eine einzige Industrieanlage angebunden ist. Besonders erfolgreich entwickelt sich in diesem Zusammenhang der Absatz von Gas- und Dieselgeneratoren zur Kraft-Wärme-Koppelung.

Industriebetriebe gehen in letzter Zeit aber auch aus ganz anderen Gründen zur autonomen Energieversorgung über. Neben den teilweise langen Anschlusszeiten ihrer Produktionsanlagen an das öffentliche Stromnetz, was für sich gesehen schon ein hohes wirtschaftliches Risiko darstellt, entfällt bei der Eigenversorgung der Kostenfaktor Übertragungsgebühr. Energieversorger schlagen auf die Stromrechnung schnell einmal Übertragungskosten von bis zu 50% auf.

Stromkonzerne drehen den Spieß inzwischen um und bieten gewerblichen Großabnehmern das Aufstellen und Betreiben dezentraler Anlagen an, sogar oder insbesondere in Gebieten, die territorial von einem Wettbewerber versorgt werden. Dafür nutzen sie ebenfalls die Gesetzeslage, wonach zum Bau von Erzeugerkapazitäten von bis zu 25 MW Sondergenehmigungen und regionale Zuständigkeiten entfallen. Am Ende fällt die Rendite für die Stromkonzerne sogar noch höher aus als bei eigenen Großanlagen.
(U.U.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland