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Montag, 21. Oktober 2013

Russischer Kraftfahrzeugmarkt kühlt sich ab

Automobilverkauf ist um 7% eingebrochen / Regierung kurbelt Absatz mit vergünstigten Krediten an
Von Bernd Hones und Edda Wolf

Moskau (gtai) - Nach drei Wachstumsjahren sinkt 2013 der Absatz von Kraftfahrzeugen am russischen Markt. Abwrackgebühren, eine Steuer auf Luxusautos und Anti-Dumping-Zölle trüben die Aussichten ein. Um den Verkauf von Pkw wieder anzukurbeln, bezuschusst die Regierung seit 1. Juli 2013 Autokredite und plant Maßnahmen zur Erneuerung des Fuhrparks an leichten Nutzfahrzeugen. Die Automobilkonzerne werden zur Lokalisierung ihrer Produktion in Russland gedrängt. Viele Kfz-Teile-Hersteller sehen darin ihre Chance.

Der Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wird 2013 voraussichtlich um über 5% schrumpfen. Allein von Januar bis August ist der Absatz um 7% zurückgegangen. Zum Jahresende hoffen die Automobilproduzenten auf eine Stabilisierung des Marktes. Insgesamt werden 2013 voraussichtlich 2,75 Mio. Automobile verkauft, gegenüber 2,9 Mio. Stück im Vorjahr. Damit war der russische Automobilmarkt 2012 der zweitgrößte in Europa und Nummer vier weltweit. Diese Position könnte Russland 2013 einbüßen.

Unter Druck stehen vor allem die Automobilimporte. Die Einfuhren von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen gingen in den ersten sieben Monaten 2013 um 17,0% auf 520.400 Stück zurück. Die Einfuhr von Lastkraftwagen sank sogar um 25,9% auf 51.100 Stück. Zum 1. September 2012 hatte die Russische Föderation auf alle Importfahrzeuge eine Pflichtabwrackgebühr von mindestens 500 Euro für Pkw und mindestens 3.750 Euro auf Lkw eingeführt. Hersteller mit einer Produktionsstätte in Russland entgehen über eine Verpflichtung zur Rücknahme gebrauchter Fahrzeuge dieser Abgabe, Importeuren steht diese Option nicht offen. Erst im Oktober 2013 soll die Gebühr auch auf russische Produzenten ausgeweitet werden.

Ob Russland diese protektionistische Maßnahme tatsächlich zurücknimmt, bleibt abzuwarten. Die Verkäufe von Lada, der Hausmarke von AwtoWAZ, fielen in den ersten acht Monaten 2013 um 13%, Auftragsfertiger Sollers verzeichnete ein Minus von 4%, die GAZ-Absätze schrumpften um 5%, die von UAZ um 12%. Das alles trotz massiver Eingriffe in den freien Handel. Sollte der russische Staat die Recyclinggebühr tatsächlich auf heimische Produzenten ausweiten und die Hersteller diese Gebühr an die Konsumenten weitergeben müssen, die Einbrüche würden wohl noch drastischer ausfallen.

Obendrein will die Partei "Einiges Russland" von Präsident Putin Luxusautos stärker besteuern. Auf ihre Initiative hat die Duma am 3. Juli 2013 ein Gesetz verabschiedet, demzufolge Autos, die mehr als 3 Mio. Rubel (rund 70.000 Euro; EZB-Wechselkurs vom 1.7.2013: 1 Euro = 43,06 Rubel) kosten, mit einer höheren Transportsteuer belegt werden sollen. Für Autos mit einem Preis von 3 Mio. bis 5 Mio. Rubel beträgt der Koeffizient für den Steuersatz 1,5 wenn sie neu sind, 1,3 wenn sie ein bis zwei Jahre alt sind und 1,1 wenn sie zwei bis drei Jahre alt sind. Im nächsten Schritt wird das Ministerium für Industrie und Handel ein Verzeichnis der betroffenen Automobile erstellen. Kenner der Branche erwarten eine Ausweichbewegung der Händler. Diese würden die Luxusautos in einer Basisausstattung verkaufen und registrieren, um sie später nach Kundenwunsch aufzurüsten.

Um den heimischen Kfz-Markt wieder anzukurbeln, bezuschusst die Regierung seit 1. Juli 2013 Autokredite. Banken sollen ihre Kredite bis Ende 2014 zu einem um 5,5 Prozentpunkte vergünstigten Satz herauslegen. Die Kosten für dieses Programm werden auf 12 Mrd. Rubel (knapp 280 Mio. Euro) geschätzt. Bis September 2013 waren bereits 212.00 Anträge auf einen vergünstigten Autokredit eingegangen. Ungewöhnlicher Weise ist dieses Programm nicht auf russische Automobile beschränkt. Allerdings: Den Zinszuschuss erhalten Käufer nur, sofern das neue Kfz oder leichte Nutzfahrzeug weniger als 700.000 Rubel (rund 16.000 Euro) kostet.

Der Chef von Renault-Nissan, Carlos Gon, ist zuversichtlich, dass die Autoabsatzzahlen 2014 und 2015 wieder steigen werden. Er begründet das Wachstumspotenzial mit den Stützungsmaßnahmen durch die Regierung und dem geringen Niveau der Motorisierung der russischen Bevölkerung. In Russland gibt es zurzeit weniger als 300 Automobile pro 1.000 Einwohner, während der Durchschnitt in Europa bei 500 Automobilen pro 1.000 Einwohner liegt. Insgesamt fahren über russische Straßen 37 Mio. leichte Automobile mit einem Durchschnittsalter von 12 Jahren, so die Agentur Autostat.
Entwicklung des russischen Absatzmarktes für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

2009 2010 2011 2012 Januar - August 2013 Veränderung Januar-August 2013 / Januar-August 2012
Absatz (1.000 Stück) 1.466 1.911 2.650 2.935 1.800 -7%
Quelle: Association of European Businesses
Russlands meistverkaufte Automarken (in Stück)
Marke 2012 Januar bis August 2012 Januar bis August 2013 Veränderung Januar-August 2013 / Januar-August 2012 (in %)
Lada 537.625 348.974 303.357 -13
Renault 189.852 124.517 137.827 11
Kia 187.330 124.133 128.982 4
Hyundai 174.286 116.868 118.438 1
Chevrolet 205.042 135.497 111.671 -18
VW 164.702 108.933 103.607 -5
Toyota 153.047 105.119 101.431 -4
Nissan 153.747 105.264 86.963 -17
Ford 130.809 84.477 69.354 -18
Skoda 99.0247 63.006 56.755 -7
Quelle: Association of European Businesses (AEB)
Produktion von Automobilen in Russland

Prognose 2013 Januar-August 2013 Veränderung in %
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge 1.936.865* 1.229.200 -2,6
.russische Marken 580.935 353.500 -14,3
.ausländische Marken 1.355.930 875.700 +3,1
Lastkraftwagen 196.764 122.700 -6,8
.russische Marken 167.652 105.600 -6,6
.ausländische Marken 29.112 17.100 -8,1
Autobusse 57.180 34.400 -1,0
.russische Marken 28.068 26.700 -8,2
.ausländische Marken 29.112 7.700 -35,5
*) Ist 2012: 1.968.789
Quelle: ASM-Holding (Stand: 23.09.2013)
Außenhandel mit Kraftfahrzeugen (in Stück)
Außenhandel mit Kfz Januar-Juli 2013 Veränderung Januar-Juli 2013 / Januar-Juli 2012 Wert in Mio. US$
Import von Kfz


Pkw und leichte Nutzfahrzeuge 520.400 -17,0% 10.093
.aus dem fernen Ausland 481.900
9.820
.aus GUS-Ländern 38.500
271,4
Lastkraftwagen 51.100 -25,9% 1.600
.aus dem fernen Ausland 49.600
1.340
.aus GUS-Ländern 1.500

Export von Kfz


.Pkw und leichte Nutzfahrzeuge 72.000 +21,0% 747,2
.Lastkraftwagen 13.600 +33,3% 343,1
Quellen: Föderaler Zolldienst, zitiert von der Nachrichtenagentur Prime

Der größte Produzent von Automobilen ausländischer Marken in Russland ist das Werk der Awtotor Holding in Kaliningrad. Dort rollten im 1. Halbjahr 2013 rund 115.100 Automobile der Marken BMW, GM und Kia von den Bändern, 6,7% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der größte Produzent von Automobilen im Verfahren der industriellen Montage war im 1. Halbjahr 2013 das Werk Hyundai Motor Manufacturing Rus bei Sankt Petersburg mit 112.600 produzierten Fahrzeugen. Den höchsten Grad der Lokalisierung hat das Moskauer Werk Avtoframos mit 75% erreicht. Die Volkswagen Group Rus kauft für ihr Werk in Kaluga rund 50% der Komponenten bei Zulieferern in Russland. Dahinter folgt Hyundai Motor Manufacturing Rus mit einem Anteil von 47%. Der durchschnittliche Lokalisierungsgrad in den Werken von Ford Sollers, Nissan Manufacturing Rus und PCMA Rus (Kaluga) liegt bei über 30%. In den anderen Werken, die im Verfahren der industriellen Montage arbeiten, beträgt das Niveau der Lokalisierung 15 bis 20%. Dies ergab eine Untersuchung der Agentur Autostat.

Neue Kapazitäten in Russland

Das neue Werk MosAvtoZiL in Moskau wird die amerikanische Ingenieurfirma PAC Group projektieren (Vertragswert: 370 Mio. Rubel). Die Kapazität beträgt 50.000 Fahrzeuge pro Jahr. Geplant ist die Auftragsfertigung von leichten Nutzfahrzeugen der Marken Renault und Fiat. Mit dem Bau des Werks soll ab dem 2. Halbjahr 2014 begonnen werden. Nach den Worten des Generaldirektors von MosAvtoZIL, Igor Kulgan, wird in Kürze der Auftrag für den Bau des Werks ausgeschrieben.

Der japanische Fahrzeugbauer Toyota will ab 2016 in seinem Werk in Sankt Petersburg zusätzlich das Modell RAV4 montieren - für den russischen und belarussischen Markt. Um die Produktionsausweitung zu ermöglichen, investiert Toyota 5,9 Mrd. Rubel (rund 135 Mio. Euro). Ab 2016 werden vor Ort jährlich 100.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Seit Ende 2007 fertigt Toyota bereits das Modell Camry in Sankt Petersburg. Daneben wird der Toyota Land Cruiser Prado in Wladiwostok produziert. Die SKD-Montage wurde im Februar 2013 aufgenommen.

Der französische Renault Konzern finanziert per Kredit AwtoWAZ die Modernisierung der dritten Produktionslinie (B0), auf der das Modell Lada "Samara" gefertigt wird. Die Arbeiten an der Linie sollen 2014 beginnen und 2015 enden. Danach wird AwtoWAZ über drei Montagelinien mit einer Kapazität von je 350.000 Fahrzeugen pro Jahr verfügen, erläuterte Bruno Anselen, Leiter des russischen Büros von Renault.

Außerdem will Renault in seinem Moskauer Werk Awtoframos etwa 20 Mrd. Rubel (über 460 Mio. Euro) investieren. Mit dem Geld soll nach den Worten von Aleksei Komissarow, Leiter des Departements für Industriepolitik der Moskauer Stadtregierung, bessere Ausrüstung gekauft werden. Mittlerweile hat Renault im Werk Awtoframos eine Kapazität von 188.000 Einheiten erreicht. Ende 2013 wird Renault vor Ort die Produktion des Modells Megane wieder aufnehmen. Bei Awtoframos sollen künftig nicht nur Modelle für den russischen, sondern auch für den kasachischen Markt montiert werden.

Der US-amerikanische Autokonzern General Motors (GM) baut zusammen mit AwtoWAZ eine Produktionsanlage für die neuen Chevrolet-Niva Geländewagen-Modelle. Die beiden Unter-nehmen investieren über ihr Joint-Venture GM-AwtoWAZ 209 Mio. US$. Pro Jahr sollen in Togliatti 120.000 Karosserien produziert werden. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2015 geplant.

Der Ingolstädter Automobilkonzern Audi will im 2. Halbjahr 2013 mit der Fahrzeugmontage in Russland beginnen. Die Montagehalle entsteht in Kaluga auf dem Industriegelände der Konzernmutter Volkswagen. Wie die Nachrichtenagentur Prime meldet, ist die Montage der Modelle Q3, Q5, Q7 und anderer angedacht. Die Rede ist von 10.000 Audi-Pkw pro Jahr. Entgegen dem negativen Branchentrend legten die Verkäufe des bayerischen Premiumherstellers in Russland in den ersten acht Monaten 2013 um 7% auf 23.902 Stück zu.

Der Auftragsfertiger OOO Awtotor Holding plant den Ausbau des Kfz-Clusters in Kaliningrad (gemeinsam mit Magna). Laut Präsident Waleri Draganow sind dafür Investitionen von 120 Mrd. bis 140 Mrd. Rubel (3,0 Mrd. bis 3,5 Mrd. Euro) erforderlich. Bis 2020 sollen die Produktionskapazitäten in Kaliningrad auf 250.000 Automobile erweitert werden. Im Dreischichtbetrieb sei dann sogar ein Jahresausstoß von 350.000 Kfz möglich. Außerdem soll der Übergang von der SKD- zur CKD-Montage vollzogen werden. Geplant sind sechs Automobilwerke und 15 Kfz-Zulieferbetriebe. Als mögliche Partner nannte Draganow die Unternehmen BMW, GM, Kia, Hyundai und Daewoo. Die ersten Vereinbarungen über den Bau von CKD-Werken könnten bis Ende Herbst unterschrieben werden, erklärte Draganow auf der Konferenz "Autoevolution 2013" in Kaluga. Um die Realisierung des Projekts zu beschleunigen, sei seine Firma bereit, für 38 Mrd. Rubel die Versorgungsnetze für das 1.000 ha große Industriegelände zu bauen, wenn die Regierung diese Ausgaben später über die Steuerabrechnung kompensiere. Awtotor sorgt sich um die Einhaltung der im Abkommen über industrielle Montage festgelegten Fristen, denn 2016 laufen die in der Sonderwirtschaftszone Kaliningrad bestehenden Steuervergünstigungen aus.

Die GAZ Gruppe hat Mitte September 2013 mit der Produktion von Karosserierahmen für den Crossover Mitsubishi Pajero Sport in ihrem Werk in Nischni Nowgorod begonnen. GAZ wird bis Ende 2013 rund 8.000 Rahmen für den Mitsubishi Pajero Sport herstellen (Schweißen, Antikorrosionsbeschichtung) und an PCMA Rus in Kaluga liefern, sagte der Präsident der GAZ Gruppe, Bo Inge Andersson. Die GAZ Gruppe wolle ihr Komponentengeschäft weltweit ausbauen und der Rahmenbau seine eine von acht Sparten, die dabei im Fokus stünden. Laut dem stellvertretenden Generaldirektor von PCMA Rus, Esiya Inomari, liegt der Lokalisierungsgrad für den Mitsubishi Pajero Sport zurzeit bei 2%.

Der chinesische Autoproduzent Great Wall will in Russland expandieren und baut dazu zwei Werke: ein Werk in Lipetsk in Zentralrussland (mit seinem russischen Partner Irito) und ein Montagewerk in Ussurijsk im russischen Fernen Osten. Nach Angaben der Präsidentin von Great Wall, Van Fenin, soll die Produktion von jährlich bis zu 100.000 Autos in Lipetsk im Herbst 2013 starten. In der Anfangsphase ist die Montage des Modells H6 vorgesehen, später kämen H2 und H8 hinzu. Die Investitionen in das Projekt liegen bei 100 Mio. $. Momentan produziert Great Wall die Geländewagen Hover und SUV G5 im Werk von Irito in der Ortschaft Gschel bei Moskau. In der Stadt Ussurijsk sollen ab 2015 bis zu 150.000 Pkw pro Jahr produziert werden. Die Investitionen in die erste Phase des Projekts belaufen sich nach Angaben der Verwaltung des Gebiets Primorje auf rund 350 Mio. $. Vorgesehen ist, vier Produktionslinien zum Pressen, Schweißen, Lackieren und zur Endmontage zu einzurichten. Darüber hinaus ist die Fertigung von Autokomponenten geplant. In der zweiten Phase, für die die Chinesen weitere 250 Mio. $ veranschlagen, sollen die Produktionskapazitäten und die Effizienz des Werks erhöht werden. Am Ende soll ein Lokalisierungsgrad von 65% erreicht werden und bis zu 4.200 Arbeitsplätze entstehen.

Kfz-Zulieferindustrie

AwtoWAZ und Renault-Nissan arbeiten an der Gründung einer gemeinsamen Einkaufsorganisation für Industrieausrüstung, Antriebsaggregate und Komponenten für Automodelle, die auf gemeinsamen Plattformen produziert werden. Zum Hauptgeschäftsführer des neuen Gemeinschaftsunternehmens mit Hauptsitz in der Stadt Togliatti wurde Daniel Perry ernannt. Er wird an den Lenkungsausschuss berichten, dem Damir Kaschapov, Vize-Präsident für die Beschaffung von AwtoWAZ, Christian van den Ende, Geschäftsführer der Renault-Nissan Einkaufsorganisation RNPO, und Yasuhiro Yamauchi, stellvertretender Geschäftsführer von RNPO, angehören.

Die deutsche Schäffler-Gruppe hat im Juni 2013 mit dem Bau eines neuen Kfz- und Industrieteilewerkes in Uljanowsk angefangen. Das Werk soll 2014 fertig gestellt werden. Schäffler produziert dort künftig Kugellager, Motorenteile und Kupplungen. Die Investitionen belaufen sich auf knapp 50 Mio. Euro. Etwa 450 Arbeitsplätze entstehen.
Der deutsche Autozulieferer Edscha hat am 5.09.2013 begonnen, ein Werk in der Sonderwirtschaftszone Togliatti (Gebiet Samara) zu errichten. Dort will Edscha ab Herbst 2014 Türscharniere produzieren. Erster Kunde ist die Allianz AwtoWAZ-Renault-Nissan. Es sollen 313 Mio. Rubel investiert werden und 150 Arbeitsplätze entstehen, verkündete Torsten Greiner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Edscha Gruppe.

Das Gemeinschaftsunternehmen Ford-Sollers hat mit dem Bau einer Motorenfabrik in Tatarstan begonnen. Das Werk in der Sonderwirtschaftszone Alabuga soll 274 Mio. $ kosten und im Dezember 2015 fertig gestellt werden. In der ersten Ausbaustufe sollen dort jährlich 105.000, später sogar 200.000 Motoren vom Band laufen. Dabei handelt es sich um einen 1,6-Liter-Motor in drei Varianten: 85, 105 und 125 PS. Mit den Motoren kann ab 2016 ein Drittel aller in Russland produzierten Ford-Pkw ausgerüstet werden.

AwtoWAZ will im Oktober 2013 die Produktion von Motoren nach Renault-Nissan-Lizenz aufnehmen. Der Konzern plant, bis zu 300.000 Stück pro Jahr zu fertigen. Momentan laufen alle Tests, die für die Serienfertigung notwendig sind. Langfristig will AwtoWAZ auch die Produktion von anderen Fahrzeugteilen wie Getrieben oder Fahrgestellen unter Lizenzen seiner Partner aufnehmen. Im Gespräch sind Investitionen in Höhe von 36 Mrd. Rubel (827,6 Mio. Euro) bis zum Jahr 2020.

Die indische Firma Avtec und die spanische CIE Automotive wollen Motoren für die neue Generation des Crossovers Chevrolet Niva von GM-AwtoWAZ produzieren. Wie das Nachrichtenportal Auto.vesti.ru meldete, planen beide Firmen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in der Sonderwirtschaftszone Togliatti. Die Investitionen in das Projekt betragen 31,5 Mio. $.

Der spanische Kfz-Zulieferer Gestamp hat vor, seine Produktionsanlagen in Kaluga um etwa 70% zu erweitern. Zusammen mit dem Stahlkonzern Severstal wollen die Spanier die Kapazitäten für rund 8 Mrd. Rubel (186,3 Mio. Euro) ausbauen. Das Werk ist der wichtigste Lieferant von Metallteilen für Volkswagen in Kaluga. Gestamp-Chef Francisco Riberas begründet die Ausbaupläne damit, dass die Nachfrage nach Kfz-Teilen durch VW steige.

Der angeschlagene Aluminiumkonzern Rusal versucht sein Glück als Automobilzulieferer. Zusammen mit dem israelischen Unternehmen Omen gründet Rusal eine Produktion auf dem Gelände der Wolchowsker Fabrik im Gebiet Leningrad. Die Fließbänder sollen 2015 anlaufen, die Kosten werden auf 12 Mio. $ geschätzt. Dabei geht es um eine Karosserie- und Motorteilefertigung.

Die GAZ Gruppe und Magnetto Wheels, eine Tochterfirma der italienischen Gruppe CLN Sp.A., haben am 12.09.2013 eine Absichtserklärung zur Gründung eines Joint Venture für die Produktion von Stahlrädern in Nischni Nowgorod unterzeichnet. Die endgültige Vereinbarung wird frühestens in acht Monaten geschlossen. Der Produktionsstart ist für 2015 geplant. Vorgesehen ist eine Kapazität von jährlich 3 Mio. Rädern. Diese sollen an die Unternehmen der GAZ Gruppe und deren Partner Volkswagen, General Motors und Daimler geliefert werden, sowie an andere ausländische Automobilkonzerne mit Montagewerken in Russland. Das Projekt soll laut Bo Inge Andersson, Generaldirektor der GAZ Gruppe, zur Modernisierung der Räderproduktion von GAZ führen. Es ist bereits das dritte Joint Venture der GAZ Gruppe zur Produktion von Automobilkomponenten. Auf dem Werksgelände in Nischni Nowgorod arbeitet bereits Bosal-GAZ zur Fertigung von Abgasanlagen. Außerdem laufen die Vorbereitungen zum Start der gemeinsamen Produktion mit dem Hersteller von Verbindungselementen Bulten, sagte Kirill Epstein, Direktor der Sparte Autokomponenten der GAZ Gruppe.

Die Grupo Antolin aus Spanien plant ihr zweites Werk bei Sankt Petersburg. Das Unternehmen produziert Innenausstattungen für Autos. Im neuen, 30 Mio. Euro teuren Produktionsbetrieb sollen Kfz-Teile für Toyota, GM und Nissan im Gebiet Leningrad hergestellt werden. Einige Komponenten wollen die Spanier aber auch an Volkswagen in Kaluga verkaufen.

Die spanische Zanini Auto Grup und die Firma Al-Kompanija haben Mitte September vereinbart, ein Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Kunststoffkappen für Automobile in Nischni Nowgorod zu gründen. Die Investitionen in das Projekt werden auf etwa 5 Mio. Euro beziffert. Mitte 2015 soll die Produktion starten. Laut dem Generaldirektor der Zanini Gruppe, Josep Muntasel, rechnet sein Unternehmen mit einem Anwachsen des russischen Automobilmarktes auf 3,5 Mio. Fahrzeuge pro Jahr.

Fuyao Glass aus der VR China hat am 7.09.2013 sein Werk in Kaluga eröffnet. Die Kapazität ist auf 1 Mio. Einheiten Autoglas pro Jahr ausgelegt und soll innerhalb von zwei Jahren verdreifacht werden. Insgesamt sind 300 Mio. Euro in dieses Projekt geflossen, erläuterte der Generaldirektor von Fuyao steklo rus (Fuyao Glass Rus), Chen Chutsin, gegenüber der Wirtschaftszeitung "Vedomosti". Etwa zwei Drittel des vor Ort produzierten Autoglases sollen nach Europa exportiert und ein Drittel innerhalb Russlands verkauft werden. Hauptkunde wird das Volkswagen-Werk in Kaluga sein. Der Präsident der Fuyao Glass Industry Group, Cao Deva, sagte, dass sein Unternehmen auch eine Produktion von float-Glas in Russland in Erwägung zieht. Neben Fuyao Glass errichtet auch ein Gemeinschaftsunternehmen von Saint-Gobain (Frankreich) und Trakya Cam Sanayi (Türkei) ein Autoglaswerk in Tatarstan.

Der Markt für die Primärausstattung mit Autoglas in Russland hat ein Volumen von etwa 15 Mio. Scheiben pro Jahr, das sind rund 1,9 Mio. Glaspakete mit je acht Scheiben. Der Sekundärmarkt beläuft sich auf etwa 4 Mio. Scheiben pro Jahr. Rund 50% des russischen Marktes für Automobilglas hält gegenwärtig die japanische Asahi Glass Company, die bereits 1997 den Autoglas-Hersteller Borski stekolny sawod (Borsker Glaswerk) gekauft hatte. Die Kapazität beträgt 1,5 Mio. Glaspakete pro Jahr.

Lastkraftwagen

Die Lage am russischen Lkw-Markt ist schlecht. Der Absatz schrumpfte in den ersten sieben Monaten 2013 um 18% auf 165.800 Fahrzeuge, meldet die ASM-Holding. Auf Lkw russischer Marken entfiel ein Anteil von 83.800 Stück oder 50,5%, auf in Russland produzierte Lkw ausländischer Marken ein Anteil 14.900 Stück oder 9,0%. Außerdem wurden 62.100 neue Lkw (Marktanteil: 37,5%) und 5.000 gebrauchte Lkw (3,0%) importiert. Darunter stieg der Import von leichten Nutzfahrzeugen um 7% auf 38.520 Stück, fiel allerdings nach Einführung eines Schutzzolls im Juli um 20%. Schwaches Wirtschaftswachstum und Preiserhöhungen aufgrund von Schutzzoll und Recyclinggebühr - führende Nutzfahrzeugexperten sehen die Entwicklung des russischen Lkw-Marktes 2013 kritisch.
Marktvolumen für Lkw in Russland
Lkw nach Klassen 2011 2012 Veränderung 2012/2011 in %
Leichte Nutzfahrzeuge bis 6 t 176.355 188.095 +7
Mittelschwere Lkw von 6 bis 16 t 10.119 11.552 +14
Schwere Lkw ab 16 t 29.410 25.937 -12
Quelle: Association of European Businesses (AEB)
Die Produktion von Lkw (inklusive Chassis und leichte Lkw) ging nach Angaben der ASM-Holding in den ersten sieben Monaten um 6,7% auf 105.600 Stück und in den ersten acht Monaten 2013 um 6,8% auf 122.700 Stück zurück. Der Föderale Statistikdienst Rosstat gib davon abweichend an, die Produktion sei von Januar bis August 2013 um 6,7% auf 126.000 Lkw gesunken.

Leichte und mittelschwere Lastkraftwagen

Der Absatz von leichten Nutzfahrzeugen fiel von Januar bis August 2013 um 10% auf 113.800 Stück. Dabei betrug der Marktanteil inländischer Marken 67,2% und ausländischer Marken 32,8%. Im Gesamtjahr 2013 wird der russische Markt für leichte Transporter voraussichtlich um 10 bis 12% schrumpfen, prognostizieren die Experten von Autostat. Eine Erholung ist für 2014 und 2015 in Sicht. Davon sind Adil Schirinow, geschäftsführender Direktor von Ford Sollers, und Juri Sorin, Direktor für Verkauf und Entwicklung der Hino motors sales, überzeugt. Künftig könnte der Markt für leichte Nutzfahrzeuge um 2 bis 5% jährlich wachsen, schätzt der Direktor von Autostat, Sergej Udalow.

Die Verkäufe der GAZ Gruppe, des Marktführers im Segment Kleintransporter, sind von Januar bis August 2013 um 5% auf 52.963 Stück zurückgegangen, berichtet die Association of European Businesses. Nach den Worten von Vadim Sorokin, bei GAZ Direktor der Sparte "Leichte kommerzielle Automobile", sank der Absatz dagegen um 7% auf 44.700 Fahrzeuge. Die GAZ Gruppe plant 2013 rund 6 Mrd. Rubel (140 Mio. Euro) in ihre Produktion zu investieren, erklärte Vizepräsident Evgenij Belinin. Dabei setzt GAZ auf die Modernisierung bestehender Produkte, neue Fahrzeugmodelle, industrielle Zusammenarbeit und Projekte zur Auftragsfertigung (z.B. Mercedes Sprinter). Im April startete die Produktion der neuen Modellfamilie GAZel Next, die am unteren Rand des mittleren Preissegments positioniert ist. Ab September soll ein neuer Kleinbus montiert werden. Im Jahr 2014 wird das Unternehmen einen Ganzmetall-Kastenwagen, den Sobol Next, eine 5-Tonnen-Version des GAZel Next und mittelschwere Lkw auf Basis des GAZel Next auf den Markt bringen. Außerdem will die GAZ Gruppe das Lkw-Werk Ural modernisieren und ihre Produktion von Reisebussen weiterentwickeln.

Am stärksten eingebrochen sind in den ersten acht Monaten 2013 die Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen der Hersteller Hyundai (-54%), Fiat (-22%) und Peugeot (-19%), die ihre Modelle importieren. Dies hängt damit zusammen, dass die russische Regierung nichts unversucht lässt, um heimische Produzenten vor internationalem Wettbewerb zu schützen. Mit einem Anti-Dumping-Zoll auf leichte Nutzfahrzeuge aus dem Ausland verlieren Importmodelle preislich an Attraktivität für die Kunden und werden ausländische Hersteller zur Lokalisierung ihrer Produktion gezwungen. Seit Mitte Juni 2013 müssen Hersteller aus Deutschland, Italien und der Türkei einen Strafzoll von bis zu 29,6% für ihre leichten Nutzfahrzeuge zahlen, zusätzlich zu den bestehenden 10% Importzoll (mit dem Beitritt zur WTO Mitte August 2012 war der Zollsatz auf Nutzfahrzeuge zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen mit Dieselmotor von 25 auf 10% gefallen). Dagegen konnten Ford und Mercedes-Benz, die ihre Produktion von leichten Nutzfahrzeugen bereits in Russland lokalisiert haben, den Absatz um 24% beziehungsweise 12% steigern.

Aktuell planen Volkswagen, Hyundai, Nissan, Renault und Fiat den Aufbau einer eigenen Produktion von Transportern in Russland. Renault und Fiat führen Gespräche mit dem Moskauer Autowerk ZiL. Hyundai will seine Montage in Partnerschaft mit Awtotor in Kaliningrad entwickeln. Volkswagen analysiert gegenwärtig den russischen LCV-Markt und wählt passende Modelle aus. Im Jahr 2012 importierte VW 16.161 leichte Nutzfahrzeuge nach Russland. Für eine Lokalisierung der Produktion wäre eine Stückzahl von 25.000 optimal. Der japanische Hersteller Hino erwägt eine eigene Produktion von leichten und mittelschweren Lkw in Russland zu organisieren, sobald der Absatz 5.000 Stück pro Jahr beträgt. Diesen Wert will das Unternehmen 2016 erreichen. Im Jahr 2013 werden voraussichtlich 2.400 Lkw verkauft, sagte der Direktor für Verkauf und Entwicklung der Hino Motors Sales, Jurij Sorin.

Das russische Ministerium für Industrie und Handel schmiedet Pläne zur Erneuerung des Fuhrparks von leichten Nutzfahrzeugen. Zurzeit sind über die Hälfte aller leichten Nutzfahrzeuge (52%) in Russland zehn Jahre oder älter. Allein zwischen 2008 und 2010 hat sich die Zahl der über zehn Jahre alten LCV um 372.000 erhöht. Ein Vorschlag sieht vor, die zugelassene Nutzungsdauer von LCV auf 7 bis 15 Jahre (in Abhängigkeit von der Art des Fahrzeugs) zu begrenzen, erläuterte der stellvertretende Minister Alexej Rachmanow. Mit der Maßnahme solle die Sicherheit auf russischen Straßen erhöht werden. Bislang gibt es solche Fristen nicht. Außerdem planen die Ministerialbeamten, die Transportsteuer durch eine ökologisch orientierte Steuer mit differenzierten Sätzen je nach Euro-Norm, Hubraum und Alter des Fahrzeugs zu ersetzen. Darüber hinaus soll das Programm für vergünstige Autokredite 2013 und 2014 subventioniert werden. Bei staatlichen Beschaffungskäufen sollen künftig nur noch Kfz zum Zuge kommen, die in der Zollunion Russland-Belarus-Kasachstan produziert werden.

Schwere Lastkraftwagen

Der russische Markt für schwere Lkw wird 2014 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres bleiben oder leicht wachsen. Kamaz prognostiziert einen Absatz von 90.000 bis 95.000 schweren Lkw. Für das laufende Jahr 2013 rechnen Experten mit 91.000 verkauften Lkw. Das entspräche einem Minus von 22% gegenüber 2012, als 117.000 schwere Lkw ausgeliefert wurden.

Der größte russische Lkw-Hersteller Kamaz hat sein Absatzziel für 2013 von 45.000 auf 43.500 Fahrzeuge nach unten korrigiert. Das Investitionsprogramm für 2014 sieht etwa 9 Mrd. Rubel vor, soviel wie 2013, sagte Generaldirektor Sergej Kogogin. Mitte September unterzeichnete Kamaz mit RT-Invest, einer Tochterfirma der Staatsholding Rostech, eine Vereinbarung über Zusammenarbeit bei der Produktion und Wartung von Spezialfahrzeugen für die Müllentsorgung. Die beiden Unternehmen wollen sich eine 40-prozentige Scheibe vom Kuchen des 400 Mio. $ umfassenden russischen Marktes für Müllfahrzeuge abschneiden. Daimler hält einen Anteil von 11% an Kamaz.

Die GAZ Gruppe erwägt, in den nächsten fünf Jahren bis zu 11 Mrd. Rubel in die Erneuerung der Produktpalette und die Modernisierung der Produktionsanlagen des Lkw-Werks Ural zu investieren. Unter anderem sollen Lkw der Marke Ural künftig eine neue Fahrerkabine erhalten.

Auftragsfertiger Awtotor wird im Januar 2014 mit der Produktion von Lkw der Marke Tata Daewoo in Kaliningrad beginnen. Zunächst sind 2.000 Stück der Modelle Prima und Novus geplant. Tata Daewoo Commercial Vehicles ist der größte Hersteller von mittelschweren und schweren Lkw in Korea (Rep.). Auch Hyundai will seine Produktion von mittelschweren Lkw in Kooperation mit Awtotor oder ZiL (Moskau) entwickeln, sagte der Stellvertreter des Generaldirektors von Hyundai Comtrans Rus, Dmitrij Tokarew.
Unterdessen kehrt der US-amerikanische Anbieter Navistar International nach fünf Jahren zurück auf den russischen Markt. Der Vertrieb des Modells International ProStar wird über die acht Verkaufsstützpunkte von Navistar Eurasia erfolgen.

Busse

Der russische Busmarkt hat das Vorkrisenniveau von 2008 noch nicht wieder erreicht. Im Jahr 2012 wurden gerade einmal 17.900 Busse verkauft; 2008 waren es noch 22.000 Stück. Nach Angaben der ASM-Holding sank der Absatz in den ersten sieben Monaten 2013 um 17,2% auf 31.500 Busse (inklusive Mikrobusse und Buskabinen auf LKW-Chassis). Inländische Hersteller dominieren den Markt - mit 20.600 verkauften Bussen sicherten sie sich einen Marktanteil von 65,3%. Die in Russland produzierten Busse ausländischer Marken folgen darauf mit 6.700 Stück und einem Marktanteil von 21,3%. Außerdem wurden 4.100 neue Busse (12,9%) und 100 gebrauchte Busse (0,5%) importiert.

Unangefochtener Marktführer bei Bussen in Russland ist das Gorkowski Awtomobilnyi Zawod (GAZ). Das Unternehmen hat 2012 knapp 14.000 Busse verkauft. Für 2013 will es dieses Ergebnis trotz der verschlechterten Wirtschaftslage wieder knapp erreichen. Ziel von GAZ ist es, seinen Marktanteil von 65 auf 71% zu steigern. Der Konzern profitiert von den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi, für die er bis zum Jahresende 739 Busse vom Typ GolAZ für über 6 Mrd. Rubel liefern darf. Außerdem werden 2013 weitere 565 Busse an Mosgortrans und 87 Busse an die Stadtverwaltung von Sankt Petersburg ausgeliefert. Hauptkonkurrent der GAZ Gruppe sind das Neftekamsker Autowerk, das zu Kamaz gehört, sowie europäische und chinesische Hersteller.

Die Regierung der Russischen Föderation hat Mitte Mai 2013 damit begonnen, die Hälfte des öffentlichen Personennahverkehrs auf Gasbetrieb umzurüsten. In Russland gibt es 950.000 Busse. Davon sind 300.000 bis 350.000 im öffentlichen Personennahverkehr im Einsatz. Sprich, das Staatsprogramm umfasst 150.000 bis 180.000 Busse, die künftig mit Gas betrieben werden sollen. Dieses Marktsegment will GAZ mit Bussen des Likinskij awtobusny sawod bedienen. Dabei gibt es zurzeit in ganz Russland gerade einmal 250 Gastankstellen. Das Netz müsste massiv erweitert werden. Des Weiteren kündigte Premierminister Dmitri Medwedew an, dass Zolltarife auf Gasmotoren und Komponenten für Tankstellen, die nicht in Russland produziert werden, gesenkt oder komplett gekappt werden sollen.
Die zehn gefragtesten Busmarken in Russland 2012 (Absatz in Stück)
Marke Zulassungen 2012 Marktanteil in %
PAZ 9.380 52,3
LIAZ 2.290 12,8
Hyundai 1.410 7,8
MAZ 1.170 6,5
Bogdan 700 3,9
NEFAZ 655 3,7
Higer 480 2,7
KAWZ 430 2,4
Wolschanin 255 1,4
Daewoo 200 1,1
Quelle: Autostat.ru
(H.B./E.W.)


Zertifizierung GOST R / TR / EVRAZES (EURASEC), Registrierung der Messmitteln,  Rostekhnadzor (RTN) Zulassung und Deklarierung für Russland